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Schmalz lass nach!

von Gabriel Weber

Im Online-Katalog von buchplanet.ch existiert auch eine Rubrik „Trivialliteratur“. Versuchshalber (man ist ja schliesslich kein Snob) habe ich einmal ein Buch aus dieser Rubrik gelesen: Das verschwundene Dokument von der historische Königin des Kitschromans, Hedwig Courths-Mahler (1867-1950).

Rochus Bernd, ein verwitweter Millionär aus Berlin, ist gutmütig, grosszügig und grundehrlich. Sein Mündel Ruth Alving ist die reinste Heilige, so nett, brav, anständig, loyal, aufrichtig (hier bitte noch ein Dutzend weiterer positiver Eigenschaften dazudenken)… Die einzigen Verwandten des alten Herrn, die Geschwister Kurt und Lena Bernd, sind hingegen ausschweifend, habgierig, brutal, arrogant (hier bitte noch ein Dutzend weiterer negativer Eigenschaften dazudenken)… Für Kurt und Lena ist die Alving nichts weiter als eine Erbschleicherin übelster Sorte, obwohl nichts der guten Ruth ferner liegen könnte. Als Rochus Bernd schliesslich unerwartet ohne Testament stirbt, reiben sich die lieben Verwandten bereits die Hände – bis plötzlich Gert Herfurt, der verschollene Enkel des Erbonkels, aufkreuzt. Zwischen ihm und Ruth (übrigens zwei ausgesprochen attraktiven jungen Leuten) ist es Liebe auf den ersten Blick (Schmalz, Schmalz, Schmalz…). Und sie müssen zusammenhalten, denn Kurt und Lena Bernd sind zu Allem bereit, um ihr Erbe zu bekommen – jawohl, zu Allem!

Doch das Happy End kommt so sicher wie das Amen in der Kirche!

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