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Von amüsant bis biräweich

von Gabriel Weber

Haben Sie schon einmal als Conférencier fungiert? So als „Tätschmeischter“  bei einem bunten Abend? Nein? Macht nichts. Anstatt auf der Bühne blöde Sprüche und Witze mit längst abgelaufenem Verfallsdatum zum Besten zu geben, können Sie auch Der Schweizer Conférencier von F. Stramm lesen.

Da steht drin, wie man das am Besten macht. Zum Beispiel sind Militärwitze beliebt. Man sollte möglichst viel frei sprechen, ohne Manuskript. Es schadet gar nichts, gemütlich zu warten, bis es im Saal ruhig ist, selbst wenn es noch so lange dauert – so braucht man nicht zu schreien. Ausserdem enthält das Buch eine grosse Auswahl von Witzen jeder Güteklasse (Was ist der Unterschied zwischen einem Eichhörnchen und einem Klavier? Dasjenige, was den Baum hochklettert, ist nicht das Klavier. Ha, ha, ha). Auch mehr oder weniger humoristische Verse und ach so witzige Tanzspielchen kommen vor.

Als ein Mann Besuch von seiner Schwiegermutter bekommt, sagt er: „Ach, liebste Schwiegermamama, / ich bin vor Freude närrisch, toll! / Nun bist du endlich wieder da, / ich überlege glücklich, ja / wie dich die Freude tragen soll!“ und denkt dabei: „Verflucht und zugenäht! Herrje, / Besuch der alten Schraube! / Wenn ich die nur von Weitem seh‘, / treibt mich Bauch- und Magenweh / zum Stammtisch in die Traube!

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