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Gefundenes – ungewöhnliche Titel

von Julia S.

Buch zum ReisseKomische Titel 2 - wegDie ersten Zeilen des schweizerischen Romans FRANZ ODER WARUM ANTILOPEN NEBENEINANDER LAUFEN lauten: „Ich war Gymnasiast und kiffte. Ich kam aus dem Kiffen gar nicht mehr heraus, und wenn ich nicht gerade eine Socke missbrauchte, die Klasse wiederholte oder bei den Eltern im Lerchenfeld das Bewusstsein verlor, dann kiffte ich.“  Witzig erzählt von Autor Christoph Simon (1972) geboren in Bern. Ein Blick durch das Buch lässt erahnen, dass es voller Streiche, Skurriles und unüblicher aber lustiger Worte ist. Hier ein paar Auszüge: „Ich habe mir die Hand vermurkst.“/ Der Hauswart blieb vor mir stehen und verschraubte die Dose Mäusetod/ einmal hatte er sich den Mund verklebt und anschließend die  Nase verstopft. Er war blau angelaufen und…/ „Folge seiner Verlängerung – Schafskopf!“/ Ich könnte dem Dachs die Kirschen aus der Torte kratzen.

eswrhjbcfDIE KOMETEN DER ANDEREN BIBLIOTHEK. „Die Kometen“ sind Bücher aus der Reihe des Verlages ‚Die andere Bibliothek‘. Diese Ausgabe No.0 beschäftigt sich mit den Autoren Jabotinsky, Görg, Buch, Bedford, Kapuscinski, Raynal/ Diderot. Kleine Geschichten in Geschichten. (In unserem Shop).
Das MITLESEBUCH von Tina Stroheker ist gefüllt mit lauter abstrakten Gedichten. Ein paar Auszüge ihrer; Zwei Frauen im Glashaus …Weisst du, sagt sie/ ohne den Teddy läuft gar nichts/ der ist immer dabei./ Sie zwinkert und/ zeigt ihre Brüste/ am Bett sitzt der Bär. – skjerUnd aus Auf-einander-zu. Auf einander zu. Das meinst du doch? Auf einander zu, fliegend zum Beispiel. Auf Teppich, sagst du? Vielleicht hebt auch das Dach ab, von dem du Ausschau hältst. Oder schwimmend. Möglichkeiten genug. Aber du zögerst, findest, keinem Blau sei zu trauen. – Oder aus Wien, im Februar …Ja, da tropft es/ da war vorher Eis/ nein, das ist nicht Taubendreck auf dem Kragen/ es tropft dorther/ wo Eis ist. (Bei uns im Shop erhältlich).

MönchDIE HOCHZEIT DES MÖNCHS, von C. F. MEYER. Die Binnenhandlung erzählt, dass der Mönch Astorre der von seinem sterbenden Vater genötigt wird, Diana, die Frau seines gestorbenen Bruders, zu heiraten und somit sein Glaubensgelübde zu widerrufenDiana verliebt sich zwar in Astorre, dieser erwidert ihre Liebe jedoch nicht. Um sein Lebensziel betrogen fühlt sich Astorre und hadert mit seinem Schicksal. Verliebt sich dann aber unerwartet in die schöne Antiope. Zur Bestürzung aller vermählt er sich mit dieser am Tag nach der Verlobung mit Diana. Der Vorfall gerät zum allgemeinen Skandal und mündet schließlich in einem dreifachen Mord: Diana rächt den an ihr begangenen Treuebruch und ermordet Antiope. Daraufhin ersticht Astorre den Bruder Dianas, seinen Jugendfreund Germano, und wird schließlich selber vom Schwert des Sterbenden tödlich getroffen. Von dieser Novelle habe ich noch nie gehört, sie scheint aber bei Studenten bekannt zu sein. Dieses hübsche Exemplar stammt aus Leipzig von 1900. (Shop sei Dank 🙂 )

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