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Jässodu!

von Gabriel Weber

Kein Schweizer Musiker war bisher international so erfolgreich wie Paul Burkhard. Und auch über 30 Jahre nach seinem Tod ist er unvergessen: Die kleine Niederdorfoper im Zürcher Bernhardtheater ist ein riesiger Erfolg – und das mittlerweile schon in der zweiten Saison. Buchplanet.ch hält natürlich auch hierzu Literatur bereit: „Oh mein Papa… Paul Burkhard. Leben und Werk“ von Philipp Flury und Peter Kaufmann.

1911 in Zürich geboren, war “ Päuli“ ein musikalisches Wunderkind, seine erste Komposition datiert aus dem Jahr 1918. Nach dem Besuch des Konservatoriums (das er übrigens mit Auszeichnung abschloss) war er zunächst Korrepetitor am Berner Stadttheater – hier schrieb er mit der Operette Hopsa sein erstes grosses Bühnenwerk – , anschliessend Hauskomponist am Schauspielhaus Zürich – in dieser Funktion schrieb er u. a. die Musik für die Uraufführung von Brechts Mutter Courage – , dann Leiter des Unterhaltungsorchesters von Radio Beromünster, bevor die Operette Der Schwarze Hecht (und vor allem der darin enthaltene Hit Oh mein Papa) es ihm ermöglichte, sich als freischaffender Musiker nach Zell im Tösstal zurückzuziehen. Dort komponierte der fromme Burkhard für die Dorfjugend religiöse Singspiele (u. a. die Zäller Wienacht). 1977 erlag er einem Krebsleiden.

Ach Gott, noch erinnere ich mich an meine ersten Burkhard-Erfahrungen mit den Schallplatten meiner Eltern. Seine Ohrwürmer wie Dä Heiri hät äs Chalb verchauft, Mir mag halt niemer öppis gunnä oder Das isch dä Schtärn vo Betlehem sind mir heute noch geläufig. Die eingängigen Melodien, teils beschwingt, teils betrübt, teils besinnlich, sind für mich immer wieder ein Genuss. Um es mit dem Bauern Heiri aus Hausen am Albis zu sagen: Jässodu!

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