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Die Schweiz – Ein städtebauliches Portrait

von Strichli

Heute ist uns ein drei- beziehungsweise vierteiliges Werk abgegeben worden, welches beim ersten Hinsehen einen unscheinbaren Eindruck hinterliess. Doch bereits ein kurzer Blick in den Vorsatz, der normalerweise kaum Text und Bilder enthält, verriet uns: Es muss ein interessantes Werk sein. Nach neugierigem Blättern fiel mir sofort die geradlinige Struktur des Inhaltes auf: Im ersten Band mit dem Titel »Einführung« verraten uns die Autoren ihre Methode und Arbeitsweise und geben Hinweise auf die Denkweise der Schweizer und Schweizerinnen: «Die spezifisch schweizerische Urbanität erweist sich als eine Art Kultur des Verweigerns und Verhinderns, von Dichte, von Höhe, von Masse, von Konzentration, von Zufall und von beinahe allen anderen Eigenschaften, die man einer Stadt wünscht und welche auch die Schweizer sehnsüchtigst lieben – bloss möglichst fern ihrer Heimat.»

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Im zweiten Band mit dem Titel »Grenze, Gemeinden – Eine kurze Geschichte des Territoriums« wird die Geschichte unserer Eidgenossenschaft so erzählt, wie man sie so, sonst nirgendwo finden kann. Land, Volk und Natur im gegenseitigen und zusammenführenden mit Hindernissen und Rückschlägen gemeinsamen Aufbau unseres Landes: «Der Staat im Staat im Staat… Indem der Staat die Zerbrechlichkeit der Konstruktion in seinem lnneren weiterschreibt, verschärft die Schweiz den konstruierten Charakter von nationalen Staaten, die in einem begrenzten Zeitraum aus dem kontinentalen Terrain ausgeschnitten wurden. Drei staatliche Territorien verschachteln sich mit eigener politischer Souveränität wie russische Puppen ineinander: Gemeinden, Kantone und Eidgenossenschaft. Die Stabilität des Landes ist in Wirklichkeit ein Patt zwischen Macht und Autonomie im Zusammenspiel dieser drei Staatsformen.»

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Der dritte Band beschäftigt sich mit den fünf unterschiedlichen Typologien der Schweiz – so wie es die Autoren Roger Diener, Jacques Herzog, Marcel Meili, Pierre de Meuron, Christian Schmid in Zusammenarbeit mit dem ›ETH Studio Basel – Institut Stadt der Gegenwart‹ fundiert und untermauert zum Ausdruck bringen: «Das Ergebnis unserer Forschungsarbeit ist eine neuartige Sicht auf die Schweiz, welche bestehende Bilder in Frage stellt und das urbane Potenzial mittels fünf unterschiedlichen Typologien auslotet: Metropolitanregionen, Städtenetze, Stille Zonen, Alpine Resorts und Alpine Brachen. Es ist eine neue urbane Topografie, die das traditionelle Solidaritätsmodell in der Schweiz herausfordert.»

 

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Als vierter Teil dieses Werkes, zu dem Sie unter HIER mehr erfahren und auch die Herkunft der Studie kennen lernen, ist den drei Bänden eine Thesenkarte mit dem Titel »Urbane Potenziale« beigefügt.

 

Die im Verlag für Architektur Birkhäuser mit der Trägerschaft der Eidgenössischen Technischen Hochschule erschienene Ausgabe kann bei uns – buchplanet.ch – zu einem Preis von CHF 51.00 bestellt werden.

 

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel Band 1
Bild B: Buchdeckel Band 2
Bild C: Buchdeckel Band 3

 

 

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