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Gehandelt wurde in Gulden – Bestraft mit dem Tod

von Josef Beda

Im Kanton St. Gallen, der im Jahr 1803 der Schweizerischen Eidgenossenschaft beitrat, wurde bis ins Jahr 1852 in der Währung Gulden – den St. Galler-Gulden – gerechnet. Der heutige Regierungsrat wurde damals noch als Kleiner Rath bezeichnet. Dieser war mit umfassenden Machtbefugnissen ausgestattet und setze sich aus Würdenträgern, welche die höchsten Ämter der Stadt und des Kantons inne hatten, und aus Herren von alteingesessenen Familien zusammen.

Im Amtsbericht des »Kleinen Rathes vom Kanton St. Gallen über das Jahr 1834« ist viel Interessantes nachzulesen. Nebst der »Staatsrechnung«, welche zusätzlich in der Währung Franken erläutert ist, den »Diplomatischen Angelegenheiten, oder Verhältnisse des Kantons zur Eidgenossenschaft, zu anderen Kantonen und zum Ausland« und dem »Militärwesen«, beeindruckt beispielsweise auch der Titel »Kriminelles«:

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«Im Laufe des gegenwärtigen Jahres beurtheilte das Kriminalgericht: Kantonsangehörige 74, Fremde 19, im Ganzen 93 Individien, davon Männer 84, Weiber 9. Die dabei ausgesprochenen Strafen wurden in folgende Verhältnisse verhängt, als: Todesstrafe 2, Kettenstrafe 10, Zuchthausstrafe 9, …, Prügelstrafe 5, …, Pranger 11, …, Schandsäule 19, …, Verwahrung auf unbestimmte Zeit 1, Entlassung mit Verdacht 3.» – Und dann ist in diesem Bericht auch zu lesen, dass die Grenzbezirke Sargans, Gaster und Seebezirk sich nicht vollumfänglich an das verordnete Zahlungsmittel gehalten haben, sondern in Bündner-, Glarner- und Zürcher-Währung handelten.

Die Schrift ist bei uns – buchplanet.ch – bestellbar; sie kostet 6127 Gulden was dem Betrag von 31.00 Schweizer-Franken entspricht.

 

Bild-Quelle:
Bild A: Deckblatt des Berichtes

 

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