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Die göttliche Gustafsson

von Gabriel Weber

Nie gehört? Kunststück! Greta Lovisa Gustafsson ist als Greta Garbo in die Filmgeschichte eingegangen. Weitere Künstlernamen sind in Manfred Barthels Lexikon der Pseudonyme nachzulesen.

Dass Lenin in Wirklichkeit Wladimir Iljitsch Uljanow hiess, ist bekannt. Der bürgerliche Name von Le Corbusier, Charles-Edouard Jeanneret, ist ebenso wenig ein Geheimnis wie jener von Molière, Jean-Baptiste Poquelin. Aber kennen sie einen Schlagersänger namens Udo Bockelmann (Udo Jürgens)? Oder einen ebenfalls unlängst verstorbenen Schauspieler namens Christopher Larradini (Christopher Lee)? Norma Jean Baker (Marilyn Monroe) und Camille Laval (Brigitte Bardot) waren früher Sex-Idole, während Rosemarie Albach-Retty (Romy Schneider) mehr als jugendliche Unschuld berühmt wurde. Fernand Constandin wurde von seiner Schwiegermutter „Fernand d’elle“ genannt (ihr Fernand,  der Fernand ihrer Tochter) – die Welt kennt ihn bis heute als Fernandel. Edith Gassion (Edith Piaf) hatte ein Pseudonym, das im Pariser Dialekt „Spatz“ bedeutet. Weil sein richtiger Name für Amerikaner kaum auszusprechen war, machte Spiro Anagnostopoulos als Spiro Agnew Karriere. Erst nach Truman Capotes Tod wurde bekannt, dass er eigentlich Truman Streckfus-Persons hiess. Er hatte sich ein Pseudonym zugelegt, ähnlich wie Samuel Clemens (Mark Twain).

Besonders hübsch ist das Pseudonym von Ivo Livi (Yves Montand): Seine Mutter rief jeweils: „Ivo, monta!“ („Ivo, komm rauf!“), wenn er zum Essen kommen sollte.

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