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Archiv vom Oktober, 2015

29. Oktober 2015

Wenn Bücher töten könnten

by Gabriel Weber

Dass der Büchermarkt nicht ganz harmlos ist, das beweist der Thriller Der Club Dumas von Arturo Pérez-Reverte.

Lucas Corso aus Madrid ist Bücherjäger von Beruf. Er sucht und findet in aller Welt kostbare Bücher. Erstausgaben, signierte Exemplare, frühe Drucke, Originalmanuskripte… für seine Kunden, meistens Antiquare oder Sammler, besorgt Corso alles. Und er kennt sich in diesem knallharten Geschäft bestens aus. Aber dieser Auftrag ist dann doch etwas ganz besonderes: Für den zwielichtigen Buchhändler Varo Borja macht Corso sich auf die Suche nach dem angeblich einzigen noch existierenden Exemplar des Werkes eines venezianischen Okkultisten aus dem 17. Jahrhundert. Gleichzeitig befasst er sich auch mit der Originalhandschrift eines Kapitels der Drei Musketiere. Bald merkt Corso, dass er da in eine äusserst dubiose Angelegenheit hineingeraten ist, in der Alexandre Dumas, die Inquisition, ein unlängst verstorbener Verleger und seine nicht gerade übermässig trauernde Witwe, ein mysteriöses junges Mädchen und ein ebenso mysteriöser Mann mit einer Narbe wichtige Rollen spielen. Es gab Leute, die wegen Büchern ihr Leben liessen (jener Venezianer beispielsweise starb einst auf dem Scheiterhaufen). Und es gibt Leute, die für Bücher über Leichen gehen…

Der Club Dumas ist nicht nur ein spannender Thriller, sondern auch eine Hommage an die geheimnisvolle Welt der Bücher.

27. Oktober 2015

Quand même!

by Gabriel Weber

Eine neue Folge meiner Serie „Wahre Märchen“:

Es war einmal ein Mädchen, von dessen früher Kindheit wir fast nichts wissen. Wir kennen weder ihr genaues Geburtsdatum, noch ihren genauen Geburtsort, noch wissen wir, wer ihr Vater war. Nicht einmal in Bezug auf ihren vollständigen Namen stimmen die spärlichen Quellen überein. Nennen wir sie also so, wie sie später bekannt wurde: Sarah. Sarah, geboren etwa 1844, war die uneheliche Tochter eine jüdischen Kurtisane, die sich herzlich wenig um ihre älteste Tochter kümmerte. Nach Jahren an einer Klosterschule besuchte Sarah dann von 1859 bis 1862 das Pariser Konservatorium und wurde danach von der Comédie-Française engagiert (beides hatte ihr ein Liebhaber ihrer Mutter, der wohlhabende und einflussreiche Duc de Morny, ermöglicht). Nach schwierigen Anfängen begann ihre grosse Karriere. 1867 hatte sie im Odéon ihren ersten grossen Triumph und wurde in den folgenden Jahren die erfolgreichste Schauspielerin von ganz Paris. 1880 gründete sie ihre eigene Theatertruppe, reiste nach London und Amerika, nach Russland und Wien, überall bewundert und bejubelt. Sarah war nicht nur eine Schauspielerin – sie war auch eine Stil-Ikone und eine begnadete Selbstdarstellerin, ebenso unkonventionell wie umstritten. Sie hatte in ihrem Schlafzimmer einen Sarg stehen, den sie auf alle Tourneen mitnahm, hielt sich einen umfangreichen Privatzoo, spielte noch als über Fünfzigjährige auf der Bühne einen zwanzigjährigen Mann (den Herzog von Reichstadt) und selbst eine Bein-Amputation konnte sie nicht bremsen. Auch Sarahs Liebesleben war legendär; der Vater ihres 1864 geborenen Sohnes Maurice ist ebenso unbekannt wie ihr eigener.

