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Archiv vom April, 2016

28. April 2016

Der See in der Wüste

by Gabriel Weber

Jedes Kind kennt das Phänomen der Fata Morgana: Luftspiegelungen, die einem beispielsweise mitten in der Wüste einen See vorgaukeln, der in Wirklichkeit gar nicht da ist. Jetzt bei buchplanet.ch: Als die Berge noch Flügel hatten. Die Fata Morgana in alten Kulturen, Mythen und Religionen von Helmut Tributsch.

Heute weiss man, dass diese seltsamen Erscheinungen am Horizont (die übrigens nicht nur in der Wüste, sondern auch auf dem Meer oder in Schneelandschaften auftreten können) etwas mit den Lichtstrahlen und der Dichte der Luft zu tun haben. Aber in früheren Zeiten waren Luftspiegelungen unerklärlich – Die Menschen erblickten darin je nachdem den Himmel oder die Hölle, den Eingang zum Paradies oder den Anfang vom Ende. In vielen Mythologien der Welt gibt es Motive, die möglicherweise auf Luftspiegelungen zurückzuführen sind. Der Fliegende Holländer und andere Geisterschiffe, verwunschene Städte oder geheimnisvolle Inseln… Der berühmte See in der Wüste ist nämlich nur eines von zahlreichen Modellen im Luftspiegelungskatalog. Es gibt auch schwebende Inseln, kopfstehende bzw. gespiegelte Berge, Kamele am Himmel (kein Witz!), Bäume oder Säulen, die bis in den Himmel reichen, und noch vieles mehr.

Einfach irre, was die Natur den Menschen für Streiche spielt. Und begreiflich, dass frühere Generationen grossen Respekt vor diesen Erscheinungen hatten.

27. April 2016

Die Pille zum Lachen

by Julia S.

Dr. med. Eckart von Hirschhausen ist heutzutage verbreiteter bekannt denn je, der ehemalige Doktor der sich in die Welt der Komiker begeben hat. Er ist ein Moderator, Zauberkünstler, Kabarettist, Comedian und Schriftsteller. Mit Witz und Charme erzählt er eine Kombination aus seinen erlebten Arztgeschichten und witzigen menschlichen Begebenheiten. Man lacht vor allem deshalb, weil man ähnliches selbst schon erlebt hat und fühlt sich verstanden, weil man merkt, dass es anderen genau so geht. Also eigentlich eine zum Teil unangenehme Wahrheit, die aber ihren Reiz hat, weil die Menge das Selbe tut. In seinem Buch „DIE LEBER WÄCHST mit ihren Aufgaben“, erzählt er Geschichten die es in sich haben. Zu den Themen ‚Männer und Frauen‘ unter anderem „Pheromone – Der Nase nach zum Traumpartner“, „Haare – von der lockigen Versuchung bis zum Trennungsgrund“ und „Schadenfreude – Mit einem Stromstoss zur Geselligkeit“. Unter dem Haupttitel ‚Sex und seine Folgen‘ erläutert er „Cellulitis – Die Dramen der Damen“. ‚Nachts‘ belebt er uns mit „Matratzenkauf – Wie man sich bettet, so tönt es heraus“, „Schnarchen – Mit dem Gaumensegel hart am Wind“ und „Ausschlafen – Aufgeweckte, legt euch hin!“. Auch den ‚Sport‘ vergisst er nicht, dazu gibt es „Heimspiel – Zu Hause unbesiegt“, „Kopfball – Erschütternde Wissenschaft“ und „Bewegung – Ich bin doch nicht blade“! Dazu schreibt er im Voraus ein ‚Fast-Vorwort‘; „Vorwörter liest doch eh keine Sau“, meint mein Lieblingsfernsehgastgeber und öffentlich-rechtlicher Privatpatient Harald Schmidt. Und deshalb erspart er sich das Schreiben und Ihnen das Lesen. … Am Schluss notiert er: Harald Schmidt, Köln im April 2008, vor Diktat verreist. 

Sein schriftstellerisches Können beweist Hirschhausen in seinen Büchern DIE LEBER WÄCHST MIT IHREN AUFGABEN und GLÜCK KOMMT SELTEN ALLEIN in unserem Shop in mehreren Ausgaben erhältlich. Viel Vergnügen dazu und wie wir ja wissen ist Lachen sehr gesund. Also machen Sie sich auf die Socken, wer Schwein hat, hat auch ein Hirsch…hausen!“ 🙂

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26. April 2016

Die durchgeknallten Professoren

by Gabriel Weber

Vor langer Zeit (am 24. Oktober 2013, um genau zu sein) habe ich über Mary Shelleys Frankenstein geschrieben. Viktor Frankenstein ist das Paradebeispiel einer Spezies, die aus Literatur und Film nicht wegzudenken ist: des mad scientist, des „verrückten Wissenschaftlers“.

