Blog von buchplanet.ch | gebrauchte Bücher zu unschlagbaren Preisen

Archiv vom Oktober, 2016

31. Oktober 2016

Gefundenes – What’s your name?

by Julia S.

DUDEN-Bücher sind doch immer wieder eine überraschend spannende Angelegenheit! 🙂

Zum Beispiel fand ich in dem ‚Der Vornamenfinder‘ Namen für Jungen im Babyblaudesign und in Babyrosa die Mädchenvornamen. Gehen wir dem Ursprung auf den Grund, woher kommt ein Name? Aus welchem Land stammt er oder von welcher berühmten Persönlichkeit wird er abgeleitet? Mal sehen was wir finden, ein paar Beispielnamen:

Albert: jüngere Form von Adalbert; Edelbert: alter deutscher Vorname, „edel, vornehm; Abstammung, [edles] Geschlecht“.  Christian: (auch:) Kristian: lat. Christianus „zu Christus gehörend, Anhänger Christi“. ❋ Claudia: (auch:) Klaudia, weibl. Form von Claudius: geht zurück auf einen römischen Geschlechternamen, Herkunft und Bedeutung unbekannt. Cornelia: weibl. Form von Cornelius;lat. Ursprung, geht zurück auf einen altrömischen Geschlechtername. ❋ Gabriel: aus der Bibel, zu hebr. gabar „stark sein“, also etwa „Gott hat sich stark gezeigt“, oder …“Mann Gottes“.  Josef: (auch:) Joseph; aus der Bibel, zu hebäisch Yosep „hinweggenommen hat Jahwe (Namen Gottes) meine [Rahels] Schmach“, nach der Bibel war Josef der II. Sohn Jakobs. ❋ Julia: weibl. Form von Julius; lateinischer Ursprung, altrömischer Geschlechtername. Der bekannteste Angehörige des Geschlechts der Julier ist Gaius Julius Cäsar, dem zu Ehren der siebente Monat des Kalenderjahrs benannt ist. ❋ Leonie: (auch: Leoni:) aus dem Französischen, weibl. Form von Léon/Leo. ❋ Maurus: lateinischer Ursprung, geht zurück auf einen römischen Beinamen (lat. maurus „der aus Mauretanien Stammende, der Mohr“). ❋ Philipp: zu griech. Philippos, „Freund“ und hippos „Pferd“, also etwa „Pferdefreund.“ ❋ Roger: engl., französ., niederdeutsche Form von > Rüdiger. ❋ Sara: (auch:) Sarah; zu hebr. „Fürstin“. Nach der Bibel ist Sara, die Frau von Abrahams, die Stammmutter Israels. ❋ Sibylle: (auch:) Sibilla u.a.; aus dem Lateinischen, geht zurück auf Griechisch Sibylla, den Namen einer Seherin in Kleinasien, der später auf andere Seherinnen übertragen wurde. ❋ Urs: (auch:) Ursus; lat. Ursprung, geht zurück auf einen römischen Beinamen, zu lat. ursus „der Bär.“

So, jetzt wissen Sie, warum die Pferde lieber Philipps haben, Alberts sich besonders Edel fühlen, Sibylles Visionär denken, Gabriels starke Ausstrahlung haben, Christen immer Christian heißen, Maurus’sen lateinisch quasseln, Julias wie Cäsar aussehen, und Claudias noch ziemlich unbekannt sind. Abgesehen davon, dass Leonies für Frankreich etwas übrighaben, Josefs viel in der Bibel lesen, Rüdigers äh Rogers nicht immer ‚kleine Vampir’e sind, Urses flauschig wie Bärenfell sind, und Saras häufig Throne besteigen.

27. Oktober 2016

Jetzt werden wir ganz unanständig!

by Gabriel Weber

Buchplanet.ch hält für (fast) jeden Geschmack etwas bereit. Für Leute, die es deftig (und nicht ganz jugendfrei) mögen, zum Beispiel Liederliche Lieder, eine Anthologie von Volksliedern und Versen mit zweideutigem, anzüglichem, erotischem oder sogar obszönem Inhalt. Ich würde Ihnen, geschätztes Publikum, ja gerne einige Beispiele in der Originalversion servieren (so, wie es tatsächlich in dem besagten Buch drinsteht, ob Sie es glauben oder nicht), doch das ist leider nicht möglich. Aufgrund meiner Erziehung muss ich mir eine gewisse Selbstzensur auferlegen und hoffe, dass Sie genügend (schmutzige) Fantasie haben, um sich den Rest zu denken.

