Blog von buchplanet.ch | gebrauchte Bücher zu unschlagbaren Preisen

Der beste Freund des Menschen

von Gabriel Weber

Ihre Majestät Elizabeth II., ihres Zeichens Langzeit-Monarchin von Grossbritannien und Nordirland, hat bekanntlich eine Leidenschaft für Hunde, insbesondere Corgis (und zwar schon seit 1933). Dass sie damit in ihrer Verwandtschaft nicht alleine ist, beweist Noble Hounds and Dear Companions von Sophie Gordon (jetzt bei buchplanet.ch). Die Autorin hat eine beachtliche Anzahl von Fotos aus den königlichen Alben zusammengetragen, die Mitglieder des britischen Königshauses mit ihren vierbeinigen Gefährten zeigen.

Schon Königin Victoria war vernarrt in Hunde, ebenso ihr Prinzgemahl Albert; auch Edward VII. und Alexandra, George V. und Mary sowie George VI. und Elizabeth hatten ihre Terrier, Labradors, Pekinesen usw. Die königlichen Hunde waren ganz selbstverständlich auf Familienbildern präsent, teilweise wurden sie sogar porträtiert. Victorias Spaniel Dash war nur einer von diversen Artgenossen, die nach ihrem Tod in der Nähe von Windsor Castle begraben wurden – mit Grabstein und allem. Als König Edward VII. 1910 zu Grabe getragen wurde, folgten dem Sarg nicht nur sein Reitpferd und Staatsgäste aus aller Welt, sondern auch sein Terrier Caesar – derselbe Caesar, von dem der König eine Miniatur aus Porzellan hatte anfertigen lassen, und zwar von keinem geringeren als dem berühmten Juwelier Carl Fabergé.

Es scheint, als hätten manche britischen Royals zu Hunden eine weitaus engere Beziehung als zu Menschen – sogar eine weitaus engere als zu den eigenen Kindern. Wenn ich heute diese Bilder betrachte, frage ich mich: Handelte es sich hier einfach um „gewöhnliche“ Tierliebe? Oder war das Leben dieser Menschen wirklich so leer, dass ihnen nicht anderes übrig blieb, als ihr Herz an Vierbeiner zu hängen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.