Sie war der Superstar ihrer Zeit schlechthin: Sarah Bernhardt. Und ihr Lebensmotto lautete: Quand même – trotzdem. Robert Gottlieb befasst sich in seiner Bernhardt-Biografie (jetzt bei buchplanet.ch) insbesondere mit den Lebenslügen der talentierten Schwindlerin. Am 26. März 1923 um acht Uhr abends trat der Arzt an ein Fenster ihres Hauses, vor dem viele Leute warteten, und erklärte feierlich: „Madame Sarah Bernhardt ist von uns gegangen.

22. Oktober 2015

Verbrechen auf Papier

by Gabriel Weber

Eines der berüchtigsten Bücher der Weltgeschichte sind ohne Zweifel die Protokolle der Weisen von Zion. Dieses Machwerk, das angeblich den Beweis für eine jüdische „Weltverschwörung“ enthalten soll und seit über hundert Jahren als Ausrede für jede Form von Antisemitismus dient, ist das Thema von Hadassa Ben-Ittos Buch „Die Protokolle der Weisen von Zion“.  Anatomie einer Fälschung.

1933 wird der junge jüdische Rechtsanwalt Georges Brunschvig in Bern beauftragt, die Herausgeber der Protokolle vor Gericht zu bringen und die Verbreitung dieses Buches (als „Schundliteratur“ im Sinne eines Gesetzes von 1916) verbieten zu lassen. Dabei geht es Georges und seinen Mitstreitern weniger um eine effektive Verurteilung der Beklagten als vielmehr um die offizielle und öffentliche Feststellung, dass es sich bei den Protokollen nicht etwa um einen Tatsachenbericht, sondern um eine bösartige Verleumdung handelt. Dieser (übrigens historische) Prozess, bei dem der Schriftsteller Carl Albert Loosli als Sachverständiger fungierte und die Beklagten sich sogar mit der Bitte um Hilfe an die NSDAP wandten, beleuchtet ein düsteres Kapitel europäischer – und nicht nur europäischer – Kulturgeschichte. Die Ursprünge der Protokolle liegen in Russland. 1905 veröffentlichte Sergej Nilus erstmals diese angeblichen Originaldokumente von Treffen einer Geheimgesellschaft (es handelt sich aber weniger um Sitzungsprotokolle als um Ansprachen an ein unbekanntes Publikum), die darauf hinarbeitet, dass die Juden die Weltherrschaft übernehmen können. Russland steckte damals bis über beide Ohren in politischen Schwierigkeiten und man brauchte dringend einen Schuldigen. Ähnliches galt für Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Für judenfeindliche Pogrome im Russland der Zarenzeit dienten die Protokolle ebenso als „Beweismittel“ wie für den Nationalsozialismus. Walter Rathenau musste sterben, weil einige Hitzköpfe ihn für einen der „Weisen von Zion“ hielten.

Hadassa Ben-Itto entlarvt die Protokolle nicht nur als Fälschung, sondern auch als katastrophalen Unfug, der jeder jüdischen Tradition und Lehre widerspricht. Es scheint fast unvorstellbar, dass irgendjemand dieses hanebüchene Geschreibsel je für bare Münze nehmen konnte.

20. Oktober 2015

Elf Automobilisten geben Gas

by Gabriel Weber

Mal ehrlich: Können Sie sich ein Autorennen Peking-Paris vorstellen? Klingt doch wie aus einem Roman von Jules Verne… und doch hat es einmal ein solches Rennen gegeben. Allen Andrews schreibt darüber in seinem Buch Das verrückteste Autorennen der Welt.