Preisend mit viel schönen Reden
Ihres Körpers Wonnetal
Sassen sechs der schönsten Schneppen
Einst in einem Bordellsaal.

„Ach, mein V***“, sprach die Erste,
„Ist mit Haaren rings besät,
Wer es sieht, der möchte vö***,
Ob ihm gleich der Schw*** nicht steht.“

(Äh, hm, ja. Hübsch, was? Oder dies:)

Ein altes Weib, das bucklig ist,
das f*** man von der Seite.
Und wenn sie dann noch Kinder kriegt
Dann lachen alle Leute.

(Was denn, jetzt schon schockiert? Es kommt noch besser:)

Noch einmal, Robert, eh wir scheiden,
Besteige du mein ge*** Loch,
Lass deines Schw*** süsse Freuden
Ein einzig Mal mich fühlen noch.

Denkst du an unser erstes F***,
Erinnerung ist eine Pflicht,
Wo ich laut aufjauchzt vor Entzücken,
Du Einziger, vergiss mein nicht!

Schluss jetzt! Ich erspare mir und Ihnen weitere Beispiele. Übrigens musste seinerzeit jeder Käufer des Buches mit Unterschrift bestätigen, dass er erstens volljährig sei und zweitens das Buch nicht an Minderjährige weitergeben werde.

26. Oktober 2016

Purpurpocken auf Rosadrachen

by Julia S.

Wer kennt ihn nicht den Disney Zeichentrickfilmklassiker ‚Die Hexe und der Zauberer‘ aus dem Jahre 1963! Das Kinderbuch MERLIN UND MIM (auch für Erwachsene Schwärmer natürlich, die es von früher kennen und lieben) mit der Geschichte von dem Zauberschwert ist eigentlich die Anfangsgeschichte des kleinen König Arthur, der das Schwert aus dem Stein ziehen konnte, weil sein Herz rein und gut war.

Ein Edelmann hatte zwei Söhne, der ältere sollte Ritter werden, der jüngere hieß Arthur, aber alle nannten ihn Floh. Der kleine Floh verlief sich im düsteren Wald und fand per Zufall eine Hütte aus Stroh. Als ein Wolf ihn jagte, flüchtete er auf das Dach und fiel durch das Stroh hinunter ins Haus, direkt auf einen Holzstuhl gegenüber dem Zauberer der sich mit Merlin vorstellte. Seine kluge (Entschuldigung! da steht hochgebildete) Eule Archimedes flatterte erschreckt auf und ab. Die drei lernten sich kennen und von da an nahm Merlin Floh unter seine Fittiche – nahm ihn in die Lehre würde man heute sagen, wobei Floh sehr erstaunt über dessen Zauberei war. Bücher, Möbel und Geschirr lies Merlin in der Luft tanzen. In Fische verwandelt und als Knappe ausgebildet lernte Floh von Merlin viel Aufregendes! Ein Kampf von Merlin und der bösen Hexe Mim blieb nicht aus. Sie verzauberten sich in Tiere um grösser und kräftiger oder kleiner und giftiger zu kämpfen! Den Zweikampf mit der Hexe Mim gewann Merlin eindeutig, weil er sich in eine Krankheit verwandelte die man Purpurpocken nannte. Die böse Mim die in Gestalt eines großen, rosa Drachens dasaß wurde in Sekundenschnelle von diesen Purpurflecken befallen, was den Sieg für Merlin bedeutete. Der Winter kam und Floh’s Bruder Kay wurde zum Ritter geschlagen und Floh… Floh entdeckte das Schwert im Stein. (Hier in London in einem Amboss.) Eine wunderbare Geschichte mit spannenden Abenteuer und lustigen Figuren. Schmunzeln sie weiter – willkommen im www.buchplanet.ch Shop!

25. Oktober 2016

Mit Gefühl

by Gabriel Weber

Die Welt der menschlichen Emotionen ist bekanntlich gross. So gross, dass es (zumindest in der deutschen Sprache) längst nicht für jede einzelne Emotion eine spezielle Bezeichnung gibt. Jetzt bei buchplanet.ch: 1000 Gefühle, für die es keinen Namen gibt von Mario Giordano.

