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Chasch tänke, Babettli!

von Gabriel Weber

Die deutsche Sprache ist bekanntlich eine schwere Sprache. Und am allerschwierigsten ist sie in der Gegend zwischen Aare, Rhein, Alpen und Bodensee. In jenem fernen Land sprechen die Eingeborenen nämlich Schweizerdeutsch oder, wie sie es nennen, Schwyzertütsch. Für jene, die das auch können möchten (beispielsweise einbürgerungswillige Ausländer oder Deutsche mit Charme-Offensive), hat buchplanet.ch Peter Schneiders Sprach-Lexikon Deutsch-Schwyzertütsch im Angebot. Hier einige wichtige Grundregeln für Anfänger:

Chabis heisst nicht nur Weisskohl, sondern auch Quatsch, Blödsinn. Ein Hornuss ist nicht etwa eine männliche Hornisse, sondern hat etwas mit der Sportart Hornussen zu tun. Ein Hitzgi ist ein Schluckauf. Wenn ein Helvetier Chunsch druus sagt, meint er damit Verstehst du (nicht Komm da raus!). Plausch hat nichts mit Plüsch zu tun, es bedeutet etwa soviel wie Spass. Wenn im Land der Schokolade von jucken die Rede ist, besteht kein Grund zum Kratzen, gemeint ist nämlich springen. Obwohl poschten einkaufen heisst, ist der Pöschtler nicht etwa der Einkäufer, sondern der Postbote. Ein Puff ist nicht das, was Sie jetzt denken, sondern ein Durcheinander, eine Unordnung. Zu den wichtigsten Schimpfwörtern gehören Tubel, Lappi, Schaafseckel und blööde Siech. Wenn die Fussball-Nationalmannschaft abgekürzt Nati genannt wird, muss man das unbedingt mit kurzem „a“ aussprechen. Und übrigens: Grüezi wie Grüzi auszusprechen oder die Schweizer Währung als Fränkli zu bezeichnen sind wahre Kopfsprünge in den Fettnapf.

Korrekterweise muss noch erwähnt werden, dass Schwyzertütsch nicht gleich Schwyzertütsch ist. Gemäss schweizerischer Tradition hat jeder Kanton, ja fast jedes Dorf seinen eigenen Dialekt. Aber wir wollen die Sache ja nicht kompliziert machen.

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