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Archiv vom September, 2013

30. September 2013

Synonyme mit Sara

by Sara Grob

In der Schule habe ich gelernt, dass man Wortwiederholungen in Texten vermeiden sollte. Deshalb verzweifle ich manchmal fast, wenn ich einen Text über buchplanet.ch schreibe. Es kann doch nicht in jedem fünften Satz das Wort „gebraucht“ vorkommen. Für solche Fälle steht neben meinem Pult ein Synonymwörterbuch. Synonyme oder Ersatzworte sind verschiedene Wörter mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung. Da wir m0mentan in unserem Angebot auch ein Synonymwörterbuch haben, möchte ich einige Ersatzworte mit Ihnen teilen. Anmerkungen von mir sind kursiv und rosa.

gebraucht: abgenutzt, alt, antiquarisch, aus zweiter hand, benutzt, nicht mehr neu; (bayr., österr.): übertragen Bei uns erhalten Sie über 35’000 übertragene Bücher

Buch: 1. a) Band, Bestseller, Druck-Erzeugnis, Druckwerk, Einzelband, Foliant, Hardcover, Leporelloalbum, Leporellobuch, Longseller, Paperback, Printmedium, Reader, Sammelband, Taschenbuch, Titel; (ugs.): Schmöker, Wälzer; (ugs., oft abwertend): Schwarte; (ugs., scherzh. od. abwertend): Schinken; (veraltend, abwertend): Scharteke; (Buchw.): Broschur Hmmm… Jeder Foliant ist ein Buch, aber nicht jedes Buch ist ein Foliant (Folio: 35 bis 45 cm Buchrückenhöhe). Dasselbe auch mit dem Bestseller, Einzelband, Hardcover, Leporelloalbum, Leporellobuch, Paperback, Sammelband, Taschenbuch
b) Abhandlung, Arbeit, Niederschrift, Publikation, Schrift, Studie, Text, Titel, Untersuchung, Veröffentlichung, Werk.
2. a) Geschäftsbuch, Handelsbuch, Kladde; (veraltet): Diarium
b) Kassenbuch; (österr.): Kassabuch

Bücherwurm: Bibliophiler, Bibliophile, Bücherfreund, Bücherfreundin, Bücherliebhaber, Bücherliebhaberin, Büchernarr, Büchernärrin, Leser, Leserin, Vielleser, Vielleserin; (ugs. scherzh.): Leseratte; (Psychol.): Bibliomane, Bibliomanin Nennt mich Büchernärrin, Bibliophile, gar Bibliomanin aber verschont mich mit den Ausdrücken Bücherwurm und Leseratte.

buchstabengetreu: buchstäblich, im Wortlaut, Wort für Wort, wortgetreu, wörtlich, wortwörtlich, (bildungsspr.): verbaliter, verbotenus. Was bedeutet denn bildungssprachlich? Duden.de meint: zu einer Sprache, Ausdrucksweise gehörend, die bestimmte Kenntnisse, eine gute schulische Bildung voraussetzt

freuen: entzücken, erfreuen, Freude bereiten/machen, freudig/froh stimmen, fröhlich/glücklich machen; (geh.): beglücken, erbauen, ergötzen Hmmm… Ich freue mich = Ich entzücke mich = Ich bereite Freude = Ich mache glücklich, hmmm…. Ich freue mich weil du mich anlächelst, aber ich bereite dir eine Freude wenn ich dich anlächle. Man sollte deshalb nur Synonyme verwenden, die man auch wirklich kennt, sonst verwendet man das Wort trotzdem falsch.

Heidelbeere: Blaubeere; (bayr., österr.): Schwarzbeere; (landsch.): Mollbeere, Waldbeere. In China gibt es 92 verschiedene Arten der Mollbeere, die würde ich gerne einmal ausprobieren.

Hebamme: Geburtshelferin; (veraltet): Sage Femme, Wehfrau, Wehmutter, weise Frau. Von der Wehfrau Ottilia Grubenmann haben wir einige Bücher in unserem Angebot.

Wenn ich nun Ihre Lust am Stöbern im Synonymwörterbuch geweckt habe, dann zögern Sie nicht und bestellen Sie noch heute das Buch (das Printmedium) im buchplanet.ch – dem Onlineshop für secondhand Bücher.

