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Archiv vom Mai, 2016

31. Mai 2016

Schlechte Laune für Anfänger

by Gabriel Weber

Muss man eigentlich partout immer guter Laune sein? Immer fröhlich, immer lächelnd, immer gut drauf? Unser Umfeld scheint das zu verlangen. Gegenargumente liefert Thomas Prünte in seinem Buch Vom Sinn schlechter Laune.

Wir leben heutzutage in der reinsten „Positiv-Diktatur“: Man soll positiv denken, auch (und gerade dann) wenn es einem noch so miserabel geht. Im Beruf hat man stets hochgradig motiviert zu sein oder wenigstens so zu tun, als ob man es wäre. Nur ja nicht als Miesepeter bzw. Miesepetra oder gar als depressiv gelten! Tapfer und zuversichtlich sein, nur ja keine Schwäche zeigen! Alles im Leben muss reibungslos laufen. Muss? Es muss gar nicht. Der Autor dieses Buches vertritt die Theorie, dass schlechte Gefühle durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Sie sind nämlich Alarmsysteme, die uns warnen, wenn in unserem psychischen Haushalt etwas nicht stimmt. Wenn wir sie unterdrücken, richten wir in unserem Inneren unter Umständen grossen Schaden an. Natürlich darf man so fröhlich und optimistisch sein, wie man will. Aber eben nur wie man will, nicht wie man muss beziehungsweise zu müssen glaubt.

Also Schluss mit der dauernden Zwangs-Grinserei! Mut zu gesenkten Mundwinkeln! Und nicht vergessen: In den Peanuts (Blog vom 2. Juni 2014) darf Charlie Brown sogar ganz offiziell Trübsal blasen!

30. Mai 2016

Das streben nach Glück

by Julia S.


Was ist G 1

Die meisten von uns suchen ihr Glück, das vermeintlich unser Ziel sein soll. Wenige haben in ihrem regen Leben begriffen, dass ‚Glück haben‘ eine Form von ‚glücklich sein‘ ist. Das streben nach Glück ist also eher irreführend für unsere Gedanken. Besser man setzt sich damit auseinander, jeden Tag glücklich zu sein, oder wenigstens einmal pro Tag ein echtes Lächeln zu lächeln.

Hermann Hesse schreibt: Unter Glück verstehe ich heute etwas ganz Objektives, nämlich die Ganzheit selbst, das zeitlose Sein, die ewige Musik der Welt, das, was andre etwa die Harmonie der Sphären oder das Lächeln Gottes genannt haben. Dieser Inbegriff, diese unendliche Musik, die voll tönende und golden glänzende Ewigkeit ist reine und vollkommene Gegenwart, sie kennt keine Zeit, keine Geschichte, kein Vorher, kein Nachher…G 2

Hans im Glück: Das Märchen befasst sich direkt mit dem Thema GLÜCK. Hans ist glücklich, als er einen Goldklumpen für seine Arbeit bekommt. Doch dann tauscht er das Gold ein in ein Pferd, dann in eine Kuh, in ein Schwein, in eine Gans, in einen Stein. Jedes Mal ist er glücklich, dass er das Neue empfängt. Doch immer wieder wird es ihm beschwerlich. Als schließlich der Stein ihm ins Wasser fällt, fühlt er sich als der glücklichste Mensch von der Welt. Als er alles losgelassen hat, als er sich frei fühlt, da ist er glücklich. Er trauert dem, was er gelassen hat, nicht nach, sondern genießt den Augenblick. Doch Hans im Glück lernt das Glück. Zu Beginn seines Lehrweges meint er, das Glück würde im Reichtum, in der Kraft, im Genuss, im Erfolg bestehen. Erst allmählich lernt er, dass er umso glücklicher wird, je mehr er loslässt. Wenn er nur noch sich selbst hat, wenn er frei seiner Wege gehen und die Schönheit der Welt genießen kann, dann ist er wahrhaft glücklich.

