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Die spinnen, die Römer!

von Gabriel Weber

Obelix wusste es ja schon immer: Delirant isti romani (siehe oben)! Aber andererseits waren Cicero, Cäsar und Co., ebenso wie ihre Zeitgenossen, doch auch zu beachtlichen Leistungen fähig – im positiven wie im negativen Sinne. Eine Auswahl dieser Höchst- und Tiefstleistungen in Politik, Kunst etc. haben Allan und Cecilia Klynne in ihrem Buch der antiken Rekorde zusammengetragen. Hier eine kleine Auswahl:

Die einzige Frau, die jemals das Gebäude des römischen Senates betrat, war Julia Domna, die Grossmutter von Kaiser Elagabal (um 220 n. Chr.). Während der Belagerung von Ambrakia wurden die römischen Truppen von den Belagerten durch das Verbrennen von Federn (Freisetzung von Blausäuregas) in die Flucht geschlagen – der erste Einsatz von chemischen Waffen (189 v. Chr.). Die vermutlich erste Boulevardzeitung der Welt wurde 59 v. Chr. in Rom gegründet. Cäsar wurde einmal ein Junge vorgestellt, der zwar ohne Arme zur Welt gekommen war – aber mit den Zehen einen Bogen spannen konnte. Der jüngste Olympia-Sieger aller Zeiten war der zwölfjährige Damiskos (368 v. Chr.). Das Jahr 121 v. Chr. galt als bester Jahrgang für römischen Wein. Kaiser Severus Alexander (3. Jahrhundert n. Chr.) liess im Circus Ferkel und Welpen gegeneinander antreten – eine sehr humane Art der Tierhetze, da alle Beteiligten im Grunde nur spielen wollten…

Das Buch ist sehr unterhaltsam. Aber wie immer in solchen Fällen stellt sich auch hier die Frage nach der Zuverlässigkeit der Informationen. Die Autoren geben deshalb bei jedem Rekord genau an, welcher antike Autor in welchem Werk darüber geschrieben hat. Zu den wichtigsten Quellen gehören Cassius Dio, Plutarch und Plinius der Ältere.

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