Ein mad scientist zeichnet sich dadurch aus, dass er von seiner Arbeit besessen ist. Er lebt nur für seine Forschung und nimmt dafür jede Entbehrung in Kauf. Es gibt zwei Kategorien: Da ist zum Einen der Gute, der für den Fortschritt der Wissenschaft und zum Wohle der Menschheit arbeitet. Er ist in der Regel ein Exzentriker, aber nicht unsympathisch; oft hat er etwas liebenswert-kindliches an sich. Aber er kann auch zur Gefahrenquelle werden, nämlich dann, wenn seine Erfindungen in die falschen Hände gelangen – oder wenn seine Arbeit ausser Kontrolle gerät. Zum Anderen der Böse, der selbstsüchtige Motive verfolgt, vielleicht sogar die Weltherrschaft anstrebt und für seine Forschungen auch den Tod von Menschen in Kauf nimmt. Schon früh war der Typ des „verrückten Alchemisten“ bekannt, der – und zwar ohne Rücksicht auf Verluste – Gold oder ein Lebenselixier herstellen wollte. Überhaupt waren Naturwissenschaftler einst grundsätzlich verdächtig; jeder Versuch, die von Gott geschaffene Natur zu ergründen oder sogar in sie einzugreifen, galt als potentiell ketzerisch. Im 18. und 19. Jahrhundert führte der wissenschaftliche Aufschwung dazu, dass man glaubte, die Forschung sei praktisch zu Allem imstande. Gleichzeitig gewannen durch die Aufklärung die experimentellen Laborwissenschaften (besonders die Chemie) an Bedeutung – während die Universalgelehrten der alten Schule langsam ausstarben. Dies alles förderte das Bild des älteren Mannes im Laborkittel.

Genie und Irrsinn, Nutzen und Gefahren des Fortschritts… Verrückte Wissenschaftler eignen sich hervorragend für Satire, Gesellschaftskritik und zum Ausdruck allgemeinen Unbehagens. In meiner Blog-Karriere bin ich ausser Frankenstein auch anderen klassischen mad scientists begegnet, etwa Robert Louis Stevensons Dr. Jekyll (3. Dezember 2015), H. G. Wells‘ Dr. Moreau (3. November 2015) und Jules Vernes Professor Schultze (22. August 2013).

25. April 2016

Titelbilder – Spruchreif

by Julia S.

Sprüche sind vielseitig verwendbar. Wir brauchen sie für diverse Lebenssituationen, senden sie an Freunde und Familie, begleiten damit Wege im Leben anderer und möchten ihnen so sagen was wir mit unseren eigenen Worten vielleicht nicht ausdrücken können, wie wir das gerne möchten. Damit wir mehr Freude bringen! Auf einer Geburtstagskarte zum Beispiel, ein Spruch schnell zur Hand und in eine hübsche Bildkarte geschrieben, ein Ausdruck der Liebe für unsere Mutter zu ihrem Feiertag, ein Wort der Entschuldigung für den Nachbarn, ein Trauerbegleiter in Dunkler Zeit oder ein Willkommensgruss für ein Baby und ein Mutmacher für die Freundin. In unserem Shop präsentiert sich eine herrliche Auswahl Sprüchebücher unter der Rubrik Belletristik; Miniaturbücher & Geschenkbände; Geschenkbände & Broschüren. Hier einige andere schöne Beispiele…

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21. April 2016

Schund und Schmutz

by Gabriel Weber

Sherlock Holmes ist zweifellos der berühmteste Detektiv, den die Kriminalliteratur je erlebt hat. Sir Arthur Conan Doyle hatte mit seinen Holmes-Geschichten so grossen Erfolg, dass die Nachahmungen nicht lange auf sich warten liessen. In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg (der Blütezeit des Groschenromans) erschien in Deutschland eine Reihe von broschierten Bänden mit dem Titel Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs.