Und Anselm Grün schließt ab: Wer frei ist von allen Leidenschaften, der kommt zum inneren Frieden und zum Glück. Sei gut zu dir selbst und achte auf das, was deine Seele braucht.G 3

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ÜBER DAS GLÜCKDIE JAGT NACH DEM GLÜCK

26. Mai 2016

Ding Dong

by Gabriel Weber

Victor Hugo ist einer der grössten Klassiker der französischen Literaturgeschichte. Aus meiner Schulzeit habe ich eine besondere Affinität zu seinem Roman Der Glöckner von Notre-Dame (Notre-Dame de Paris). Er spielt in Paris, im Jahre 1482.

Hauptperson ist ein junger Mann namens Quasimodo. Bucklig, verkrüppelt, einäugig, kurz: geradezu sagenhaft hässlich. Der Priester Claude Frollo hat ihn einst als Säugling ausgesetzt auf den Stufen von Notre-Dame gefunden, und zwar am Sonntag nach Ostern (französisch quasimodo, daher der Name). Frollo hat sich des Findelkindes angenommen, es aufgezogen und ihm eine Stelle als Glöckner in der Kathedrale Notre-Dame verschafft. Doch eines Tages erscheint Esmeralda auf der Bildfläche: Fahrende, Tänzerin, jung, umwerfend schön, femme fatale wider Willen. Schon bald sind alle in sie verknallt – Frollo, eigentlich zum Zölibat verpflichtet; der Offizier Phoebus de Châteaupers, eigentlich mit einer jungen Dame aus der besten Gesellschaft verlobt; und der Glöckner Quasimodo, eigentlich nicht gerade ein Ausbund an Sexappeal. Dann ist da noch der Dichter Pierre Gringoire, der von der Gesellschaft der Diebe und Bettler mit Esmeralda „verheiratet“ wird. Mal sehen, wer in diesem Gedränge das Rennen macht…

Ein wichtiger Hinweis: Es handelt sich hier um eine Tragödie. Man braucht sich also keine Hoffnungen auf ein Happy End zu machen!

25. Mai 2016

Lesezeichen 32 – Frühlingsfacetten

by Julia S.

Ob Ferien am Meer schon, den Weg der Erkenntnis gehen oder dem Schätzchen ein Zeichen der Liebe senden, der Frühling zeigt viele Facetten, was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung in den meist noch frischen aber schon blühenden Monaten?

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24. Mai 2016

Der kleine Diktator

by Gabriel Weber

Über den Mikrokosmos Internat und die kuriosen Blüten, die er zuweilen treibt, habe ich schon einmal geschrieben (Blog vom 11. November 2014). Zum gleichen Genre gehört auch Unter Freunden von Thomas Fuchs.

Als die beiden Teenager Sara und Leo ins Internat Hausenthal (weit draussen auf dem Land, irgendwo in der Gegend von Kassel) kommen, gefällt es ihnen zunächst ganz gut. Bis sie begreifen, was dort gespielt wird: Ein Mitschüler namens Greg ist gewissermassen der unumschränkte Herrscher über Hausenthal, die ganze Schule tanzt nach seiner Pfeife, die Schüler ebenso wie die Lehrer. Und wie macht er das? Mit Drohungen, Erpressungen, roher Gewalt? Nee, weit gefehlt. Gregs Methoden sind wesentlich subtiler. Er versteht es nämlich meisterhaft, Menschen zu manipulieren. Er ist zu allen nett, kümmert sich um alle, hilft allen… aber natürlich nicht umsonst. Wenn jemand dem charismatischen, liebenswürdigen Greg anvertraut, irgendeine Leiche im Keller zu haben (und das hat an dieser Schule fast jeder), wird er nicht etwa erpresst – Greg mimt den verständnisvollen Mitwisser und bringt sein Opfer dadurch erst recht in seine Gewalt. Praktisch alle schulden ihm etwas, entweder Geld (der Schuft betreibt nebenbei auch ein florierendes Kreditgeschäft) oder „kleine Gefälligkeiten“. Die Leute sollen ihn nicht fürchten, sondern sich ihm verpflichtet fühlen – und deshalb tun, was er will. Dieses System funktioniert ganz ausgezeichnet. Greg verfolgt damit offenbar keinen bestimmten Zweck; er berauscht sich schlicht und einfach an der Macht, die er über Andere ausübt. Und wenn jemand mal nicht pariert, ist es leicht, durch eine kleine Intrige dafür zu sorgen, dass der oder die Betreffende von der Schule fliegt. Sobald Sara und Leo diesen Sachverhalt in seiner ganzen Tragweite erfassen, beschliessen sie, Gregs Tyrannei ein Ende zu machen. Die Frage ist nur: Wie?

