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Das Morden ist der Agatha Lust…

von Gabriel Weber

Ich habe zwar schon einmal über Dame Agatha Christie DBE geschrieben (nämlich am 27. Januar 2014), aber eine der meistverkauften Schriftstellerinnen aller Zeiten gibt genug her für mehrere Blogs. Meine Empfehlung für Fans: Das Agatha Christie Lesebuch. Darin erfährt man einiges über die Queen of Crime und ihre Arbeitsweise.

Eine seltsame Fantasie muss sie ja schon gehabt haben, die Agatha. Man braucht nur mal die Methoden durchzugehen, mit denen bei ihr die Mordopfer um die Ecke gebracht werden. Die „traditionellen“ Varianten wie Gift, Messer oder Schusswaffen kommen natürlich auch vor. Daneben gibt es wesentlich originellere Mordinstrumente: Ein Nylonstrumpf; ein Giftpfeil aus einem Blasrohr; ein zweckentfremdeter Tennisschläger; ein Briefbeschwerer in einer Wollsocke; ein Fleischspiess; eine Ukulelensaite; und nicht zu vergessen (mein persönlicher Favorit) ein elektrisch präpariertes Schachbrett…

Ein eigenes Kapitel behandelt Dame Agathas Giftküche. Auch hier gibt es die Klassiker wie Zyankali oder Strychnin; Ausserdem verwenden Agathas Giftmörder u. a. aber auch Morphium, Nikotin und teilweise sogar ganz exotische Wässerchen wie das Gift der südafrikanischen Baumschlange. Verabreicht wird das Gift meistens wahlweise in Wasser, Kaffee, Tee oder sogar Champagner.

Was die Opfer betrifft, hatte Agatha anscheinend keine besonderen Vorlieben. Ermordet werden Frauen und Männer, reiche Leute und arme Leute, Adlige und Nicht-Adlige, Verbrecher und Unschuldige, sympathische und unsympathische Zeitgenossen. In dieser Hinsicht waren für Agatha alle Menschen gleich.

Die beiden Ereignisse in ihrem Leben, die Dame Agatha nach eigener Aussage am meisten beeindruckten, waren erstens ihr erstes eigenes Auto und zweitens ihr Dinner mit der Königin im Buckingham Palace ein halbes Jahrhundert später.

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