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Tatü tata, die Feuerwehr ist da!

von Gabriel Weber

Wenn die berühmte Sirene erklingt und grosse rote Autos durch die Strassen brausen, weiss jedes Kind: Da kommt die Feuerwehr! Und sie kommt nicht nur, wenn es brennt; ob eine Katze von einem Baum gerettet, ob Öl am Auslaufen gehindert oder ob ein Bienenschwarm entfernt werden muss – die Feuerwehr, dein Freund und Helfer (leider ist der Slogan ein Plagiat). Einschlägige Lektüre gefällig? Florian 14: Achter Alarm von Hans Georg Prager.

Das Feuer ist für die Menschen seit jeher Fluch und Segen zugleich. Schon in der Antike existierten daher die ersten professionellen Feuerwehren und die ersten Brandschutzregeln. Das Mittelalter hingegen war eine dunkle Epoche der Brandbekämpfung im heutigen Sinn; vielerorts war man der Ansicht, Brände seien eine Strafe Gottes und deshalb sei es geradezu frevlerisch, mit Wasser dagegen vorgehen zu wollen. Wenn überhaupt, könne so ein Feuer nur durch Beten oder durch Herbeitragen von Monstranzen bekämpft werden…

Aber natürlich geht es in dem Buch des erfahrenen Feuerwehrmannes Prager nicht nur um die Geschichte, sondern auch um den heutigen Feuerwehr-Alltag (bzw. um den Feuerwehr-Alltag zu der Zeit, als das Buch geschrieben wurde). Es wird genau erklärt, was bei Eisenbahnunfällen, Schiffsbränden, Waldbränden und andere Ereignissen geschieht. Auch die Brandprävention wird abgehandelt und mit vielen Beispielen aus Herrn Pragers Berufspraxis angereichert; so sind zum Beispiel Feuermelder die „Lieblingsproblemkinder“ der Feuerwehr.

Der Titel des Buches, ebenso wie manches im Inhalt, verweist übrigens auf den heiligen Florian, den Schutzpatron gegen Feuersbrunst (Man denke an den nicht ganz ernst gemeinten Spruch: Heiliger Sankt Florian/verschon‘ mein Haus/zünd‘ andere an).

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