26. September 2013

86 kg Voltaire

by Gabriel Weber

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Folgender Spruch wird Voltaire zugeschrieben: Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen Sie hinterher! Es gibt dabei bestimmt etwas  zu verdienen. Ob der französische Philosoph prophetische Fähigkeiten besass, weiss ich nicht; aber er war zweifellos eine der bedeutendsten Geistesgrössen, welche die grande nation je hervorgebracht hat. Geboren am 21. November 1694 in Paris als François-Marie Arouet, gestorben ebenda am 30. Mai 1778, Studienabbrecher (auch aus solchen kann etwas werden!), guter Bekannter von Friedrich dem Grossen und berühmt-berüchtigter Freigeist.

Momentan bietet sich bei Buchplanet eine einmalige Gelegenheit. Wir haben eine Ausgabe von Voltaires gesammelten Werken (im französischen Original, versteht sich) im Angebot, die sich gewaschen hat. Es handelt sich dabei nämlich um die so genannte „Kehler Ausgabe“ aus dem 18. Jahrhundert, 70 Bände, alle in goldgeprägtes rotes Leder gebunden, insgesamt fast 87 kg schwer, illustriert mit zeitgenössischen Kupferstichen, ein richtiger Bücherregal-Schmuck. Wenn man die Bände durchblättert, merkt man, wie viel Mühe sich die Herausgeber gegeben haben, zumal das Ganze wegen der französischen Zensur im Ausland gedruckt werden musste.

Ich kann jedem Voltaire-Enthusiasten nur wärmstens empfehlen, bei dieser günstigen Gelegenheit zuzugreifen!

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24. September 2013

Hiç bir şey anlamıyorum

by Josef Beda

Genauso geht es doch vielen Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit unterwegs sind, sich zu einem gemütlichen Essen zusammensetzen wollen, in einem Warenhaus etwas suchen oder auf dem Nachhauseweg sind. Man versteht nicht alles. Oft ist das Stimmengewirr zu gross, die Hintergrundgeräusche zu stark oder der Lärm des Verkehrs so gewaltig, dass gutes Verstehen fast gar unmöglich gemacht wird. Manchmal ist es aber auch die gesprochene Sprache, die man nicht versteht; Dialekte aus einem anderen Kanton, welche ganz hinten im »Ecken« noch verwurzelt sind, oder eben eine Fremdsprache. Sicher, es gibt viele weitere Gründe um zu sagen: «Ich verstehe nur Bahnhof.»

 

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Ein kleines unscheinbar wirkendes Taschen-Büchlein mit dem Titel »Türkisch schimpfen – Beleidigungen, Flüche, Sauereien« – auch mit solchen Schriften werden wir im »buchplanet« konfrontiert –  kann vielleicht hie und da dem Verständnis etwas auf die Sprünge helfen!

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel

23. September 2013

Georg Paulmichl

by Sara Grob

In unserem Angebot befindet sich seit heute einmal das Buch „Vom Augenmass überwältigt“ von Georg Paulmichl. Er zählt zu den bekanntesten Künstlern Südtirols. Mit seinen Texten und Gemälden hat sich Georg Paulmichl vor allem in Österreich, Deutschland und der Schweiz einen Namen gemacht. Er lebt in Prad im oberen Vinschgau und arbeitet in der dortigen Behindertenwerkstatt. Seit den 80er Jahren schreibt und malt er.
Georg Paulmichl hat seine eigene Art zu schreiben, seine Wortschöpfungen begeistern mich immer wieder aufs Neue.

Es gibt eine sehr informative Webseite über Georg Paulmichl, zu finden unter georgpaulmichl.com

 

Ein Auszug aus seinem Buch „Vom Augenmass überwältigt„, © 2001, Haymon Verlag

Behinderte

Die Welt braucht keine behinderten Menschen.
Aber da sind sie trotzdem.
Mit Geburtsgebrechen hat Jesus die Behinderten in die Welt geschickt.
In der Behindertenwerkstatt basteln sie Korbgeflechte.
Die Dorfbewohner sind froh, wenn sie keine Behinderten zu Gesicht kriegen.
Bei der Opfermesse singen sie die falsche Tonleiter.
Im Neubau der Behindertenwerkstatt wird das Leben eingeübt.
Die Betreuer sind streng und voller Ungeduld.
Die Körperbehinderten sind in den Rollstuhl integriert.
Ob sie im Himmel Einlass finden, weiss nur der liebe Gott.

19. September 2013

Rufst du, mein Vaterland?

by Gabriel Weber

Wie hiess der erste Bundespräsident der Schweiz? Jonas Furrer. Wann wurde der erste Sozialdemokrat in die Schweizer Landesregierung gewählt? 1943. Und wie hoch liegt der Rekord für die Amtszeit eines Bundesrates? Bei 31 Jahren.

