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Ein ganz besonderer Saft

von Gabriel Weber

Vermutlich ist kaum ein Fabelwesen in der heutigen westlichen Populärkultur so allgegenwärtig wie der Vampir. Ein Blick auf die Bücher und Filme der letzten Jahrzehnte beweist: Es wimmelt nur so von diesen Blutsaugern. Doch obwohl Vampire praktisch unsterblich sind, erleben sie doch gewisse Veränderungen. Seit Bram Stokers Zeiten hat sich einiges getan.

Betrachten wir die Filmgeschichte: die ersten Leinwand-Vampire waren noch Albtraumgestalten, denen man nicht einmal am helllichten Tag begegnen möchte, geschweige denn nachts (Nosferatu, 1922). Anfangs der dreissiger Jahre prägte dann ein ungarischer Schauspieler namens Bela Lugosi einen neuen Typus, der seither oft kopiert wurde; nämlich den des eleganten, gepflegten Gentleman-Monsters, das fast ausschliesslich im Frack herumläuft und das R rollt (Dracula, 1931). Aus heutiger Sicht fällt bei diesem Film übrigens auf, dass die Titelfigur niemals die Zähne zeigt und dass sich die Kamera bei jedem Biss verschämt wegdreht…

Im späteren 20. Jahrhundert wurde das Blutsauger-Genre weiter ausgeweitet. Roman Polanski entdeckte Vampire als Komödienpersonal (The fearless Vampire Killers/Tanz der Vampire). Und Angela Sommer-Bodenburg „zähmte“ die Vampire quasi, indem sie die einstigen Ungeheuer, die es zu vernichten galt, zu Sympathieträgern machte (Der kleine Vampir). Inzwischen gibt es auch schon „vegetarische“ Vampire, die sich nur von Tierblut oder sogar von Ketchup ernähren.

Auch im Angebot von Buchplanet sind die Sauger des „ganz besonderen Saftes“ gut vertreten. Stephenie Meyer etwa ist bei uns mit 13 einschlägigen Titeln aktenkundig, Angela Sommer-Bodenburg hingegen momentan nur mit einem einzigen.

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