Der Autor präsentiert mit dem Westentaschen-Diktator Greg einen geradezu gefährlich faszinierenden Schurken. Übrigens spielt Fondue eine nicht unwichtige Rolle.

23. Mai 2016

Gefundenes – Im Leben unterwegs

by Julia S.

Stolz ein Schweizer/in zu sein? Na, dann können sie auch einen Schweizermilitärkompass bedienen, oder? Die Buben und Mädchen lernen den Umgang mit dem Kompass im Idealfall in der Schule, die Männer nochmals im Militär. Offenbar brauchen die Männer doppelte Wegweisung. 😉 Kleiner Scherz am Rande. Ich habe in unserer ‚heiligen Halle der Bücher‘ ein Buch entdeckt, mit integriertem Kompass, sehr praktisch will ich meinen. Auch wenn das Exemplar der Grösse und des Gewichtes nach nicht gerade auf leichte Wanderungen mitzuführen sein wird. Für alle die keine Ahnung haben von was ich da gerade erzähle, die lediglich wissen, dass ein Kompass, zwar eine Nadel hat, sich aber denken können, dass diese nicht zum nähen geeignet ist, habe ich eine sehr gute Nachricht; jeder kann von diesem Wegweiser die Richtung ablesen! Die Nadel zeigt zurzeit mit ihrer Roten Nadel nach links da steht nicht W für West, sondern MUT. Die andere Nadelstpitze in weiss zeigt nach rechts und betitelt nicht O für Ost, sondern WUT. Oben im Norden N steht für WERT und unten im Süden S WISSEN (wie… wir WISSEN dort ist es immer warm.) Mit dem Titel „DER CHANGE NAVIGATOR – Im Wandel wachsen“ (im A & O des Wissens Verlag, Zürich erschienen) erläutert Hans Rudolf Jost, der seit Jahren Unternehmen coacht, in den Bereichen „kreative Problemlösungen“ und „Prozessbegleitung“ mit seinem Schwerpunktthema ‚Wandel‘. Er war während über 20 Jahren in Marketing und Werbung tätig, leitete als kreativer Kopf eine Agentur für Kommunikation und ist Kulturveranstalter der in einem Leben voller ‚Wandel‘ steht. Der CHANGE NAVIGATOR ist ein neues Führungsinstrument. Er hilft, Prozesse des Wandels in Organisationen effektiver zu gestalten und nachhaltiger zu verankern, auch menschliche und unternehmerische Stärken zu entwickeln. Dem Autor gelingt es, die komplexen Zusammenhänge des Change und real existierende Unternehmenskulturen ebenso treffen wie mit philosophischer Distanz aufzuzeigen.

Navi 2

Ein spannendes Thema nicht nur für Unternehmer/innen, auch für alle die sich für den Wandel der Zeit, der Menschen an sich interessieren. Mit Statistiken, Tabellen, Diagrammen und Stichworten und kurzen Kapiteln macht dieses Lesevergnügen doppelt Spaß. Wie viel Prozent haben Sie sich schon gewandelt in ihrem Leben?

 

19. Mai 2016

Königin Alexandrine

by Gabriel Weber

An der Spitze eines Weltreichs stand einst eine kleine, rundliche alte Dame. Von einer vielköpfigen Familie umgeben, aber irgendwie doch einsam, stets ganz in schwarz gekleidet, ein lebendes Denkmal ihrer selbst: Ihre Majestät Alexandrine Victoria, von Gottes Gnaden Königin des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und Irland, Verteidigerin des Glaubens, Kaiserin von Indien, besser bekannt als Queen Victoria (1819-1901).