Nr. 3: Die Erleichterung, dass ihr das Geschenk gefällt; Nr. 14: Die tiefe Zuversicht, nicht vom Affen abzustammen, sondern von Adam und Eva; Nr. 15: Die Erleichterung, wenn am anderen Ende der Leitung niemand abnimmt; Nr. 37: Die Peinlichkeit, beim Popeln erwischt zu werden; Nr. 55: Die Bestürzung über die Erkenntnis, seinem Vater ähnlich zu sein; Nr. 190: Die Freude, von jungen Leuten aus unerfindlichen Gründen irgendwie cool gefunden zu werden; Nr. 236: Der Stolz, wenn du doch irgendein Talent an dir entdeckt hast; Nr. 437: Die Bitterkeit nach dem verlorenen Halbfinale; Nr. 471: Der Stolz auf den eigenen Bart; Nr. 528: Die Dankbarkeit über einen kleinen Gefallen; Nr. 533: Der Ärger, dass ausgerechnet heute im Fernsehen nur Mist läuft; Nr. 592: Die diebische Freude, bei der Arschkälte da draussen heute nicht rauszumüssen; Nr. 693: Die Zuversicht beim Anblick lesender Jugendlicher; Nr. 832: Die Schadenfreude, wenn Hundehalter in Scheisse treten; Nr. 905: Die Qual beim Warten auf Weihnachten…

Ja ja, es gibt wirklich einige Begriffe, die der Sprache Schillers bisher noch fehlen. Vorschläge sind erwünscht!

20. Oktober 2016

„Es lebe der Zentralfriedhof und alle seine Toten…

by Gabriel Weber

…Der Eintritt ist für Lebende heut ausnahmslos verboten!“ Mit diesem Vers (nicht von mir!) ist zwar der Wiener Zentralfriedhof gemeint, er könnte sich aber auch auf jenen Friedhof beziehen, welcher der Hauptschauplatz von Neil Gaimans Das Graveyard-Buch ist.

Nobody Owens, genannt Bod, lebt auf einem Friedhof. Nicht gerade der übliche Wohnort für einen Jungen, sollte man meinen. Aber Bod ist Vollwaise und hat Niemanden auf der Welt ausser den Geistern der Menschen, die auf dem Friedhof bestattet sind. Sie haben ihn als Kleinkind aufgenommen, ihn zum Ehrenbürger ihres Friedhofs ernannt und kümmern sich seither alle gemeinsam um ihn (von Cajus Pompeius, dem ältesten Friedhofsbewohner noch aus römischer Zeit, bis zu der einst als Hexe hingerichteten und in ungeweihter Erde verscharrten Liza Hempstock). Besonders der geheimnisvolle Silas, der als einziger der Toten den Friedhof verlassen kann, nimmt sich des Jungen an. Die einzige lebende Bekannte von Bod ist lange Zeit das Mädchen Scarlett, dem er eines Tages auf dem Friedhof begegnet. Doch leider gibt es auch Leute, die Bod feindlich gesinnt sind.  Zum Beispiel jenes Individuum, das ihn zur Waise gemacht hat. Der Junge hätte damals um ein Haar auch daran glauben müssen, entkam aber knapp und fand auf dem bewussten Friedhof Zuflucht. Solange Bod sich auf dem Friedhof befindet, kann ihm nichts passieren; aber da er ja nun mal – wenigstens vorläufig – nicht tot ist, wird er irgendwann die schützenden Mauern verlassen müssen…

Von wegen Totenstille und Grabesruhe! Auf so einem Gottesacker ist allerhand los, wenn die Lebenden mal nicht hinschauen.

19. Oktober 2016

Raben was?

by Julia S.

Rabenmutter.