Diese kurzen Kriminalgeschichten stammen nicht aus Arthur Conan Doyles Feder, sondern wurden von verschiedenen anonymen deutschen (wenn ein Sir John Morgan als „Sir Morgan“ bezeichnet wird, können es kaum Briten sein!) Autoren verfasst. Es handelt sich dabei um sogenannte Schundliteratur: einfach gestrickt, aber reisserisch, sensationell, es kann gar nicht spektakulär genug sein. Da ist etwa Der Mädchenmörder von Boston, der als Besitzer eines Wurstladens seine mörderischen Triebe wirtschaftlich zu nutzen versteht; Ein verbrecherischer Arzt, der mittels eines U-Bootes in der Themse schwimmende Jungen kidnappt, um an ihnen medizinische Experimente durchzuführen; oder Der Vampir von London, der sein Opfer durch einen gezielten Biss in die Halsschlagader tötet. Es wird dauernd gemordet, manchmal sogar reihenweise. Und zwar nicht einigermassen sauber und ordentlich, beispielsweise mit Gift, sondern selbstverständlich so blutig wie möglich. Natürlich darf auch die notorisch dämliche Polizei nicht fehlen. Und den Schurken sieht man das Schurke-Sein meistens schon von Weitem an… Mit dem Original-Holmes hat der Held der Geheimakten, abgesehen vom Namen, nur wenig zu tun: Man erfährt zum Beispiel kaum etwas über sein Leben ausserhalb der Verbrecherjagd (das Geigenspiel fehlt ebenso wie der gelegentliche Drogenkonsum). Holmes‘ Assistent Harry Taxon ist, im Gegensatz zu dem relativ eigenständigen Dr. Watson, ein kaum zwanzigjähriges Jüngelchen, das überhaupt nur für den „Meister“ und dessen Arbeit zu leben scheint.

Ein Sammelband mit originalgetreuen Nachdrucken von 15 Fällen Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs ist bei uns erhältlich. Buchplanet.ch kennt nämlich keine Berührungsängste mit Schund und Schmutz!

20. April 2016

Immer noch das gleiche!

by Julia S.

MOBBING

Nichts ist so schrecklich, wie jeden Morgen auf das zugehen zu müssen, was einem verhasst ist und viel Angst macht. Kennen Sie das? Gehen Sie gerne zur Arbeit? Magst Du Deine Mitschüler? Ich denke die Schule ist wohl der Quell allen Übels was das Mobbing betrifft, die Täter sind unglaublich erfinderisch und der Akt ist kaum glaubwürdig nachzuweisen, vor allem das stille Quälen. Die „Hühner“ (Freundinnen) tuscheln etwas abseits miteinander, werfen sich verständige Blicke zu und das Opfer weiß genau was es bedeutet. „Du bist anders, deshalb bist du doof!“ Das kann etliche banale Gründe haben, jemanden nicht mögen zu wollen und ihn aus Klicken auszuschließen. Falsche Kleidung, falscher Style, arme- oder komische Familienverhältnisse, extrem Schüchtern und so weiter die Liste ist beliebig ausschmückbar. Obwohl von Täter und Opfer fachlich die Rede ist, kommt das Gesetz und die Gerechtigkeit hier kaum zum Zug. Ein trauriger Zustand für die Hilflosen. Damals und Heute. Bei der Arbeit für Erwachsene nämlich das selbe Spiel. Genauso banal eigentlich, weil es sich meist um einen Konkurrenzkampf handelt, (animalisches Verhalten) und die üblichen von der Schule bekannten Nicht-mögen-Strategien.

Es gibt mittlerweile einige Bücher für Menschen, die sich selbst helfen möchten. Sich Mut anlesen, Kraft zu tanken und lernen wollen zu erkennen, dass sie keineswegs die Einzigen sind, denen Mobbing passiert. Darin ist nachzulesen, wie man z. B. „Konflikte am Arbeitsplatz erkennen, offen legen und lösen“ kann aus dem Buch „Mobbing, von Trude Ausfelder im Heyne Verlag: ISBN 3-453-18068-2“. Oder „Sei stark! Selbstbewusst gegen Mobbing, Ausgrenzung …und was dich sonst runterzieht“ von Nick Vujicic  der ohne Arme und Beine auf die Welt gekommen ist, selbst mit Ausgrenzung zu kämpfen hatte und nun aber ein Ermutiger für andere ist. Erschienen im Brunnen Verlag 2014, ISBN 978-3-7655-0926-1. Er meint: Jeder Mensch ist wertvoll. Dem stimme ich voll und ganz zu. (Weitere spannende Bücher über Lebenshilfe von Nick Vujicic in unserem Shop erhältlich)

