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Archiv vom 30. Juli 2015

30. Juli 2015

Was macht der Mayer am Himalaya?

by Gabriel Weber

In der letzten Folge meiner Tibet-Serie (Blog vom 9. Juni) habe ich James Hiltons Roman Lost Horizon erwähnt, der wesentlich zur Entstehung des Tibet-Klischees in der westlichen Populärkultur beigetragen hat. Dieses Buch ist, ins Deutsche übersetzt, unter dem Titel Irgendwo in Tibet bei buchplanet.ch erhältlich.

Der britische Konsul Hugh Conway, sein Vizekonsul Charles Mallinson, der Amerikaner Henry Barnard und die Missionarin Roberta Brinklow werden in den 1930er Jahren in Britisch-Indien Opfer einer Flugzeugentführung. Der Entführer fliegt mit dem kleinen Flugzeug über den Himalaya nach Tibet, wo er eine Bruchlandung hinlegt und stirbt (warum und woran, das wird man erst später erfahren). Die Reisenden geraten daraufhin nach Schangri-La. Hierbei handelt es sich um so eine Art tibetisches Kloster, das, völlig abgeschieden von der Aussenwelt, in einem reizvollen Tal liegt und auf keiner Landkarte zu finden ist. Die Bewohner des Tals (Tibeter) und die Leute vom Kloster (Menschen verschiedener Nationalitäten) leben friedlich und ungestört vor sich hin. Die vier Gestrandeten werden gastfreundlich aufgenommen und da sie vorläufig ohnehin nicht wegkönnen, machen sie sich daran, ihre mysteriöse Umgebung zu erkunden. Denn in Schangri-La gibt es einige Geheimnisse zu lüften, zum Beispiel dieses: Ist das Quartett vielleicht in Wirklichkeit gar nicht zufällig dort, wurde es vielmehr bereits erwartet? Als Hugh Conway eines Tages zu einer Audienz beim Oberlama des Klosters gebeten wird, erfährt er interessante Dinge…

James Hilton schuf mit diesem Werk einen Klassiker der Abenteuerliteratur, der, wie gesagt, den Mythos Tibet im Westen massgeblich geprägt hat. Der Name seines Utopias Shangri-La wurde geradezu sprichwörtlich.