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Dichter in Nöten

von Gabriel Weber

In ihrem Roman Das Märchen eines Dichters – Erfolgreich gescheitert beweist Stefanie Zade, dass es nicht immer so läuft, wie es in den Märchenbüchern steht.

Theodor, seines Zeichens weltfremder Klosterschüler und mittelloser Dichter, zieht durchs Land und versucht, mit seiner Poesie Erfolg zu haben. Doch der Erfolg lässt leider ziemlich lange auf sich warten. Da hört Theodor eines Tages von einer Prinzessin, die gefangen gehalten wird – von einem mysteriösen Ungeheuer, das offenbar auf den Namen „Siegbert“ hört. Das wäre doch eine Möglichkeit, Ruhm und Ehre zu ernten! Das Problem ist nur: Theodor ist kein Held, sondern eben ein Dichter; Er kämpft nicht mit dem Schwert, sondern mit der Feder; Und seine bevorzugte Art der Fortbewegung im Falle der Gefahr ist der eilige Rückzug… Aber was soll’s, der Poet macht sich auf die Socken, auf in den finsteren Wald, um die Prinzessin zu befreien. Unterwegs begegnet er Waldfeen, die ganz anders sind, als er sie sich vorgestellt hat, einem Raubritter mit Stimmungsschwankungen und geheimnisvoller Vergangenheit, einer riesigen Katze mit Flügeln (Jawohl, Sie lesen richtig!), einem Faun namens Weidenzweig, einem blinden Einhorn, einem Irrlicht, einem Wesen mit fünf Köpfen und anderen interessanten Zeitgenossen – natürlich (wir befinden uns ja schliesslich in einem Märchen) auch einer gewissen jungen Dame, für die Theodor sich lebhaft interessiert…

Ja ja, für einen Laien wie Theodor ist es gar nicht so einfach, ein Held zu sein. Aber stark und mutig ein Held sein, das kann ja jeder. Schwach und feige ein Held sein hingegen, das ist die wahre Kunst!

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