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Zeig mir, wie du schreibst…

von Gabriel Weber

…und ich sage dir, wie du bist. Das ist die Grundidee der Graphologie, der Lehre von der Schriftdeutung. Im Katalog von buchplanet.ch befindet sich ein Kleiner Führer durch die Graphologie von Charlotte Jäger und Richard Harder.

Die Autoren erläutern in dem Buch genau das Vorgehen bei einer graphologischen Analyse. Natürlich sollte zunächst einmal ein Schriftstück vorhanden sein; ein möglichst umfangreiches, am besten mehrere. Auch einige Informationen über den Schreiber sind wichtig, zum Beispiel wann und wo er schreiben gelernt hat. Nach einem ersten Eindrucksurteil (bei welchem wichtig ist, dass man die Schrift betrachtet und nicht etwa liest) folgen die einzelnen Schriftmerkmale: Grösse, Lage (Winkel zwischen Buchstabe und Zeile), Fülle (runde Buchstaben eher bauchig oder eher mager), Bereicherungen (Buchstaben verschnörkelt oder nicht), Oberzeichen (Position der i-Punkte usw.) und noch viele andere. Bei jedem Merkmal wird genau erklärt, wie es zu deuten ist. Füllige Buchstaben zum Beispiel bedeuten fantasievoll, aber auch wichtigtuerisch. Magere Buchstaben weisen auf Schüchternheit und Scharfsinn hin.

Ich persönlich habe immer ein bisschen Mühe, an diese Schriftdeuterei zu glauben. Meine Befürchtung ist nämlich, dass man nur lange genug hinzusehen braucht, um in einer Handschrift alles zu sehen, was man sehen will. Aber dieses Buch macht einen sehr seriösen Eindruck.

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