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„Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht!“

von Gabriel Weber

So formulierte es einst Bertolt Brecht. Mit der Frage, wie die Menschen sind, befasste sich der Franzose Jean de la Bruyère schon im 17. Jahrhundert. Dabei herausgekommen ist sein Buch Die Charaktere (jetzt bei buchplanet.ch), in dem er mit seinen Zeitgenossen, vor Allem jenen bei Hofe, abrechnet.

Unbeständig ist eine Frau, die zu lieben aufhört; leichtfertig, die schon einen anderen liebt; flatterhaft, die nicht weiss, ob sie liebt und wen sie liebt; gleichgültig, die nichts liebt.“ (Seite 54), „Es ist in gewissem Sinn eine Ehre, wenn man jemandem zum Vorwurf macht, er verstehe sich nicht auf den Hof: es gibt kaum eine Tugend, die man ihm damit nicht beilegte.“ (Seite 154), „Ein Freund, der zu hoher Gunst gelangt ist, gewährt uns viel, wenn er sich noch zu unseren Bekannten rechnet.“ (Seite 161), „Die Grossen setzen ihren Stolz darein, eine Allee durch einen Hochwald zu schlagen, Ländereien durch lange Mauern zu schützen, Wasserkünste anzulegen, eine Orangerie einzurichten; aber ein Herz glücklich zu machen, ein Gemüt mit Freude zu erfüllen, der Not vorzubeugen und abzuhelfen, zählt nicht mehr zu ihren Liebhabereien.“ (Seite 187), „Nichts möchten die Menschen lieber erhalten und nichts schonen sie weniger als ihr Leben.“ (Seite 245)…

So, jetzt wissen wir, wie die Menschen sind. Jawohl!

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