Diese und viele weitere Informationen enthält das dicke Buch „Die Schweizer Bundesräte“, herausgegeben von Urs Altermatt. Es ist zwar als Bettlektüre nicht gerade handlich (648 Seiten Umfang und 1,9 kg Gewicht) und ausserdem auch ganz und gar nicht auf dem aktuellen Stand (der letzte Eintrag betrifft Kaspar Villiger, gewählt am 1. Februar 1989), aber trotzdem sehr interessant. Jeder Bundesrat erhält nicht nur eine ausführliche Biografie, sondern auch eine fundierte, differenzierte Würdigung seines politischen Wirkens. Ergänzt wird das ganze durch reichhaltiges Bildmaterial, vor allem „Nebelspalter“-Karikaturen sind da eine wichtige Quelle.

Es gibt da Geschichten, die einen stark an die jüngere Vergangenheit erinnern. Zum Beispiel die Geschichte von Ulrich Ochsenbein, dem ersten Bundesrat, der nicht wiedergewählt wurde (1854). Oder diese: 1929 wurde der Zürcher Nationalrat und NZZ-Chefredakteur Albert Meyer in die Landesregierung gewählt, obwohl er nicht der offizielle Kandidat seiner Partei war. Nach jedem Wahlgang stand Meyer auf und bat seine Kollegen, für Ständerat Oskar Wettstein, den offiziellen Kandidaten, zu stimmen. Als es ihn im vierten Wahlgang dann doch noch erwischte, bat Meyer um 24 Stunden Bedenkzeit, bevor er schliesslich doch annahm.

Die Schweizer Bundesrat funktioniert im Prinzip immer noch genau so wie 1848 und gilt als stabilste Regierung der Welt. Die Aufstellung unserer Landesväter und Landesmütter (im Buch allerdings erst eine) ist auch ein Stück Schweizer Geschichte. Es könnte allerdings nicht schaden, gelegentlich eine aktualisierte Auflage herauszugeben.

17. September 2013

Stimmt nachdenklich!

by Josef Beda

Gestern Montag-Abend – 16. September – wurde die neuste Folge der Quiz-Sendung »1 gegen 100«, moderiert von der charmanten Susanne Kunz, im SRF ausgestrahlt. Verschiedene Kandidaten wurden – wie in jeder Sendung – mit Fragen aus unterschiedlichen Bereichen konfrontiert. Die Spiele nahmen ihren Lauf: gewinnen, verlieren, und dazwischen knobeln, überlegen und kombinieren in angenehmen Rahmen. Gegen Schluss der Sendung konnte ein Kandidat zwischen den Bereichen »Schweizer Politik« und »Schweizer DJ« wählen; er entschied sich für »Schweizer Politik« – hätte ich, als ebenfalls dem älteren Semester angehörende Person, ebenso gemacht. Die Frage, welche Susanne Kunz dem Kandidaten stellte lautete: «Worüber stimmt das Schweizer Stimmvolk am kommenden Samstag ab?» Drei Antworten standen zur Auswahl: a) Aufhebung der Wehrpflicht ◊ b) Ankurbelung der Milchwirtschaft ◊ c) Abschaffung der Autobahn-Vignette.

Besuchen Sie die Sendung und staunen Sie selber!

Der Kandidat überlegte und fand die Antwort a) »Aufhebung der Wehrpflicht« als richtig. Tatsächlich, er tippte auf die richtige Antwort und sein Guthaben wuchs um 21’000 Franken! Was bedeutet dies genauer betrachtet? 21 der 46 Personen, welche noch im Spiel waren, antworteten falsch! – Eine Woche vor der Abstimmung!

16. September 2013

Berner und Schweizer Heimatbücher

by Sara Grob

Kennen Sie die Reihen „Berner Heimatbücher“ und „Schweizer Heimatbücher“ des Paul Haupt Verlag? Es sind informative Broschüren, die sich immer einem bestimmten Thema der Schweizer (Berner) Kultur und Geschichte widmen. Zu den Broschüren gehört auch immer ein ca. 20seitiger Bildteil, meist mit s/w Fotografien.

Von den Berner Heimatbüchern gibt es bereits 144 verschiedene Exemplare, einzelne davon sind in unserem Onlineshop für gebrauchte Bücher bestellbar, Sie finden diese hier.
Von den Schweizer Heimatbüchern existieren 199 verschiedene Exemplare, unser Angebot an Schweizer Heimatbüchern finden Sie hier.

Ich habe eine Webseite gefunden, die eine praktische Aufstellung über alle Berner und Schweizer Heimatbücher anbietet. Hier finden Sie diese Liste.

