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„Ich bin ein Schweizerknabe“

von Gabriel Weber

Auf, lasset uns singen! Und zwar das Helvetia Liederbuch für Schweizerschulen von Benjamin Zweifel aus dem Jahr 1902.

Patriotisch geht’s zu: Rufst du, mein Vaterland, siehst uns mit Herz und Hand“ (Und ich dachte immer, man sähe mit den Augen!), „S’Schwizerländli isch no chli“ (besonders im Vergleich zu Liechtenstein und Monaco, was?), „O mein Heimatland, o mein Vaterland, wie so innig feurig lieb‘ ich dich“ (Na, hoffentlich wird da die Frau des Sängers nicht eifersüchtig! Sie bekäme sicher auch gerne so eine Liebeserklärung.)… Auch wehrfreudig: „Wer will unter die Soldaten“ (Tja, wer will das schon heutzutage!)… Und natürlich religiös: Nun danket alle Gott“ (und zwar mit Herzen, Mund und Händen), „O du fröhliche, o du selige“… Dann gibt es da auch noch Klassiker: „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum“, „Freut euch des Lebens“ (Aber wohlgemerkt nicht die Version mit der Grossmutter und der Sense, sondern die mit dem Lämpchen!)… Wanderlieder sind natürlich auch vertreten: „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus“ (Oje, alle Mann in Deckung!).

Hach, was fühle ich mich doch erbaut nach diesem kleinen Ausflug in das vaterländische Liedgut! Aber um noch einmal auf den Titel zurückzukommen: Was ist eigentlich mit den Schweizermädchen? Hä?

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