De apibus semper dubitandum est

Wenn es im Lateinunterricht um Lektüre geht, handelt es sich meistens um die üblichen Verdächtigen: Cäsars Gallischer Krieg, Ovids Metamorphosen, Briefe von Plinius… Warum nicht einmal etwas ganz neues? Alexander Lenard hat einen modernen Klassiker ins Lateinische übersetzt, nämlich A. A. Milnes Winnie the Pooh (Winnie ille Pu, jetzt bei buchplanet.ch).

Die Erlebnisse von Eduardus Ursus, amicis suis agnomine Winnie ille Pu – aut breviter Pu – notus, Christophorus Robinus, Porcellus, Ior und den anderen im silva centum iugerum sind von A bis Z auf das reizvollste latinisiert. Dabei verwendet der Übersetzer viele Formulierungen, die auch bei antiken Autoren wie etwa Cicero vorkommen. Und Pus sinniger Ausspruch „Man kann Bienen nicht trauen“ (siehe Titel) könnte genauso gut ein klassisches Zitat sein… Ein umfangreiches Glossar mit Vokabeln und grammatikalischen Erläuterungen rundet das Buch ab.

Das ganze Buch ist ein Hauptspass, den ich allen frustrierten Lateinschülern und Lateinschülerinnen wärmstens empfehlen kann. Nunc est legendum!

2 Replies to “De apibus semper dubitandum est”

  1. Die Besprechung macht Appetit. Ich bin gespannt, wie sich der Übersetzer bei dem Wortspiel pole (Stange )- North Pole aus der Affäre zieht.

  2. Pu auf lateinisch, lustige Idee. Mein Bruder hatte früher Max und Moritz auf lateinisch, ich erinnere mich nur noch an die Zeile: Ecce bolte vedova… Ob er deshalb lieber Latein gelernt hat, ist mir allerdings nicht erinnerlich, ich glaube eher nicht.

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