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Ein Herr in Weiss

von Gabriel Weber

Wissen Sie, welcher Staat die höchste Alphabetisierung der Welt hat? In der Vatikanstadt ist die Anzahl Analphabeten praktisch gleich null. Auch sonst hat der 44-Hektar-Staat mitten in Rom einiges zu bieten. Wer keine Gelegenheit hat, hinzufahren, kann sich ersatzweise den Bildband Vatikan. Kleinstaat und Weltkirche zu Gemüte führen (jetzt bei buchplanet.ch).

Schon seit dem 14. Jahrhundert residieren die Päpste im Vatikan. Dieser war und ist ein Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt, nicht nur für Pilger, sondern auch für Künstler und Kulturinteressierte. Michelangelo und Raffael haben dort gewirkt, Papst Sixtus IV. brachte seine Sammlung antiker Statuen mit und Julius II. gab den Impuls für den Aufbau der heutigen Vatikanischen Museen, für deren Altertümer Mitte des 18. Jahrhunderts Johann Joachim Winckelmann zuständig war. Die Museen sind ebenso bedeutend wie die bis auf Nikolaus V. zurückgehende Vatikanische Bibliothek mit 700 000 Büchern und 65 000 Manuskripten. Das Papsttum hat in den vergangenen Jahrzehnten viele alte Traditionen aufgegeben. Paul VI. verzichtete auf die Tiara, Johannes Paul I. auf die Krönung, Johannes Paul II. auf den Tragstuhl und Franziskus sogar auf die traditionelle Papstwohnung. Aber die Pracht der Gebäude ist immer noch dieselbe und die Faszination, die vom Zentrum der römisch-katholischen Kirche ausgeht, bleibt ungebrochen.

Herrscher über das alles ist ein Herr in Weiss, Jorge Bergoglio, besser bekannt als Papst Franziskus. Auch das System der Papstwahl wird erklärt; dieselbe läuft heutzutage zum Glück meistens speditiver ab als 1271, als die Kardinäle sich erst dann auf Gregor X. einigen konnten, als man sie auf eine Wasser-und-Brot-Diät gesetzt und das Dach entfernt hatte…

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