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Der Briefmark

von Gabriel Weber

Es gibt Menschen auf der Welt, die man „Philatelisten“ nennt (ein wunderschönes Wort, nicht? Viel-a-Tell-ist-en…). Diese Leute sammeln leidenschaftlich Briefmarken, so winzige rechteckige oder quadratische Dinger aus Papier. Stundenlang können sie, mit Lupe und Pinzette bewaffnet, über ihren gedruckten Lieblingen brüten, für die sie an Auktionen schwindelerregende Summen blechen. Jetzt bei buchplanet.ch: Stamps and Stamp Collecting von Frantisek Svarc.

Schon bald nach der Einführung der ersten Briefmarken in den 184oer Jahren erschienen auch schon die ersten Sammler auf der Bildfläche (Wie die Briefmarke selber war auch das Briefmarkensammeln ursprünglich eine englische Erfindung). Am 15. November 1864 war in einem Artikel in einer französischen Zeitschrift erstmals von Philatelie die Rede – andere Bezeichnungen wie Timbrologie oder Timbrophilie setzten sich nicht durch. Vereine und Fachzeitschriften wurden gegründet, Ausstellungen fanden statt. Einige besonders seltene Marken wie die Mauritius oder die British Guiana wurden geradezu legendär, ebenso wie manche Sammler, etwa Philippe La Renotière de Ferrari oder Arthur Hind, die geradezu süchtig nach wertvollen Briefmarken waren und praktisch jeden Preis dafür zahlten. Natürlich gibt es viele Philatelisten, die sich spezialisieren, zum Beispiel auf ein bestimmtes Land oder einen bestimmten Zeitraum. Manche ergänzen ihre Sammlung durch weitere Post-Objekte wie Stempel, Briefumschläge oder Ansichtskarten. Dann gibt es noch Spezialisten für Luftpost, Schiffspost, Feldpost, Rohrpost usw., vielleicht auch für Flaschenpost (da sind Marken allerdings eher selten).

Das müssen komische Vögel sein, diese Briefmarken-Enthusiasten. Kein einziger Zacken am Rand darf fehlen; aber wenn beim gedruckten Motiv irgendetwas nicht stimmt, macht das die Marke nur umso wertvoller (das nennt man dann Fehldruck)…

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