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Einblick – FLUCHT

von Julia S.

Ein grosser Bildband in unserem Shop gefunden (Titel; Flucht, in der Rubrik Kultur+Geschichte): Seit Anfang der 90er Jahre beschäftigen sich die Fotografen von SIGNUM mit dem Thema Flucht und Vertreibung. Mit ihren Bildern dokumentieren sie zum einen das Leben von Flüchtlingen in Deutschland in Zeiten wachsender Fremdenfeindlichkeit, zum anderen Flüchtlingsbewegungen und deren Ursachen in weltweit mehr als zwanzig Ländern. Die Fotografen wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und in Zeitungen und Zeitschriften publiziert.

Wo haben wir das schon mal gehört? Menschenmassen wandern! Aber nicht zum Vergnügen. Sie flüchten aus ihrer gewohnten Umgebung. Jugendliche verlassen ihre Mutter und ihren Vater, Familien ihre Verwandten, die sie vielleicht nicht wiedersehen. Leute hinterlassen ihr Dorf, ihre Stadt, ihr Land.

Wie viel braucht es – was meinen Sie? – bis Sie ihr ganzes Hab und Gut zurück lassen. (Scherzhafterweise werden wir in einer Gruppe gefragt: „Welches Ding würdest Du mitnehmen auf eine einsame Insel?“ Die Antworten sind meist: ein Sackmesser, mein Lieblingskissen, mein Schatz, eine Flasche Wasser!) Was aber würden Sie mitnehmen auf eine Reise ins absolut Ungewisse, eine Reise ohne Wiederkehr, in Ihre Heimat, in Ihre gewohnte Umgebung? Eine Flucht ins Ausland, oder sogar über viele verschiedene Länder? Wenn Sie gleichzeitig daran denken, dass es den alten Ort gar nicht mehr gibt! Alles was Sie je gesehen haben dort, alles Bekannte, jeder Baum, ein Bach, das Nachbarhaus – sie stehen nicht mehr, nichts ist mehr da wo es einst war.

Was würden Sie auf Ihre ganz persönliche FLUCHT mitnehmen? Nicht viel Gepäck, vielleicht, wenn Sie noch ein Kind tragen müssten? Wahrscheinlich ist das Sackmesser wohl – aus der Spielfrage – das Nützlichste. Aber trotzdem. Für welche Dinge würden Sie sich entscheiden? – – – Kann man das überhaupt beantworten? Muss man nicht in dieser Situation sein um Verstehen zu können was das wirklich bedeutet?

Vielleicht ist das Thema FLUCHT nie inaktuell. Und es tritt nur mehr in unsere offenen Augen und Ohren, je grösser die Menge der Wandernden Menschen ist. ABER HEUTE IST ES AKTUELL. Schon wieder. So viele. So hilflose, Kinder und Erwachsene, Mütter, Väter, alle!  – Ich denke FREUNDLICH und LIEBEVOLL  an sie. Ich hoffe das wird bald auch jeder Schweizer tun. Und nicht Angst haben um unser Hab und Gut. Das sicher gelagert ist, in einem schon lange krieglosen Land.

Hinweis zur Unterstützung der heutigen Flüchtlinge: www.babytragenspenden.ch (und andere Artikel) – ganzer Bericht in unserer Stiftungszeitschrift „EINBLICK“ Ausgabe 1 – 2016, Seite 18. Erhältlich in allen Tosam-Betrieben.

Danke für DEINE Nächstenliebe! 😉

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