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Mit Schaufel und Zahnbürste

von Gabriel Weber

Kurz nach dem zweiten Weltkrieg schrieb Kurt W. Marek, eben in die Heimat zurückgekehrt, das Buch „Götter, Gräber und Gelehrte“ und bot es dem Verleger Ernst Rowohlt an. Dieser hielt nichts von der Idee – bis sich das Werk  als Bestseller entpuppte.

„Götter, Gräber und Gelehrte“ wird oft als „Roman der Archäologie“ bezeichnet, doch eigentlich wäre die Bezeichnung „Roman der Archäologen“ passender. Es geht nämlich um Menschen. Heinrich Schliemann, der reiche Geschäftsmann, hat bereits ein Vermögen verdient, als er sich auf seine alten Tage der Aufgabe widmet, das historische Troja zu finden. Mit der Ilias in der Hand sucht er am Ufer der Ägäis nach dem Ort, der Homers Beschreibung am ehesten entspricht… Jean-François Champollion, das einmalige Sprachengenie, befasst sich, während ringsherum die napoleonischen Kriege toben, in mühsamer Kleinarbeit mit der Entzifferung der Hieroglyphen… Die Geschichte dieser und anderer Herren erzählt Marek (der seinen Namen umdrehte und das Pseudonym C. W. Ceram benutzte) sehr unterhaltsam und flüssig, aber niemals ohne wissenschaftliche Grundlage. Das Buch ist nach geographischen Regionen geordnet.

Das Graben in der Erde mit Schaufel und Zahnbürste kann ungeheuer spannend sein – besonders, wenn man solche Entdeckungen macht wie seinerzeit, als Schliemann und seine Frau Sophia den Schatz von Troja entdeckten…

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