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Habermützer, Aalfüsse, Glasnägel und einen Eimer voll Pressluft

von Sara Grob

Seit heute befindet sich das Buch „Der Habermützer“ einmal in unserem Onlineshop. „Habermützer“, diesen Ausdruck findet man in keinem Lexikon, es handelt (oder handelte sich) um einen Oberaargauer Brauch. Früher alses noch keine Dreschmaschinen gab und mühsam mit dem Flegel gedroschen wurde, versuchten die Jugendlichen sich die schwere Arbeit mit allerlei Streichen zu erleichtern und abwechslungsreicher zu gestalten. Sie schickten also einen Knecht oder einen armen Güterbuben bei Sturm und kalten Wetter nach einem weit entfernten Hof um den „Habermützer“ zu holen.  Den „Habermützer“ gibt es aber gar nicht, man schickte also einen Unschuldigen in den April. Der Gefoppte erhielt vom Bauernhof einen schweren Stein oder ein Stück Holz, das er mühselig zurück schleppte. Gross war dann das Gelächter von den Anderen…

Das Buch finden Sie hier zum Preis von CHF 11.00.

Die Kurzbeschreibung dieses Buches hat mich an die „Lehrlingsscherze“ erinnert. Ich wurde in meiner Lehre nie von meiner Lehrmeisterin hereingelegt, aus Erzählungen kenne ich jedoch einige solcher Scherze. Zum Beispiel wird der Lehrling beauftragt eine neue Blase für die Wasserwaage zu besorgen oder einen 180°-Winkel. Es gibt noch viele weitere solcher Scherze, die man Ausbildungsinitiationsriten nennt. Auf Wikipedia findet sich eine grosse Liste, die Aalfüsse, die Glasnägel und der Eimer voll Pressluft werden dort ebenfalls erklärt.  Zum Wikipedia-Eintrag.

 

Buchumschlag "Der Habermützer"

Buchumschlag „Der Habermützer“

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