Am 31. Januar 1907 wurde die Idee in der französischen Zeitung Le Matin lanciert. Die Idee fand in dieser technikbegeisterten Zeit sofort Zustimmung, Autofabriken und Rennfahrer meldeten ihre Teilnahme an – und am 10. Juni starteten in Peking 5 Automobile mit insgesamt 11 Männern. Noch in der chinesischen Hauptstadt verfuhren sich zwei der fünf Mannschaften das erste Mal; Unwegsames Gelände, verfallene Brücken, gemeinschaftliches Schieben; Wetterkapriolen, technische Schwierigkeiten; Offenbar hatte keiner eine Ahnung, wie man ein Zelt oder ein Feldbett aufstellt; Einheimische, die teilweise noch nie ein Auto gesehen hatten; Das voreilige Verschenken eines Benzinkochers; Niemand hatte einen Kompass dabei; Mitten in der Mongolei ging einem der Wagen der Sprit aus – die Besatzung konnte sich (unter Zurücklassung des Fahrzeugs) mit letzter Kraft in bewohntes Gebiet retten und kehrte von dort aus nach Peking zurück; Ein anderer Wagen hatte in Sibirien eine Panne; Die wechselnde Beziehung zwischen den den Mannschaften – einmal Kameraden, dann plötzlich wieder gnadenlose Rivalen… und trotz der Fahrt durchs Niemandsland war man telegrafisch dauernd mit der Weltpresse in Kontakt.

Italien gewann. Prinz Scipione Borghese traf am 10. August 1907 in Paris ein. Der römische Aristokrat hatte das Rennen mit seinem 40 PS-Itala von Anfang an dominiert. Nichts hatte ihn aufhalten können, weder einstürzende Brücken noch das Nahen eines Zuges, während Borghese das Gleis der Transsibirischen Eisenbahn als Strasse benutzte…

15. Oktober 2015

Auf Bilderjagd

by Gabriel Weber

Eines der weniger bekannten Werke von Erich Kästner trägt den etwas umständlichen Titel Die verschwundene Miniatur oder auch Die Abenteuer eines empfindsamen Fleischermeisters (erstmals erschienen 1936). Doch ob bekannt oder weniger bekannt: bei buchplanet.ch findet man (fast) alles.

Der besagte empfindsame Fleischermeister ist Oskar Külz aus Berlin. Er ist nicht nur selbst Fleischer, sondern auch Enkel, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Vater und Schwiegervater von Fleischern. Dieses Oberhaupt einer ganzen Fleischer-Dynastie (Geschäft in der Yorckstrasse) brennt eines Tages von zuhause durch und fährt, ohne Wissen seiner Frau Emilie, kurzerhand nach Kopenhagen. Dort macht Külz die Bekanntschaft einer jungen Dame namens Irene Trübner (übrigens, wie sich herausstellt, eine Kundin seines Sohnes Otto), die ihn um Hilfe bittet: Ihr Arbeitgeber, Herr Steinhövel, ein bekannter Kunstsammler, hat in Kopenhagen kürzlich ein wertvolles Miniaturgemälde von Hans Holbein ersteigert. Und dieses Kunstwerk soll Irene nun nach Berlin bringen. Da sie jedoch – und nicht zu Unrecht, wie sich bald zeigen wird – Angst vor Dieben hat, bittet sie „Papa“ Külz, die Miniatur unauffällig in seinem Koffer zu transportieren. Bei ihm werden die potentiellen Diebe einen solchen Wertgegenstand bestimmt nicht vermuten! Der Fleischer und Irene reisen also ab; und von da an geht’s rund. Ganz verschiedene Leute scheinen hinter dem Holbein her zu sein. Da ist ein junger Mann namens Rudi Struve, der eifrig mit Irene flirtet; dann ein gepflegter älterer Herr mit Brille und Bart, ein angeblicher Professor Horn; und noch mindestens ein halbes Dutzend weiterer Figuren, eine verdächtiger als die andere. Die Miniatur wechselt mehrmals den Besitzer und als dann auch noch eine Kopie auftaucht, wird die Sache erst recht kompliziert. Ob Herr Steinhövel wohl jemals zu seinem Holbein kommt? Und was wird Frau Emilie Külz sagen, wenn ihr Mann endlich wieder zuhause ist?

Kästners Humor ist auch in diesem Buch, einer Mischung aus Schwank und Krimi, sehr erfrischend.