1819 geboren. verlebt Alexandrine Victoria eine recht freudlose, einsame und unterdrückte Kindheit im Londoner Kensington Palace. Erst als sie, gerade achtzehn geworden, eines Morgens früh aus dem Bett geholt wird, um (noch in Morgenrock und Pantoffeln) zu erfahren, dass ihr Onkel William gestorben und sie folglich ab sofort Königin sei, ist Victoria endlich unabhängig. Sie entzieht sich dem Einfluss ihrer dominanten Mutter, der Duchess of Kent. Diese hat, zusammen mit ihrer deutschen Verwandtschaft, bereits den idealen Bräutigam für ihr gekröntes Töchterchen ausgeguckt: Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha. Völlig überraschend verlieben Victoria und Albert sich ineinander – die von langer Hand geplante Verbindung wird sehr glücklich. Als Albert im Alter von nur 42 Jahren stirbt, ist Victoria, die in der Zwischenzeit neun Kinder zur Welt gebracht hat, untröstlich. Jahrelang verkriecht sie sich, erst dann nimmt sie, unter dem massiven Druck der Öffentlichkeit, ihre Amtspflichten wieder auf. Während sich das britische Empire immer weiter über den Globus ausdehnt und die Enkel und Urenkel der Königin sich im europäischen Hochadel ausbreiten, wird die „Witwe von Windsor“ immer mehr zur lebenden Legende. Ihre Prüderie und ihre moralische Engstirnigkeit sind sprichwörtlich; das Zeitalter, dem die Menschen ihren Namen geben, steht zugleich für Glanz und für Elend. Als Victoria 1901 in Osbourne House auf der Isle of Wight stirbt (in Gegenwart ihres ältesten Enkels, des deutschen Kaisers Wilhelms II.), ist für alle klar: Nun ist eine Epoche zu Ende gegangen.

Jetzt bei buchplanet.ch: Her little Majesty. The Life of Queen Victoria von Carolly Erickson.

18. Mai 2016

Auf zu neuen Ufern!

by Julia S.

HERZLICHE GRATULATION

– G A B R I E L   W E B E R – ZU DEINEM  2 5 0. ZIGSTEN BLOG-EINTRAG! 🙂 (gestern) Eine kleine Dankesrede für DICH! (Lies den Text und setze die oberen Bildworte bei … ein)

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…wir

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dein …planet-Team gratuliert dir

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…lich

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…unsere friedliche Zusammenarbeit.

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Deine Blogs sind nicht einfach

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bei dir gibt es…

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wir geniessen deine…

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und… mit

9 ganz besonderen...

ganz besonderen… ’n.

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…hast du deine Storys,

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ein… sozusagen.

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Du bist für uns…

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du schenktest uns nicht nur… 3 Werke sondern wir feiern mit dir GABRIEL deinen 2 5 0. zigsten BLOG-EINTRAG!!!

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Du hast uns überzeugt, dass du ein super guter Schreiber bist mit deinen…

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du bist…

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unser …in der Brandung,

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ich danke dir für deine…

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Im…

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es ist noch lange kein… in Sicht und darüber freuen wir uns ganz besonders!

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Es ist sehr interessant mit dir…

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…sein

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die …mit dir zu verbringen ist sehr lehrreich.

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Wir hoffen auf eine weitere… von grossartigen Geschichten aus deiner „Tippfeder“,

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danken dir von…

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und wünschen, dass D’…. von Glück und Zufriedenheit gepflastert ist!

Also auf ein Weiteres  –  auf zu NEUEN Ufern!

17. Mai 2016

Jubiläum

by Gabriel Weber

Hochgeschätztes Lesepublikum! Heute veröffentliche ich den 250. Blog meiner Karriere. Grund genug, einmal zurückzuschauen.