Angst hat viele Gesichter. Wenn der Druck zu hoch wird, der Stress zu lange dauert, der durchaus von Mobbing herrührt, kann Panik daraus entstehen. Angstzustände und Panikattacken sind weit verbreitet in unserer Gesellschaft. Tendenz leider steigend, weil wir immer weniger auf unser Gegenüber acht geben. In „Angst bewältigen, Selbsthilfe bei Panik und Agoraphobie“ informiert die Autorin Sigrun Schmidt-Traub über Tipps an wen man sich wenden kann, wenn man sich die Selbsthilfe nicht zutraut oder wenn man Unterstützung in Selbsthilfegruppen sucht. Das Buch wird vielen Menschen Mut machen und aus einer bedrückenden Lebenssituation heraushelfen. (In unserem Shop zu finden)

Ich wünsche allen, die mit Mobbing je in Berührung gekommen sind, oder jetzt darunter leiden, viel Kraft um im Alltag durchzuhalten, Mut nicht aufzugeben, Hoffnung daran zu glauben, dass es eine Veränderung geben kann! Stehe zu Dir selbst und suche dir Hilfe wie du magst. Ein Selbsthilfebuch, eine Gruppe um darüber zu sprechen, eine Ärztin vom Fach und gute Freunde wo du dich wohl fühlst.

19. April 2016

Alles begann in der U-Bahn…

by Gabriel Weber

In der Berliner U-Bahn trifft man ja alle möglichen Leute an. Aber was einer jungen Frau namens Aileen auf dem Weg zur Arbeit widerfährt, ist erst der Anfang der Verwicklungen in Janika Nowacks Das Lied der Banshee.

Aileen, 17 Jahre jung und von Beruf Lehrtochter in einer Tischlerwerkstatt, ist gerade allein auf dem Heimweg von einem Konzertbesuch mit ihrem Arbeitskollegen (und heimlichen Schwarm) Thomas, als sie von unbekannten Männern tätlich angegriffen wird. Doch irgendwie (wie, weiss sie selber nicht) bringt sie es fertig, die Angreifer zu besiegen. Bald darauf suchen seltsame Vogelwesen ihre Wohnung heim. Was hat das zu bedeuten? Ein geheimnisvoller Fremder namens Macius, der Aileen am gleichen Tag in der U-Bahn zum ersten Mal aufgefallen ist, klärt sie auf: Aileen ist eine Banshee, eine irische Todesfee – wahrscheinlich die letzte ihrer Art auf der Welt. Und sie ist in Gefahr. In grosser Gefahr. Man könnte sagen, in Lebensgefahr. Aber glücklicherweise gibt es unter den diversen Feen, Dämonen, Sirenen, Wassermännern usw., die (natürlich gut getarnt) in Berlin und anderswo herumlaufen, auch solche, die Aileen zur Seite stehen. Ausserdem lernt sie, und zwar keinen Augenblick zu früh, wie sie sich verteidigen kann. Bevor die arme, bisher (mehr oder weniger) ganz normale Tischler-Lehrtochter überhaupt weiss, wie ihr geschieht, wird sie in einen Kampf auf Leben und Tod hineingerissen. Von Berlin geht die Reise per Automobil zunächst nach Warschau, wo Aileen und der nicht von ihrer Seite weichende Thomas erfahren, gegen was für Gegner sie ankämpfen müssen. Dann geht es weiter nach Moskau und von dort nach Belgrad. Na, wenn das mal gut geht!

Doch bei all dem bleibt die Banshee Aileen zum Teil doch auch höchst menschlich – zum Beispiel was ihre Hormone betrifft, die jedesmal verrückt spielen, wenn Thomas in ihre Nähe kommt… Zum Kuckuck, er ist doch nur ein Freund und Kollege!

18. April 2016

Lesezeichen 32 – Ab in den Frühling…

by Julia S.
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Kuckuck!

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Denn es ist Frühling….

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…und mit der Sonne, beginnt die Freude an der Farbe!

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Zeit wieder die Nase in die Luft zu strecken – Hunde (und ähnliches) an der Leine führen!

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Nicht überanstrengen, aber am Ball bleiben!

 

14. April 2016

Miau!

by Gabriel Weber

Gottfried Keller gehört zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen; in meinem Elternhaus hing sein Porträt an der Wand. Sein Name war mir schon ein Begriff, noch bevor ich auch nur eine Zeile von ihm gelesen hatte. Der Zürcher Dichter ist auch im Katalog von buchplanet.ch zahlreich vertreten, zum Beispiel mit Spiegel, das Kätzchen.

