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Die Fledermaus und die lustige Witwe

von Gabriel Weber

Geliebt und gehasst, gelobt und geschmäht – die  Operette ist eine höchst umstrittene Kunstform. Allerlei Anekdoten aus ihrer Geschichte kann man in Alexander Witeschniks Buch Dort wird champagnisiert nachlesen.

Theaterdirektor Steiner erwirbt eine französische Komödie mit dem Titel Reveillon – und stellt verärgert fest, dass es sich bloss um eine französische Version der Posse Das Gefängnis handelt. Nachdem er erfolglos versucht hat, den Fehlkauf einem Kollegen anzudrehen, lässt Steiner schliesslich einen Operettentext daraus machen und übergibt das ganze Johann Strauss. Das Resultat ist die Operette aller Operetten: Die Fledermaus.

Franz Lehar und Emmerich Kalman begegnen sich und Kalman nimmt versehentlich den Mantel seines Kollegen von der Garderobe. Darauf Lehar: „Noten kannst du mir nehmen, so viel du willst, aber meinen Mantel lass ich mir von dir nicht stehlen!

Von Ralph Benatzky erzählte man sich, dass er – süchtig nach Beifall – aufstehe und sich verbeuge, wenn Regentropfen ans Fenster klatschten.

Karl Kraus schreibt nach der Wiener Premiere von Franz Lehars Klassiker Die lustige Witwe: „Das  Widerwärtigste, was ich je in einem Theater erlebt habe!

Johann Strauss an einen Librettisten, der ihm einen Einakter angeboten hat: „Warum nur einen Akt? Das Publikum ist gewöhnt, sich bei dreien zu langweilen. Es soll nicht so billig davonkommen!

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