13. Oktober 2015

Hart wie Kruppstahl

by Gabriel Weber

Um einen der rätselhaftesten Todesfälle des wilhelminischen Deutschland geht es in Ulrich Lands Krimi Krupps Katastrophe.

Im Jahr 1902 erhält der junge Privatdetektiv Julius Fahrenhorst einen ebenso ungewöhnlichen wie lukrativen Auftrag. Frau Margarethe Krupp, geborene von Ende, engagiert ihn, um nach Capri zu fahren und ihren Ehemann unter die Lupe zu nehmen. Und dieser Ehemann ist immerhin kein Geringerer als Friedrich Alfred Krupp, Schwerindustrieller aus Essen, Stahlmagnat und Waffenfabrikant, einer der reichsten Männer Deutschlands. Auf der Insel Capri merkt Fahrenhorst sehr bald, was die Glocke geschlagen hat: Der Kanonenkönig und persönliche Freund des Kaisers amüsiert sich in seinem Refugium am Mittelmeer recht ausgelassen – und zwar nicht mit Frauen (dazu muss man wissen, dass homosexuelle Aktivitäten damals in Deutschland nicht nur gesellschaftlich verpönt, sondern auch strafbar waren, das war der berühmt-berüchtigte § 175)! Es gelingt dem Detektiv sogar, Krupp in einer sehr kompromittierenden Situation mit seinen Capreser Jünglingen zusammen zu fotografieren. Eine äusserst brisante Fotografie, die einiges auslöst… Das Ende vom Lied: Krupp stirbt ganz plötzlich und unerwartet im Alter von 48 Jahren, angeblich an den Folgen eines Hirnschlags. Eine Autopsie findet nicht statt, der Industrielle wird mit grossem Pomp zu Grabe getragen, Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich folgt dem Sarg. Aber was ist nun eigentlich wirklich passiert? Und was ist aus jener Fotografie geworden?

Wohlgemerkt: Dieser Krimi ist nicht ganz historisch. Aber er liefert doch eine spannende Geschichte um den bis heute nicht restlos geklärten Tod Friedrich Alfred Krupps. Ergänzt wird das Ganze durch zahlreiche schmackhafte Kochrezepte, teils aus Capri, teils aus dem Ruhrgebiet.

8. Oktober 2015

Jetzt wird regiert!

by Gabriel Weber

Wie leicht ärgert man sich über die Regierung! Mein Gott, was macht die nicht alles verkehrt! Ob Bundesrat, Kanzler, Premierminister oder Präsident: geschimpft wird immer. Würden Sie es besser machen? Ja? Na schön. Das können Sie leicht ausprobieren, und zwar anhand von Regieren Sie mal! von Dennis Guerrier und Joan Richards (jetzt bei buchplanet.ch).

Der afrikanische Staat Lakoto, bisher eine britische Kolonie, ist soeben unabhängig geworden. Toumi Okobo wird der erste Premierminister des neuen Staates und sieht sich sofort mit zahlreichen Problemen konfrontiert: Lakoto ist ein Entwicklungsland, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Bildung, überall sind Verbesserungen nötig, Handlungsbedarf besteht noch und noch. Aber was ist nun im Augenblick als Erstes konkret zu tun? Diese Frage entscheidet der Leser/die Leserin. Und je nach Entscheidung verläuft die weitere Geschichte so oder eben anders. Natürlich muss man sich da jede Entscheidung sehr genau überlegen und insbesondere die möglichen Folgen im In- und Ausland bedenken. Ausserdem gilt es, die Interessen verschiedener Gruppierungen unter einen Hut zu bringen. Die einzelnen Bevölkerungsgruppen, Ethnien und Religionen, die Minderheiten, die Parteien, die Armee, das benachbarte Ausland…

In diesem Spiel-Roman aus dem Jahr 1972 kann jeder Leser/jede Leserin zeigen, ob er/sie das Zeug zum Staatsmann/zur Staatsfrau hat. Also los, dann regieren Sie mal!

