Blog von buchplanet.ch | gebrauchte Bücher zu unschlagbaren Preisen

Die Suppe des Papstes

von Gabriel Weber

Essen hält Leib und Seele zusammen, behauptet ein Sprichwort. Folglich müsste sich auch die Kirche für das Essen interessieren. Der Theologe und Hobbykoch Josef Imbach befasst sich in Geheimnisse der kirchlichen Küchengeschichte mit dem Zusammenhang zwischen Religion und Ernährung.

In der Bibel werden 17 mal Feigen erwähnt, Feigenbäume sogar 37 mal (auch wenn Adam und Eva ihre Blösse nicht mit Feigenblättern bedeckten). Fisch spielt eine wichtige Rolle, ebenso der Wein. Von zentraler Bedeutung ist aber auch das Nicht-Essen, also das Fasten. Viele Päpste legten grossen Wert auf ihre Leibköche. Manche dieser sogenannten päpstlichen „Geheimköche“ (etwa jene von Martin V. und von Pius V.) hinterliessen der Nachwelt umfangreiche Kochbücher. Den klassischen Überlieferungen zufolge verbrachten Heilige ihre Zeit fast ausschliesslich mit Beten, Predigen und Leiden, über ihre Ernährung erfährt man hingegen kaum etwas. Eine Ausnahme bildet der Heilige Augustinus, dessen Essgewohnheiten von einem seiner Schüler detailliert überliefert wurden. Franz von Assisi war der Ansicht, wichtiger als alle Fastenvorschriften sei es, dass jeder auf die Natur höre und seinem Körper das Nötige gebe, um Gott dienen zu können. Martin Luther war den Freuden der reich gedeckten Tafel keineswegs abgeneigt; nicht umsonst sind seine Tischgespräche bis heute berühmt.

Ergänzt werden Imbachs Ausführungen durch zahlreiche schmackhafte Rezepte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.