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Archiv vom 23. Juli 2015

23. Juli 2015

Durch diese hohle Gasse muss er kommen

by Gabriel Weber

Nein, er kam nie durch die Hohle Gasse bei Küssnacht: Johann Christoph Friedrich von Schiller war nie in der Schweiz. Trotzdem hat er der Schweiz mit Wilhelm Tell ihr „Nationalstück“ geschenkt.

Geboren wird Johann Christoph Friedrich Schiller am 10. November 1759 im württembergischen Marbach am Neckar. Acht Jahre seiner Jugend verbringt er auf Befehl seines Landesherrn in der Karlsschule, einer militärischen Kaderschmiede, die vom Herzog von Württemberg persönlich geleitet wird. Danach ist er kurze Zeit als Arzt tätigt, befasst sich aber privat lieber mit dem Theater und hat 1782 mit Die Räuber einen ersten Erfolg als Autor. Es folgen Kabale und Liebe, Don Carlos, Wallenstein, Maria Stuart und Die Jungfrau von Orleans. Allerdings hat Johann Christoph Friedrich, sein 1790 mit Charlotte von Lengefeld verheiratet und bald Familienvater, immer wieder Mühe, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ausserdem ist er öfter krank. Auf Anregung Goethes erhält er eine Professur für Geschichte an der Universität Jena, ist aber weiterhin hauptsächlich Dichter. 1802 wird Johann Christoph Friedrich in den Adelsstand erhoben (er heisst also ebenso von wie sein Kollege Goethe, obwohl das oft unterschlagen wird). Nachdem er fast bis zum letzten Atemzug gearbeitet hat, stirbt Dr. med. Johann Christoph Friedrich von Schiller am 9. Mai 1805 in Weimar.

Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.“ „Dem Manne kann geholfen werden!“ „Franz heisst die Kanaille.“ „Daran erkenne ich meine Pappenheimer.“ „Geben Sie Gedankenfreiheit!“ Viele Zitate aus Johann Christoph Friedrichs Werken wurden zu geflügelten Worten. Seine Dramen gehören bis heute zum Grund-Repertoire des deutschsprachigen Theaters, seine Gedichte wie Die Bürgschaft oder Das Lied von der Glocke müssen in der Schule auswendig gelernt werden, die Ode an die Freude wurde durch Beethoven weltberühmt. Und welche/r Schweizer/in kennt nicht „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr„? Buchplanet.ch hat diverse Bücher von und über Johann Christoph Friedrich im Angebot.