6. Oktober 2015

Die berühmte Klothilde

by Gabriel Weber

Nein, der weibliche Vorname Klothilde hat nichts mit der Toilette zu tun. Er kommt vom althochdeutschen hlut (laut, berühmt) und hiltja (Kampf). Diese und weitere Informationen kann man dem Buch 4000 Vornamen aus aller Welt von Ines Schill entnehmen.

Haben Sie gewusst, dass Roger die französische bzw. englische Version von Rüdiger ist? Oder dass es sich bei Doris um eine Kurzform von Dorothea handelt, was wiederum „Gottesgeschenk“ bedeutet? Gottfried heisst auf englisch Geoffrey und auf französisch Geoffroy. Der Name des Heiligen Sergius hat sich als Serge, Sergio und Sergej international verbreitet. Senta ist die Kurzform von Crescentia, Laura jene von Laurentia. Gyula ist die ungarische Form des Namens Julius, von dem auch die Varianten Julianus, Julian, Jules, Julien, Giulio und Giuliano bekannt sind, entsprechend Julia, Juliane usw. Auch die Formen des Namens Maria sind ausgesprochen vielfältig: Marie, Mary, Marja, Marilyn, Marei, Mami, Mirl, Mitzi und noch viele andere. Ernst heisst auf ungarisch Ernö. Lydia kommt aus dem Griechischen und heisst „die aus Lydien stammende“.

Mein Name ist jedenfalls hebräisch und heisst soviel wie „Mann Gottes“ (Schill, Seite 92). Liebe Eltern: Seid vorsichtig bei der Namenswahl! Schliesslich muss euer Kind voraussichtlich sein ganzes Leben lang mit dem Namen herumlaufen, den ihr ihm gebt…

1. Oktober 2015

Ein Haus, das es in sich hat

by Gabriel Weber

Die Villa Wünschelberg hat es allerdings in sich. Sie ist der hauptsächliche Schauplatz von Albertine und das Haus der 1000 Wunder von Frank M. Reifenberg und Jan Strathmann.

Als Albertine Schulze, Tochter eines in Sibirien verschollenen Vaters, erfährt, dass ihre Grosstante gestorben ist, türmt sie kurzerhand aus dem Kinderheim, in dem sie lebt, um in der Villa ihrer Grosstante der Testamentseröffnung beizuwohnen. Schon die Fahrt zur Villa Wünschelberg ist etwas ungewöhnlich. Und die Villa selber erst! All die kuriosen Gegenstände aus aller Welt, der noch kuriosere Butler Monsieur Flip, der offenbar einiges verheimlicht, eine Türklingel mit Löwengebrüll (jawohl, Löwengebrüll), ein Badezimmer, das kreuz und quer durch das Haus wandert (sehr praktisch für eine bequeme Besichtigung des Gebäudes)… Grosstante Lizzi war nicht umsonst eine bekannte Illusionistin und Weltreisende! Albertine erlebt einige Überraschungen in dem seltsamen Haus, das sie zu ihrer Überraschung ganz alleine geerbt hat. Ausserdem muss sie sich gegen ihre Tante Cora zur Wehr setzen, die ihr das Erbe abluchsen will. Auch ein gewisser Herr Bollenstiel, seines Zeichens Geschäftsmann, Kapitalist und Bürgermeister, möchte die Villa unbedingt in seinen Besitz bringen. Ferner ist Frau Rapp-Meyerbrink, genannt Frau Rappelmeier, die Leiterin des Kinderheims, bereits im Anmarsch, um ihr „entlaufenes Schäfchen“ Albertine wieder einzufangen. Aber in der Villa Wünschelberg findet man alles – auch Freunde in der Not. Selbst wenn diese – wie könnte es anders sein – gelinde gesagt etwas merkwürdig sind…

Dies ist ein Buch, in dem man so richtig versinken kann. Witzig, abenteuerlich und manchmal ein bisschen schräg – wie gute Kinderbücher eben sein sollten.