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Der Vogelfänger bin ich ja…

von Gabriel Weber

…stets lustig, heissa, hoppsassa! Die Auftrittsarie des Papageno ist nur eines von zahlreichen Musikstücken aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Zauberflöte, die weltberühmt geworfen sind. Auch „In diesen heiligen Hallen“, „Der Hölle Rache“ und „Ein Mädchen oder Weibchen“ gehören dazu. Hanskarl Kölsch hat dazu ein Buch verfasst: Wolfgang Amadeus Mozart. Die Rätsel seiner Zauberflöte.

Die Zauberflöte enthält viele ungelöste Rätsel. Warum zum Beispiel gilt dieses schwierige, anspruchsvolle Mysterienspiel heute als Familienoper par excellence (es war seinerzeit auch mein zweites Opernerlebnis)? Wieso ist gerade Papageno mit drei Arien und zwei Duetten mehr beschäftigt als alle anderen Solisten? Handelt es sich bei Papagenos Federn um Natur oder Kostüm? Warum hält der „gute“ und „weise“ Sarastro eigentlich Sklaven? Und was hat der falsche Fuffziger Monostatos in seiner Umgebung zu suchen? In welchem Verhältnis stehen Sarastro und die Königin der Nacht zueinander? Und wie kommt es zu dem plötzlichen „Bruch“ bei der Frage, wer von beiden im Recht ist?

Der Autor nimmt das Werk sehr genau unter die Lupe, Szene für Szene. Das von Emmauel Schikaneder verfasste Libretto mit seiner ganzen komplizierten freimaurerischen, aufklärerischen und pseudo-ägyptischen Symbolik wird Auftritt für Auftritt erläutert. Aber natürlich erfährt der Leser auch, was Mozart alles in die Musik hineingelegt hat (dass es beispielsweise kein Zufall ist, wenn die drei Knaben ganz anders klingen als die drei Damen). Übrigens: Auch wenn Frauen in der Zauberflöte im Allgemeinen nicht besonders gut wegkommen – die Oper beginnt immerhin damit, dass ein Mann vor Angst in Ohnmacht fällt und von Frauen gerettet wird…

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