Ich schreibe meistens über Bücher, die man im Katalog von buchplanet.ch findet. Da sind Klassiker der deutschsprachigen Literatur wie Thomas Mann (20. Januar 2014, 10. September 2015), Heinrich Mann (13. Februar 2014) und Klaus Mann (25. Februar 2014), Friedrich von Schiller (23. Juli 2015, 16. Februar 2016), Carl Zuckmayer (18. August 2015, 1. Dezember 2015), Wilhelm Busch (16. Juni 2015), Gottfried Keller (14. April 2016) und Ferdinand Raimund (31. März 2015). Auch Autoren, deren Werke im Allgemeinen als weniger hochstehende Literatur gelten, werden erwähnt, wie Karl May (31. Oktober 2013, 31. März 2016), Vicki Baum (27. Februar 2014) und Hedwig Courths-Mahler (24. Februar 2015). Ferner findet man Klassiker aus anderen Sprachräumen, zum Beispiel Molière (30. September 2014), George Bernhard Shaw (24. März 2016), Edgar Allan Poe (25. Juni 2015), Henry James (14. Oktober 2014), Sinclair Lewis (19. November 2015), Oscar Wilde (18. März 2014) Mark Twain (20. März 2014) und Jules Verne (22. August 2013, 20. August 2015). Auch die Kriminalliteratur kommt zum Zuge, besonders mit Dame Agatha Christie (27. Januar 2014, 16. Oktober 2014). Das Fantasygenre ist auch vertreten (13. September 2013, 2. Dezember 2013, 8. Januar 2015), ebenso Literatur für Kinder und andere intelligente Leute (10. Dezember 2013, 4. Februar 2014, 23. Oktober 2014, 11. Februar 2016).

Natürlich habe ich auch schon Sachbücher besprochen, beispielsweise Biografien bzw. Memoiren von Madame de Maintenon (1. September 2015), August dem Starken (18. Juni 2015), Pu Yi (18. November 2013), Sarah Bernhardt (27. Oktober 2015), Josephine Baker (19. August 2014), Peter Alexander (7. August 2014), Harry Houdini (7. Januar 2016), Jiddu Krishnamurti (8. Dezember 2015), Cäsar Ritz (18. November 2014) und Louis Braille (28. April 2105). Historische Ereignisse wie die Ermordung der Zarenfamilie (16. Dezember 2013), der Untergang der Titanic (29. April 2014), die Protokolle der Weisen von Zion (22. Oktober 2015) oder der Wiener Kongress (22. September 2015) kamen auch schon vor.

Ich hoffe, dass Sie, geschätztes Publikum, auch weiterhin meine Besprechungen lesen (und vielleicht, eventuell, möglicherweise sogar die betreffenden Bücher kaufen).

12. Mai 2016

Das Buch der Bücher

by Gabriel Weber

Buchplanet.ch lebt, wie der Name sagt, von Büchern. Zehntausende davon stehen oder liegen bei uns in den Regalen und warten auf Käufer. Doch wie entsteht so ein Buch überhaupt? Dazu lese man Wie kommen die Bücher auf die Erde? von Rainer Groothuis.

Wer macht den Anfang? Der Autor, logisch. Er kann schreiben (hoffentlich!), hat eine Idee (oder meint es zumindest) und verfasst ein Manuskript, das er dann einem Verlag anbietet (in der Regel ungebeten und erfolglos). In Ausnahmefällen kommt zwischen dem Verlag und dem Autor ein Vertrag zustande. Dann ist der Lektor dran. Das Wort kommt vom lateinischen „legere“, was „lesen“ bedeutet. Genau das tut der Lektor: lesen. Wenn er also das Manuskript gelesen und für gut befunden hat, geht die Herstellung ans Werk, das heisst die industrielle Fabrikation der Bücher. Vieles muss festgelegt werden: Format, Schrifttyp, Schriftgrösse, Zeilenabstand, Satzbreite, Papier, Abbildungen, Einband, Schutzumschlag, Typografie usw. usf. Gleichzeitig setzt sich die Werbemaschinerie in Bewegung (man will die Bücher ja schliesslich nicht nur herstellen, sondern optimalerweise auch noch verkaufen). Böse Zungen behaupten, mit guter Werbung könne auch das schlechteste Buch ein Bestseller werden…

Und wo landet das Buch zu guter Letzt? Entweder beim Leser (meistens wünschenswert) oder im Müll (meistens bedauerlich).