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Das Doppelleben eines Hundes

von Gabriel Weber

Felix Salten? Nie gehört! Bambi? Weltberühmt! Die Geschichte des kleinen Rehbocks (Bambi ist nämlich ein Er!) wurde durch Walt Disneys Film unvergesslich. Doch den Autor des Buches kennt man heute kaum noch. Neben Bambi hat Salten noch weitere Bücher geschrieben, darunter Der Hund von Florenz, jetzt in englischer Übersetzung (The Hound of Florence) bei buchplanet.ch erhältlich.

Wien, im 19. Jahrhundert: Lucas Grassi, unlängst verwaister Sohn eines italienischen Künstlers, ist ein junger Mann voller Hoffnungen und Träume. Doch er ist arm und einsam, seine Zukunft scheint ziemlich düster. Eines Tages beobachtet er, wie Erzherzog Ludwig, ein Mitglied des österreichischen Kaiserhauses, mit grossem Pomp zu einer Reise nach Florenz aufbricht, begleitet von einem wunderschönen Hund namens Cambyses. Nach Florenz! Es war schon immer Lucas‘ Traum, dorthin zu kommen, um Künstler zu werden wie sein Vater. Wie beneidet er das Gefolge des Erzherzogs, wie beneidet er selbst diesen Hund! Wie sehr wünscht er sich, dieser Hund zu sein! Und schon hat Lucas ein Fell, läuft auf vier Beinen neben der Kutsche des Erzherzogs her und bellt… Fortan ist Lucas jeweils abwechselnd für einen Tag er selbst, der angehende Künstler Lucas Grassi, und für einen Tag Cambyses, der Hund des Erzherzogs. So kommt er nach Florenz und wird ein Schüler des berühmten Cesare Bandini, was er sich immer erträumt hat. Er findet Freunde und verliebt sich. Doch auf die Dauer ist so ein Doppelleben sehr anstrengend. Ausserdem ist der Erzherzog kein gutes Herrchen, besonders nicht für einen Hund, der jeden zweiten Tag spurlos verschwindet und dann ganz plötzlich wieder auftaucht. Wie soll Lucas das Hunde-Dasein bloss wieder los werden? Oder muss er am Ende für den Rest seines Lebens zwischen seinem eigenen Ich und Cambyses hin und her wechseln?…

Eine interessante, poetische Geschichte, nicht nur über die Konsequenzen des Wünschens, sondern auch über das Menschsein.

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