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Eine Tulpe aus Amsterdam

von Gabriel Weber

Ende der 60er Jahre eroberte ein junger Holländer die Bundesrepublik im Sturm: Hendrik Simons, besser bekannt als Heintje. Nun waren Holländer in der westdeutschen Unterhaltungsbranche damals nichts Aussergewöhnliches (man denke nur an Johannes Heesters oder Rudi Carrell), aber Heintje war ein Sonderfall. Nicht nur ein bezaubernd hübsches Bübchen, sondern auch mit einer Stimme gesegnet, um ganze Orchester in Grund und Boden zu singen.

Die Bundesrepublik war entzückt, andere Länder ebenso. Konzerte, Platten, bald auch Filme – 28 goldene Schallplatten, dann (und zwar relativ spät): der Stimmbruch. Aber der frühere Kinderstar gab ein Comeback und steht in seiner Benelux-Heimat als Hein Simons auch als Erwachsener auf dem Konzertpodium. Man kann über Schlager sagen, was man will; Aber wenn ich Heintje auf alten Platten Wenn der Sommer kommt, Deine Tränen sind auch meine oder Liebe Sonne singen höre. kriege ich Gänsehaut – und zwar im positiven Sinne. So eine lupenreine Kinderstimme mit einem solchen Volumen erlebt man nicht oft. Und übrigens singt auch der erwachsene Hendrik Simons gar nicht schlecht; manchmal gibt er sogar einen seiner historischen Hits von damals zum Besten.

Im Lexikon des Deutschen Schlagers (jetzt bei buchplanet.ch) ist Heintje natürlich auch aufgeführt. Nächsten August feiert das einstige Vorzeigebübchen – horribile dictu! – seinen 60. Geburtstag…

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