Spiegel, so genannt wegen seines glatten, glänzenden Fells, ist der klügste, netteste und bravste Kater von ganz Seldwyla. Doch als seine Besitzerin stirbt und ihre Erben ihn nicht bei sich behalten wollen, wird er obdachlos, muss hungern und seine ganze Würde und Philosophie (wovon er einst eine Menge besass) geht den Bach runter. Da unterbreitet der Hexenmeister Pineiss Spiegel ein sehr interessantes Angebot: Er wird ihn bei sich aufnehmen und mit den erlesensten Köstlichkeiten mästen, unter der Bedingung, dass der Kater sich zu einem späteren Zeitpunkt von ihm schlachten lässt… Spiegel, hungrig und obdachlos, nimmt das Angebot an. Doch bei genauerem Nachdenken stellt der intelligente Kater von Welt fest, dass er eigentlich überhaupt keine Lust hat, sich metzgen zu lassen (irgendwie begreiflich, finde ich). Wie soll er jetzt bloss aus diesem ganzen Schlamassel herauskommen?

„Hund hat Herrchen, Katze hat Personal“, sagt man. Das könnte auch für Spiegel gelten. Miau!

13. April 2016

Einblick – FLUCHT

by Julia S.

Ein grosser Bildband in unserem Shop gefunden (Titel; Flucht, in der Rubrik Kultur+Geschichte): Seit Anfang der 90er Jahre beschäftigen sich die Fotografen von SIGNUM mit dem Thema Flucht und Vertreibung. Mit ihren Bildern dokumentieren sie zum einen das Leben von Flüchtlingen in Deutschland in Zeiten wachsender Fremdenfeindlichkeit, zum anderen Flüchtlingsbewegungen und deren Ursachen in weltweit mehr als zwanzig Ländern. Die Fotografen wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und in Zeitungen und Zeitschriften publiziert.

Wo haben wir das schon mal gehört? Menschenmassen wandern! Aber nicht zum Vergnügen. Sie flüchten aus ihrer gewohnten Umgebung. Jugendliche verlassen ihre Mutter und ihren Vater, Familien ihre Verwandten, die sie vielleicht nicht wiedersehen. Leute hinterlassen ihr Dorf, ihre Stadt, ihr Land.

Wie viel braucht es – was meinen Sie? – bis Sie ihr ganzes Hab und Gut zurück lassen. (Scherzhafterweise werden wir in einer Gruppe gefragt: „Welches Ding würdest Du mitnehmen auf eine einsame Insel?“ Die Antworten sind meist: ein Sackmesser, mein Lieblingskissen, mein Schatz, eine Flasche Wasser!) Was aber würden Sie mitnehmen auf eine Reise ins absolut Ungewisse, eine Reise ohne Wiederkehr, in Ihre Heimat, in Ihre gewohnte Umgebung? Eine Flucht ins Ausland, oder sogar über viele verschiedene Länder? Wenn Sie gleichzeitig daran denken, dass es den alten Ort gar nicht mehr gibt! Alles was Sie je gesehen haben dort, alles Bekannte, jeder Baum, ein Bach, das Nachbarhaus – sie stehen nicht mehr, nichts ist mehr da wo es einst war.

Was würden Sie auf Ihre ganz persönliche FLUCHT mitnehmen? Nicht viel Gepäck, vielleicht, wenn Sie noch ein Kind tragen müssten? Wahrscheinlich ist das Sackmesser wohl – aus der Spielfrage – das Nützlichste. Aber trotzdem. Für welche Dinge würden Sie sich entscheiden? – – – Kann man das überhaupt beantworten? Muss man nicht in dieser Situation sein um Verstehen zu können was das wirklich bedeutet?

Vielleicht ist das Thema FLUCHT nie inaktuell. Und es tritt nur mehr in unsere offenen Augen und Ohren, je grösser die Menge der Wandernden Menschen ist. ABER HEUTE IST ES AKTUELL. Schon wieder. So viele. So hilflose, Kinder und Erwachsene, Mütter, Väter, alle!  – Ich denke FREUNDLICH und LIEBEVOLL  an sie. Ich hoffe das wird bald auch jeder Schweizer tun. Und nicht Angst haben um unser Hab und Gut. Das sicher gelagert ist, in einem schon lange krieglosen Land.

Hinweis zur Unterstützung der heutigen Flüchtlinge: www.babytragenspenden.ch (und andere Artikel) – ganzer Bericht in unserer Stiftungszeitschrift „EINBLICK“ Ausgabe 1 – 2016, Seite 18. Erhältlich in allen Tosam-Betrieben.

Danke für DEINE Nächstenliebe! 😉