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Archiv vom Mai, 2016

11. Mai 2016

Geheimnisvolles lauert im buchplanet.ch

by Julia S.

Geheimbünde

Seit den Mysterienbünden der Antike haben geheime Gesellschaften Eingeweihte und Außenstehende fasziniert. Das Spektrum ist breit: Illuminaten, Freimaurer, Rosenkreuzer, daneben tätige (P2) und kriminelle (Yakuza, Triaden, Mafia) Gruppen. Geheimbünde sind Gesellschaften und Gruppen mit Elementen der Geheimhaltung. Vor allem aber sind sie ein Thema der Imagination: Sie beschäftigen unsere Fantasie, sie verbinden sich mit Faszination, Hoffnung und Angst. Geheimbünde haben als eine Struktur religiösen und gesellschaftlichen Lebens eine Geschichte, die weit über die Mysterien der Antike zurückreicht. Zum Beispiel der Glaube an Hexen und Magier, ihre besonderen Kräfte und an den Schaden, den sie der Gesellschaft zufügen. Was im späten Mittelalter zu der aus der Antike und dem alteuropäischen Raum ererbten Hexenvorstellung hinzutritt, ist die Konstruktion einer „Hexensekte“, sozusagen einer eigenen schwarzmagischen Religion. Damit wurde ein Paradigma (eine bestimmte Art der Weltanschauung) geschaffen, das bis in die jüngste Vergangenheit unheilvoll wirksam war. Der historische Illuminatenorden; am 1. Mai 1776 gründet der erst 28-jährige Professor für Kirchenrecht Adam Weishaupt in Ingolstadt mit Studenten den Illuminatenorden (lat. Illuminati „Erleuchtete“). Dem Orden war nur eine kurze und wenig glanzvolle Geschichte beschieden, aber er wurde zum Ansatzpunkt für eine der erstaunlichsten Legendenbildungen in den Annalen der Geheimbünde. Name der Gründung war zuerst „Bund der Perfektibilisten“. Die „Mafia“ ist heute zu einem Synonym für organisierte Kriminalität geworden, meint aber von Hause aus einen Geheimbund, der seine Wurzeln im Sizilien des 19. Jhdts. hatte. Allgemeiner kann man immerhin von „mafiosen Organisationen“ sprechen. Mafia und Staat sind in gewisser Hinsicht immer Konkurrenzunternehmen, „Parallelsysteme organisierter Macht“. Persönliche Vorteilsverschaffung macht die Mafia für breite Kreise attraktiv, während ihre in vieler Hinsicht altertümlich-paternalistische Geheimbundstruktur ihr einen festen Rückhalt in manchen Kreisen schafft. Und ein Wort noch zu den Scientologen, deren erstes Ziel die Erreichung des Zustandes „Clear“ ist, der alle negativen Erfahrungen („Engramme“) vollständig bewältigt habe und über ein vollkommenes Gedächtnis, eine gesteigerte Intelligenz und geläuterte Emotionen verfüge sowie keine psychosomatische Störungen mehr aufweisen solle. Scientology verdient Analyse, vor allem als neuzeitliche Bewegung, die sich im Gegensatz zu den meisten „Sekten“ und Neuen Religiösen Bewegungen vollständig außerhalb der Matrix einer der traditionellen Religionen bewegt. In religionswissenschaftlicher Analyse stellt Scientology den neuzeitlichen Typ einer dualistischen, dezidiert gnostischen („Befreiung“ als Erkenntnisgeschehen) Mysterienreligion mit strikter Arkandisziplin dar. Äusserlich oft als Lebenshilfeangebot auftretend, zielt die innere Struktur von Scientology auf völlige Hingabe des Mitgliedes an die Ziele der Bewegung („a clear planet“). Sie setzt sich damit freilich auch regelmäßig dem Totalitärismusverdacht aus.

Tauchen Sie ein und finden Sie mehr Geheimnisse im Buch der Fakten darüber, das in unserem Shop auf „Geheimnisvolle Leser“ schon wartet. Mit mehr geheimen Gruppierungen, von früher und heute, eine interessante Zeitreise in allzu Menschliches!

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10. Mai 2016

Oh, mein Papa…

by Gabriel Weber

war eine wunderbare Clown, so heisst es in Paul Burkhards Operette Der Schwarze Hecht. Thema des Werks ist die Faszination Circus. Darum geht es auch in Circus. Faszination gestern und heute von F. K. Mathys.

Bereits aus der Antike sind circensische Quellen überliefert (und zwar nicht nur der berüchtigte circus mit den Gladiatoren). Wenn Jongleure, Akrobaten usw. auch kulturhistorisch älter sind, so war doch die Königsdisziplin im Circus seit jeher die Pferdedressur. Die Kunstreiter begründeten im späten 18. Jahrhundert den Circus im modernen Sinn. Antoine Franconi war es, der das aus dem Lateinischen stammende Wort in seiner Branche einführte, indem er sein Pariser Etablissement Cirque nannte. Weitere Pioniere waren Phineas Taylor Barnum (dessen „Circus“ allerdings mehr ein Kuriositätenkabinett war) Hans Stosch (besser bekannt unter seinem Künstlernamen Sarrasani), Carl Krone (der zeitweise über 800 Tiere sein eigen nannte) und natürlich unsere Knies (Blog vom 28. Mai 2015). Deren Circus war ursprünglich eine Seiltänzer-Gruppe – auch dies eine uralte Kunst. Schon früh wurde es im Circus üblich, zwischendurch, gewissermassen zur Auflockerung des Publikums, einen Spassmacher auftreten zu lassen: den von mittelalterlichen Hofnarren abstammenden Clown.

