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Alle Tiere „Steiff“

von Julia S.

Es gibt wohl kaum ein Tier auf dieser Erde, das nicht einen Zwilling aus Plüsch zur Seite gestellt bekommen hat. Alle diese „Stoff-Verwandten“ tragen nicht nur den gleichen Knopf im Ohr, sondern auch denselben Namen: Steiff. Und alle haben sie dieselbe „Mutter“, Margarete Steiff, die Gründerin und langjährige Chefin der Spielzeugfabrik im schwäbischen Giengen. 1997 jährt sich der Geburtstag der bekanntesten Tochter des Städtchens an der Brenz zum 150. Mal.
Wer war diese Margarete Steiff, wie hat sie es geschafft, aus einer kleinen Heimwerkstatt ein weltweit bekanntes Unternehmen zu schaffen? Ihr eigenes Tagebuch, das Margarete Steiff im Rückblick auf ihr gewiss nicht einfaches Leben geschrieben hat, gibt die Antwort und beschreibt das Leben und die überaus erfolgreiche Karriere dieser ungewöhnlichen Frau.
So manches in die Biographie übernommene Zitat aus dem handschriftlichen Tagebuch gibt uns das Gefühl, Margarete Steiff geradezu „gegenüberzusitzen“. Nüchtern und unsentimental schildert sie ihr Leben. Auch im Umgang mit ihrer Krankheit bleibt sie nüchtern, sie will kein Mitleid. Sie selbst hat es in ihrem Leben nicht nötig gehabt, rührselig zu werden, also hat Rührseligkeit auch in ihrem Tagebuch keinen Platz. Das Buch in unserem Shop „Wie ich zur Teddymutter wurde“ – Das Leben der Margarete Steiff nach ihren eigenen Aufzeichnungen.

Durch ein Unglück mit einem Arbeitsgefährt brach sich Margarete ihr Bein und zwang sie lange bettlägrig zu sein. Ihr Vater war schon wieder daran sie in eine Kur zur Heilung zu schicken, als die damals siebzehn jährige Margarete ihrem Vater unmissverständlich klar machte, dass sie nirgendwohin mehr zur Kur fahren werde. Sie hatte endgültig genug davon in immer neue Arzneimittel und Heilmethoden Hoffnungen zu setzen, um dann doch ein um’s andere Mal bitter enttäuscht zu werden:  „Es war ein langes Suchen nach Heilung, bis ich mir selbst sagte, Gott hat es so für mich bestimmt, dass ich nicht gehen kann. Es muss auch so recht sein. Von da an lies ich mich durch keine angepriesenen Mittel oder Heilmethoden mehr aufregen, denn das unnütze Suchen nach Heilung lässt den Menschen nicht zur Ruhe kommen.“ Diese Einsicht bedeutete für sie eine ungeheure Erleichterung. Befreit von der ewigen Sorge, ob denn die nächste Behandlung Besserung bringen würde, konnte sie nun darangehen, ihr Leben in die Hand zu nehmen und nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Eine spannende Lebens- geschichte wozu ich den Deutschen Spielfilm gesehen habe aus dem Jahr 2005. Sehr eindrucksvoll dargestellt von den Schauspielern Heike Makatsch als Margarete, Suzanne von Borsody, Harald Krassnitzer, Herbert Knaup und anderen. Margarete Steiff eine starke Frau, ein kraftvolles Vorbild für mich.

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