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Der unzivilisierte Aussteiger

von Gabriel Weber

Der unvergessliche Jules Verne gilt als einer der Begründer der Science-Fiction-Literatur. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Roman 20000 Meilen unter dem Meer.

Im Jahr 1867 beunruhigt die Nachricht von einem geheimnisvollen Seeungeheuer die Schifffahrt. Die Fregatte Abraham Lincoln läuft aus, um das Monster zu erlegen, erleidet bei dem Versuch jedoch Schiffbruch. Der französische Naturforscher Professor Pierre Aronnax, sein Diener Conseil und der kanadische Harpunier Ned Land werden von dem „Seeungeheuer“ an Bord genommen. Es handelt sich nämlich in Wirklichkeit um das Unterseeboot Nautilus. Kapitän Nemo, der Kommandant und Erbauer, nimmt die drei Schiffbrüchigen gastfreundlich auf (auch wenn er nicht die Absicht hat, sie je wieder fortzulassen). Er ist ein Mann, der sich von den Menschen und der menschlichen Gesellschaft losgesagt hat. Erfüllt von Hass gegen die ganze Welt, unerreichbar für die Menschen und ohne jeden Kontakt zum Festland, so reist er in seinem technischen Wunderwerk durch die Ozeane, die ihm alles geben, was sein Herz begehrt: Von Nahrung über Kleidung bis zu unermesslichen Reichtümern aus gesunkenen Schiffen. Prof. Aronnax und seine Leidensgenossen erleben an Bord der Nautilus eine unvergessliche Reise durch die Meerestiefen. Aber wie sollen sie je wieder von dort wegkommen?…

Jules Verne verstand es wie kaum ein anderer, sich auszumalen, was man mit der Technik, die zu seiner Zeit noch in den Kinderschuhen steckte (U-Boote, Elektrizität usw.), alles anstellen könnte. Und wie es am (damals noch unbekannten) Südpol sein könnte. Kapitän Nemo, der Aussteiger, der von sich selber sagt, er sei kein „zivilisierter“ Mensch, ist wohl Vernes populärste Romanfigur.

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