Ja, der Faszination des Chapiteau und der Manege kann sich kaum jemand entziehen. Übrigens: Der Schweizer National-Circus Knie ist gerade jetzt wieder unterwegs.

9. Mai 2016

Ach so & Sonst noch Fragen?

by Julia S.

Wieso haben Frauen kalte Füsse? Warum funkeln Sterne? Kann man im Moor untergehen? Weshalb schwimmt ein tonnenschweres Schiff? Dürfen wir unserer Erinnerung trauen? „Rangas Welt“ heisst das Buch im buchplanet.ch – Shop, von Autor Ranga Yogeshwar, der neben seinen Büchern über Fragen aller Art als Fernsehmoderator in seinen Sendungen (‚Quarks & Co‘, ‚Die grosse Show der Naturwunder‘ und ‚Wissen vor 8‘) auftritt und alles interessante der Wissenschaft in praktischen Beispielen sichtlich erklärt. In diesem Buch erläutert er die kalten Füsse der weiblichen Eleganz, mit Sinn & Verstand – Wie unser Körper funktioniert. Kann ein Aufzug abstürzen? – Technik für Anfänger; Hilft es, am Automaten die Münzen zu reiben? Warum haben Elefanten so grosse Ohren? – Das geheime Leben der Tiere. Ich würde ja sagen, dass der Elefant besser hören kann. Doch ebenfalls wird mir schlecht beim Titel: Warum wird mir übel, wenn man als Beifahrer liest? Was ist Normal? Und was ist Diesel? Woher stammt das Wort ‚Blog‘? Und eine Frage die wahrscheinlich viele interessiert: Warum sollte man im Lotto nie 1, 2, 3, 4, 5, 6 tippen? – Zahlen, bitte! Woher kommt die Null? Was macht die 13 so besonders? und Was heisst digital? Diese und noch viele Fragen, einfach und sympatisch erklärt und Rangas Zeichnungen versehen, vergehen mit diesen 617 Seiten wie im Flug! Dazu meine persönliche wissenschaftliche Frage…“Können Seiten wie im Flug vergehen?“ Ja, dass Seiten fliegen können, wissen wir alle, alle die schon mal versucht haben ein altes Buch mit losen Seiten – aus dem Fenster gehalten – zu lesen. Je höher das Stockwerk (11. Stockwerk ideal) desto breitgefächerter fliegen die Seiten auf den Boden. Es kann wie ein Geldnötchensegen aussehen.! 🙂

4. Mai 2016

Gefundenes – Bücherwürmer

by Julia S.

Gefunden bei uns in den Bücherstapeln. Lustiger Eintrag wem das Exemplar gehört. 🙂

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Nur hereinspaziert…

 

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„Meins.“ …“und meins!“

 

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….daraus.

3. Mai 2016

Joy heisst Freude

by Gabriel Weber

Manchmal schreibt das Leben Geschichten, wie kein Dichter sie besser erfinden könnte:

Es war einmal eine amerikanische Dichterin. Ursprünglich jüdischer Herkunft, später Kommunistin und Atheistin, schliesslich zum christlichen Glauben übergetreten. Unglücklich verheiratet, Mutter von zwei Söhnen. Sie kommt nach England, weil sie Abstand von ihrem Gatten braucht und weil sie einen Mann kennen lernen möchte, mit dem sie bereits Briefe gewechselt hat. Es handelt sich dabei um einen hochangesehenen Gelehrten und Schriftsteller aus Oxford, schon über 50 Jahre alt. Der überzeugte Junggeselle ist fasziniert von der Besucherin, genau dem intellektuellen Gegenüber, nach dem er schon lange gesucht hat. Die Zwei freunden sich an; der Oxford-Professor heiratet die kürzlich geschiedene Amerikanerin sogar standesamtlich, damit sie in England bleiben kann (eine sogenannte Scheinehe). Das Arrangement ist eine reine Formsache, die keinerlei Verpflichtungen mit sich bringt; die Eheleute leben auch nicht zusammen. Dann das Drama: Die frischgebackene britische Staatsbürgerin erkrankt an Krebs. Erst jetzt wird ihr Pro-Forma-Ehemann sich seiner wahren Gefühle bewusst. Als sie im Sterben liegt, werden die Dichterin und der Professor, beide gläubige Christen, an ihrem Krankenbett kirchlich getraut. Promt tritt – völlig überraschend – eine Besserung ein; der Herr Professor und die Frau Professor leben noch drei Jahre glücklich zusammen (jetzt wirklich als Ehepaar, für sie persönlich ist erst die religiöse Heirat tatsächlich verbindlich). Es sind für beide wohl die glücklichsten Jahre ihres Lebens.

Leider war C. S. Lewis, genannt Jack, und Joy Davidman, geschiedene Gresham, nur ein relativ kurzes gemeinsames Glück vergönnt. Brian Sibley erzählt in Späte Liebe diese aussergewöhnliche wahre Liebesgeschichte.