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Das Buch für den Herrn

von Sara Grob

Ein friedliches Zusammenleben ist ohne Ordnungen und Verhaltensregeln nicht möglich. Ordnungen und Regeln geben uns Verhaltenssicherheit und sie erhöhen die Vorhersehbarkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen. Verhaltensregeln sind nicht unabänderlich, sondern sie passen sich den gesellschaftlichen Änderungen an. Wie solche Regeln und Ratschläge früher ausgesehen haben, erfahren Sie in im Buch „Das Buch für den Herrn – Ein  vergnügliches und nützliches Brevier für Ihn“.

Aus dem Vorwort: Die Männer werden im Leben, was eine bestimmte Art von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern anbelangt, die sich in so grosser Zahl an die Frau wenden und ihr alle nötigen praktischen Ratschläge erteilen, ausgesprochen stiefmütterlich behandelt. Hätte aber der Herr nicht gleichfalls Anrecht auf ein – wenn auch noch so bescheidenes – Nachschlagewerk des guten Tones und der richtigen Lebensweise, welches ihm in allen Lebenslagen von Nutzen sein könnte? 
Würde er nicht manchmal auch gerne ein Buch zu Rate ziehen können, das sich an die Männer aller Klassen und Altersstufen wendet und ihnen sowohl in ihrem Heim als auch in den Situationen ein guter Wegweiser wäre, wenn sie ihre Verpflichtungen – oder ihre Vergnügungen – nach auswärts rufen?
Aus diesen Überlegungen heraus stammt die Idee dieses „Buches für den Herrn“, welches, wie schon sein Titel sagt, ausschliesslich für die Herrenwelt geschrieben wurde.

Die Zahnbürste
Wählen Sie stets eine gute Qualität.
Sie soll hart sein, so hart Sie sie nur vertragen können.
Werfen Sie sie weg, sobald sie beginnt, weich zu werden.
Achten Sie darauf, dass sie immer peinlich sauber ist.
Spülen Sie sie immer in kaltem Wasser aus.
Zwei Zahnbürsten sind immer besser als eine einzige: eine zur Verwendung am Morgen, eine für abends.
Drei Zahnbürsten sind noch besser als zwei: Behalten Sie zwei in Ihrem Badezimmer und eine in Ihrer Schublade, in der Kleiderablage oder im Büro.

Ihre Schals
Smoking und Frack erfordern einen weissen Seidenschal.
Bei Tag trägt man einfarbige oder unauffällig gemusterte Seiden- oder Wollschals.
Kameenfarbene Kaschmirschals werden nur zu einer ausgesuchten Kleidung getragen.

Zu welchem Zweck soll man telephonieren?

  • Um eine Verabredung zu treffen
  • Um eine Einladung an einen Verwandten, einen Freund oder eine Ihnen nahestehende Person ergehen zu lassen.
  • Um sich nach dem Befinden eines Freundes oder Verwandten zu erkundigen.
  • Um einen Untergeordneten herbeizubefehlen.
  • Um eine wenig wichtige Angelegenheit zu erörtern.
  • Um freundschaftlich zu plaudern.

Und wie soll man telephonieren?

  • Wenn Sie derjenige sind, der anruft, nennen Sie sofort Ihren Namen und Ihren Stand, so dass der Angerufene Sie ohne Mühe und unverzüglich identifizieren kann.
  • Geben Sie hierauf kurz genau an, was der Gegenstand Ihres Anrufes ist.
  • Beenden Sie das Gespräch mit einer Höflichkeitsformel.

In welchen Fällen soll man nicht telephonieren?
Telephonieren Sie nicht an eine Person, die Sie schwer krank wissen, noch anlässlich des Todes jemandes, der nicht zu Ihrer Verwandtschaft gehört, an dessen Wohnsitz.
Rufen Sie nicht eine wichtige Persönlichkeit an, ohne dass Sie dazu ermächtigt sind.
Vermeiden Sie so gut es geht, einen geistigen Arbeiter zu stören, ohne sich vorher der Stunden vergewissert zu haben, zu denen er Ihnen zur Verfügung stehen kann.
Halten Sie sich vor Augen, dass es, ausser in Fällen äusserster Dringlichkeit, unschicklich ist, sehr zeitig am Morgen, spät am Abend oder zur Essenszeit anzurufen.
Unterlassen Sie es, sich telephonisch für ein Geschenk zu bedanken (Sie können höchstens anrufen, um sich für eine vergangene oder zukünftige Einladung zu bedanken).

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Das Buch erhalten Sie einmal in unserem Onlineshop für CHF 15.00

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