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Gefundenes – Doppeltrottel. Amen.

von Julia S.


Ein dickes, breites Buch, ziemlich quadratisch, gefüllt mit witzigen und anderen Texten, Briefen, Zeichnungen eine Sammlung offenbar von dem Autor Hermann Walther selbst und gesuchten Geschichtsschreibern, mit Namen und anonym war der Aufruf offenbar aus seinem Bekanntenkreis. Denn Heidenspass tut wohler als Christenernst, meint er. Eine Broschur also zum Anlass  HERMANN WALTHER FÜNFZIG um 1987 aus Grüt-Gossau bei Zürich.

Die ersten Worte „Ich wurde geboren, weiss Gott warum. Ich lebe. Manchmal weiss ich ein wenig warum. Fürs Vaterland nicht, der Vater hatte nie auch nur einen Meter davon. Ich werde sterben, der Teufel weiss warum! Ich hoffe bewusst. Soviel weiss ich heute. Es wird noch weniger werden. Sokrates wusste mit 70 nichts mehr – und war doch wirklich ein grosser Mann?“

Unter dem Titel Quizli zum Aufwärmen in den vorderen Seiten fand ich Überlegbares… ‚Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstossen und es klingt hohl, ist das allemal das Buch?‘ oder ‚Weil das Leben reicher ist als ich, kann ich es nicht gewinnen, indem ich mich anpasse. Nichts führt daran vorbei, dass ich aus mir heraus wachsen muss.‘ Womit ich sehr wohl übereinstimme, ebenfalls auch mit diesem; ‚Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll.‘ Ich lache auch gerne mit ‚Ernst tötet. Humor lügt. Satire verzerrt. Wie also schreiben? Trauernd. Ist trauernd denn sachlich? Ist sachlich denn wahr?‘ und ‚Worte Schall und Rauch wie Namen? Bist ein Doppeltrottel. Amen.‚ was schon alleine ein Zungenbrecher ist.

In den letzten Worten erklärt der Schreiberling persönliches in PS1: Er hätte von diesem Aufruf zu seinem 50zigsten genug Briefe erhalten zum lesen bis er 69 Jahre alt sei, ohne einmal zu antworten. In PS2: Tun ihn am leidesten die Freunde, die er beim Versand vergessen hat – Entschultigt er sich! Es kann versanden bedeuten. Muss aber nicht. Und in PS3 zu guter Letzt: ‚Die Summervögeli auf jeder Seite unten, waren dazu gedacht eine Grundstimmung zu schaffen, oder so etwas wie ein „fleischiger z’Morge für den guten Tag!“ Die Franzosen nennen ihn „papillons“, in mikroskopischer hingegen „papillons d’amour“ – o – a – o – aa – ooo… au! bi üüs Filzlüüs.‘

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Stempel ist genauer zu betrachten…

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