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Wenn das stille Örtchen nicht mehr still ist

von Gabriel Weber

Jetzt bei buchplanet.ch: In diesem Sinn Ihr Herrmann Mostar. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung von humoristischen Geschichten und Gedichten. Eine der Geschichten trägt den Titel Der Kinderkrieg in Dingskirchen.

Das Dorf Dingskirchen nimmt zahlreiche Flüchtlinge auf (man sieht, Mostars Geschichten sind hochaktuell!) und bringt sie im Armenhaus unter. Die Toilette dort ist zwar baufällig, der reiche Grossbauer Soundso setzt jedoch aus Sparsamkeit durch, dass der Gemeinderat den Antrag um Sanierung ablehnt. Die Kinder der Flüchtlinge sinnen auf Rache – und erledigen fortan ihren Stuhlgang auf dem Grund und Boden des besagten Bauern; im Garten, im Stall, vor der Haustür… und die einheimischen Kinder beteiligen sich auch! Es wird ausgeschieden, was die Gedärme hergeben. Der Bauer kommt sich vor wie in einer belagerten Festung  – und weil mit scharfer Munition geschiss-, äh, geschosssen wird, unternimmt er einen Ausfall. Er erwischt im Garten ein Kind in flagranti und… äh, hm, na ja, also… „derselbe tauchte dasselbe in dieselbe„, wie das Amtsgericht den unappetitlichen Tatbestand diskret umschreibt. Der Bauer wird nämlich prompt wegen Körperverletzung angeklagt. Hoffentlich wird die Verhandlung zu einer Lösung dieses delikaten Problems führen…

Witzig sind auch die nach der Melodie von bekannten Liedern („Der Papst lebt herrlich in der Welt„, „Gold und Silber lieb ich sehr„, „Ich weiss nicht, was soll es bedeuten“ u. a.) gedichteten Verse über das Weintrinken, zum Beispiel diese:

Wer trinkt, pflegt immer gut zu ruhn;
Wer schläft, der kann nichts böses tun;
Wer gut ist, geht zum Himmel ein – 
Kurzum: wer säuft, muss selig sein!

 

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