Nathalie Sassine-Hauptmann berichtet spritzig ihre Meinung und Erfahrung zu „Die ganze Wahrheit über das Mutterwerden und Muttersein“ mit viel Humor, ironisch, manchmal zynisch, provokativ und realistischen Beispielen wie Hausfrauen in unserer Gesellschaft mittlerweile ziemlich schlecht da stehen (viel gearbeitet nichts verdient und bei Trennung sind sie sich mittellos selbst überlassen). Dabei füllen Hausfrauen meist einen Job aus (in ihrem eigenen Haushalt) von über 100%! So formuliere ich gerne wie die Arbeitszeiten einer Mutter und Hausfrau sind: 25 Jahre, 365 Tage und 24 Stunden. Wer also in diesen Berufszweig wechseln möchte muss sich das super-gut überlegen! 😉

„Mein erstes Kind hatte ich lange vor meinem Facebook-Account. Als Freund/in hinzufügen war für mich trotzdem damals schon Thema. Wenn man Kinder hat, wird alles anders, auch die Freundschaften verschieben sich, ob man will oder nicht: von kinderlosen Paaren zu Familien, von Party Animals zu verantwortungsbewussten Freunden, von Gegensätze ziehen sich an zu Gleich und Gleich gesellte sich gern. * Ich hasse Hausarbeit. Meine Ambitionen beschränken sich darauf, den Herd so weit zu putzen, dass unter der Pfanne nichts anbrennt, und meiner Familie zum Ende der Woche saubere Wäsche in die Schublade legen zu können. Ich kann keine Erfüllung darin finden, mein Haus auf Hochglanz zu bringen – und seit ich Kinder habe, ist das sowieso nicht mehr realistisch. * Es sind hingegen die kinderlosen Kolleginnen, die dich anfangs gerne fragen: „Und, was machst du mit dem Baby, während du arbeitest?“ Eine legitime Frage, im Normalfall. Wenn da nicht dieser Unterton wäre, der besagt: „Wieso hast du überhaupt ein Kind in die Welt gesetzt, wenn du es dann abschiebst, um zu arbeiten?“ Meine Lieblingsantwort darauf war stets. „Das wartet im Auto, während ich hier meine Brötchen verdiene…“ Die anstrengendsten kinderlosen Kolleginnen sind die, bei denen die biologische Uhr lauter tickt, als ihre Absätze im Korridor klappern.“

RABENMUTTER, illustriert wird dieser tabulose Erfahrungsbericht von Kati Rickenbach, der bei uns im www.buchplanet.ch erhältlich ist.

18. Oktober 2016

Schauderhaft schauriger Schauer

by Gabriel Weber

Ein Schauerroman wie aus dem Lehrbuch ist Vier Tage währt die Nacht von Dorothea S. Baltenstein.

Im November 1817 reist der Schriftsteller Jonathan Lloyd nach Schottland. Sein väterlicher Freund Sir Mortimer Pope hat ihn und acht weitere Dichter und Dichterinnen zu so einer Art Sängerwettstreit oder einem literarischen Kongress auf sein Schloss eingeladen. Boroughmore Castle – eine mittelalterliche Burg, komplett mit Folterkammer und Gruselgeschichte, einsam mitten im nebligen Hochmoor, meilenweit von der Zivilisation entfernt. Kaum sind der Gastgeber, die neun Gäste und das Personal versammelt, bricht auch schon stilecht ein Sturm los. Bei dieser eindeutigen Ausgangslage lassen unheimliche Ereignisse natürlich nicht lange auf sich warten. In der ersten Nacht wird also prompt die Zugbrücke zerstört, sodass die Herrschaften vorläufig in Boroughmore Castle festsitzen (und totsicher wäre auch die Telefonleitung unterbrochen, wenn das Telefon schon erfunden wäre). In der gleichen Nacht verschwindet einer der Gäste spurlos. Eine höchst merkwürdige Sache. Doch sie wird noch merkwürdiger: ein weiterer Gast, dem Alkohol sehr zugetan, kommt im Weinkeller ums Leben. Und damit ist es noch lange nicht zu Ende, oh nein… Nach der bekannten „Zehn kleine Negerlein“-Methode (Ich weiss, ich weiss! Der Ausdruck ist politisch nicht korrekt!) gibt einer nach dem Anderen den Löffel ab. Irgendwann wird es klar: dies sind keine Unglücksfälle! Während der Gastgeber mit jedem Ereignis körperlich und geistig mehr verfällt, muss Jonathan dem Mörder auf die Spur kommen, bevor es zu spät ist – bevor sie alle in der Krypta der Schlosskapelle aufgebahrt liegen. Verbirgt sich hinter den Morden eventuell ein bestimmtes Muster?

