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Gut gewappnet

von Gabriel Weber

Es gibt viele Wappen auf der Welt, Staatswappen, Stadtwappen, Familienwappen… Meistens sind sie recht hübsch anzusehen. Einige sind ganz schlicht, andere hingegen unendlich kompliziert. Wer sich mit der Wappenwissenschaft, der sogenannten Heraldik, befassen möchte, tut gut daran, mit Ottfried Neubeckers Wappenkunde anzufangen.

Entstanden ist das Wappenwesen im Mittelalter, als es nötig wurde, die in ihren Rüstungen kaum noch zu erkennenden Ritter eindeutig identifizieren zu können. Ursprünglich ganz simpel, wurden die Wappen im Laufe der Jahrhunderte immer ausgeklügelter, zum Beispiel durch Heirat oder durch eine Vergrösserung des beherrschten Territoriums. Es gab (und gibt) fast unendlich viele Möglichkeiten.

Die hohe (und komplizierte) Kunst, ein Wappen mit Worten so zu beschreiben, dass man es jederzeit zeichnen könnte, nennt man Blasonieren. Zuerst wird immer beschrieben, wie der (nicht etwa das!) Wappenschild in Felder eingeteilt ist (gespalten, geteilt, schrägrechtsgeteilt, Schräglinksbalken, Deichselschnitt usw.) Dann kommen die Farben dran (wobei man bei Weiss und Gelb von „Metallen“ spricht, genauer von Silber und Gold). Dann das „Zeichen“: Oft handelt es sich dabei um ein Tier. Übrigens interessant, was auf Wappenschildern so alles kreucht und fleucht; neben Klassikern wie Adler und Löwen findet man auch Hirsche, Elefanten und sogar Schafe als Wappentiere. Häufig enthalten Wappen auch Gegenstände, vom Löffel bis zur Harfe. Zuletzt folgt noch das Zubehör: Schildhalter, Krone (wovon es übrigens diverse verschieden Variationen gibt), Orden, Wahlspruch usw.

Das bedeutendste Symbol im christlichen Abendland ist zweifellos das Kreuz, von dem die moderne Heraldik rund 50 verschiedene Varianten kennt. Die Schweiz zum Beispiel hat ein Griechisches Kreuz in ihrem Wappen.

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