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Von Angsthasen, Giftzwergen und Schreckschrauben

von Gabriel Weber

Schimpfwörter sind Glückssache, sagt man. Damit das nicht so bleibt, hat buchplanet.ch für Liebhaberinnen und Liebhaber gepflegten Fluchens jetzt Schimpfologie. Von Angsthase bis Rotzlöffel von Christoph Mett im Angebot.

Da gibt es zum Beispiel die Quasselstrippe. Sie ist an ihrem ständig auf und zu klappenden Mund erkennbar und hat immer mindestens ein Ohr am Telefon. Oder den Fresssack. Wenn sich ein solcher nähert, sollte alles Essbare, das man selbst verspeisen möchte, schleunigst in Sicherheit gebracht werden. Das Trampeltier hat einen höchst poetischen Künstlernamen, und zwar Elefant im Porzellanladen. Den Traumtänzer sollte man möglichst immer schwere Dinge (zum Beispiel Koffer) schleppen lassen, damit er nicht plötzlich abhebt. Es ist ganz einfach, ein Riesenbaby loszuwerden: Man füllt schlicht und ergreifend den Kühlschrank nicht mehr auf. Soll eine Schnarchnase einmal unbedingt pünktlich zu einem Termin erscheinen, empfiehlt es sich, ihre Uhr eine Stunde vorzustellen. Der Dreckspatz betritt nur äusserst selten ein Badezimmer oder eine vergleichbare Einrichtung, er vermeidet nämlich möglichst den Kontakt mit Wasser und artverwandten Stoffen (Seife, Zahnpasta usw.).

Mit den meisten Exemplaren dieser verschiedenen Gattungen von liebenswerten Mitmenschen kann man einigermassen auskommen, wenn man sie erst einmal durchschaut hat. Leute wie Kotzbrocken, Stinkstiefel oder Pissnelken allerdings sollte man nach Möglichkeit meiden.

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