Dorothea Baltenstein war eine Frau, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Schlesien lebte. Nach ihrem frühen Tod erbte ihre Schwester das Manuskript dieses Romans, das erst viel später in die Hände eines Herausgebers gelangte. Übrigens: ich hatte schon relativ früh eine Idee, wer der Mörder sein könnte – und lag richtig.

17. Oktober 2016

Zum Geburtstagsjuhubiläum…

by Julia S.

…vom Blogkunstwerkschrieber Gabriel Weber…

17-10-fuer-15-10-gw

17. Oktober 2016

Nix ist Unmöglich – wenn Mann’s im Kopf hat!

by Julia S.

Als „undurchführbar“ bezeichneten Fachleute das Unterfangen, die Schweiz an deren Grenzen zu umrunden. imgAndrea Vogel (♂) hat das Unmögliche möglich gemacht. Im Sommer 1992 legte er kompromisslos den Grenzsteinen entlang, in 83 Tagen die 1882 Kilometer lange Strecke zurück und leistete 148000 Höhenmeter. Er bestieg dabei 151 Berggipfel, allein an einem Tag 11 Viertausender und bestätigte sich in zwölf verschiedenen Sportarten und bewegte sich immer aus eigener Kraft vorwärts. Er berichtet von der strapaziösen „Grenztour-Schweiz“, aber auch von seinen anderen Expeditionen in aller Welt. Mit vielen Farbfotografien seiner Reisen und witzig gezeichneten Bildern ist das Buch eine wahre Fundgrube! In der unberührten Natur war er unterwegs, stapfend durch den Schnee, Berggrate erklimmend mit traumhaften Aussichten. Andrea Vogel (1958) erkundete viele Expeditionen und erzählt über die Schweiz, über Bergtour Abenteuer, Menschen und ferne Kulturen. ‚Zum Dache Afrikas, ins Land der Riesenblumen‘, ‚Auf den Jurahöhen, traf ich noch so einen Traumtänzer‘, ‚Der stürmische Wind raubte uns den letzten Funken Hoffnung‘, ‚Eine Hühnersuppe inmitten zerklüfteter Gletscher‘ und das sind nur einige Titel aus seiner Lebensgeschichte.

An der Grenze von Körper und Geist / An der Grenze der Schweiz / An der Grenze des Möglichen / An der Grenze von D, F, I, A, FL / An der Grenze zwischen Himmel und Erde. „Zum ersten Mal in der Geschichte ist ein Land so vollständig und konsequent der Grenze entlang umrundet worden. Eine Weltpremière!“ schwärmt Adolf Ogi im Vorwort. Das Buch GRENZEN ist bei uns im www.buchplanet.ch erhältlich. Gute Reise! 😉

13. Oktober 2016

Where Kings and Queens are crowned

by Gabriel Weber

Eine der berühmtesten Kirchen der Welt ist zweifellos die Westminster Abbey in London. Ihre Geschichte kann man in einem einschlägigen Buch nachlesen, The Story of Westminster Abbey von Lawrence E. Tanner M. V. O., M. A., F. S. A. (die Briten lieben diese Buchstaben hinter dem Namen, die Orden, akademische Grade oder Mitgliedschaften anzeigen!) aus dem Jahr 1932.

Die Geschichte der Kirche reicht sehr weit zurück, ebenso ihre Verbindung mit dem englischen Königshaus. Dort, wo heute das britische Parlamentsgebäude mit dem weltbekannten Glockenturm steht, wurde im Mittelalter ein Palast errichtet, der lange Zeit die Hauptresidenz der englischen Könige war. Vor Allem wegen der geographischen Nähe wurde die Klosterkirche (das Kloster wurde unter Heinrich VIII. aufgelöst) zur Krönungs- und Begräbnisstätte der Monarchen; seit Wilhelm dem Eroberer ist fast jeder Herrscher Englands in Westminster gekrönt worden (letztmals 1953) – und zwar meistens auf dem Coronation Chair, jenem historischen Stuhl, den Eduard I. in der Kirche aufstellen liess.

Ob je wieder eine Krönung in der Westminster Abbey stattfinden wird, ist ungewiss; aber es wird dort sicher weiterhin auf die prominenteste Weise geheiratet und begraben werden (eine letzte Ruhestätte in Westminster ist so ziemlich die grösste Ehre, die einem Menschen im Vereinigten Königreich überhaupt zuteil werden kann).