Besonders angetan hat es mir die Nummer 7 der Berner Heimatbücher: Bernische Landsitze aus Rudolf von Tavels Werken. In dieser Broschüre werden mehrere Bernische Campagnen (Landsitz im stadtbernischen Dialekt), die von Rudolf von Tavel in seinen Werken erwähnt worden sind, vorgestellt. Das liest sich dann so:

Rümligen: Im „Verlorne Lied“ findet sich die farbenglühende Schilderung eines Hochzeitsfestes auf Schloss Rümligen: „Dobe, uf der grosse Terrasse, het’s uf länge Tische zwüsche gwaltige Meje vo Rose, Ritterspörli und Ysehuet zwitzeret vo Glas und Silbergschirr. Nah-ti-nah hei sech di Herrschaften a dene Tische gsädlet, und es het afah chlingele, chlefere, tschädere, schwätze, lache, schwadronieren und ufchachle. Uf der dopplete Stäge vor der Hustüre sy wie-n-en Ameissezug d’Dientschten uf der einte Syte mit volle Schüsslen und Platten abecho, uf der andere mit lääre wieder ufe- Und en anderi Chetti isch vo der Tischeten i Chällerhals gloffe. Nume schad, dass niemer sech het chönne Zyt näh, ds Ganze z’überluege… Was da für ne Rychtum vo Farbe binenandere gsi isch!“ (Kap. VI)
Wenn wir durch das Gürbetal aufwärts fahren, so grüsst uns oberhalb des Kirchdorfes Thurnen am Hang des Längenberges der hohe Turm des Schlosses Rümligen als Wahrzeichen eines mittelalterlichen Burgbaus. Nur sein barockes Mansardendach deutet auf eine bauliche Veränderung aus dem 18. Jahrhundert. Eine Darstellung von Albrech Kauw (1671) zeigt den Turm noch zinngekrönt. Die Aussenarchitektur des Wohngebäudes weist ebenfalls auf das 18. Jahrhundert. Sein damaliger Besitzer, Samuel Frisching, liess es nämlich um 1710 gründlich erneuern; aber in seinen Mauern und in seinem Kern ist es viel älter. Im Mittelalter war die Burg Sitz eines einheimischen Freiherrengeschlechtes, der Herren von Rümligen, gewesen. Seine Glanzzeit erlebte dann Rümligen im 17. und 18. Jahrhundert als Herrschaftssitz der Familie Frisching. In Samuel Frisching, dem oben erwähnten Erneuerer des Herrenhauses, tritt uns der bedeutendste Sprosse dieses Geschlechts entgegen. Anno 1712 hatte er in der Schlacht bei Villmergen durch sein Eingreifen die Entscheidung zu Gunsten Berns herbeigeführt. Von 1715 – 1723 stand er als Schultheiss an der Spitze des bernischen Staates. Im ersten Kapitel seines Romans „Ds verlorne Lied“ schildert uns Tavel seine Leichenfeier auf Schloss Rümligen.

Mir gefällt diese Broschüre aber vor allem wegen seiner wunderschönen s/w Fotografien der Berner Campagnen. Ich könnte die Fotos dieser herrschaftlichen Häuser stundenlang betrachten…

Schloss Rümligen

Schloss Rümligen

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Ds Halengut bei Bern

 

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Eichberg bei Uetendorf

13. September 2013

Den Erlkönig mit Kron‘ und Schweif

by Gabriel Weber

Fantasy ist nicht unbedingt meine literarische Spezialität, die reale Welt ist mir lieber. Und Goethe ist auch nicht meine Kragenweite, ich ziehe Schiller vor. Aber „Der Ruf ins andere Land“ von Dahlov Ipcar ist so eine Art Kombination aus Goethe und Fantasy und das hat seinen besonderen Reiz.

Die Bäuerin Nora ist vor Kurzem Mutter geworden. Doch eines Nachts wird sie von einer geheimnisvollen Macht gezwungen, ihren Mann Eben und ihren Sohn Owen zu verlassen und per Boot nach Erland zu reisen, in das Reich des Erlkönigs (ob es wohl derselbe ist, den Goethe besungen und Schubert vertont hat?). Auch die Erlkönigin hat vor kurzem ein Kind zur Welt gebracht, kann es aber wegen einer Krankheit nicht selbst stillen. Deshalb soll Nora die Amme des kleinen Erlprinzen Elver werden. Da ihr nichts anderes übrig bleibt, lebt Nora jahrelang im Schloss des Erlkönigs und kümmert sich liebevoll um ihr Pflegesöhnchen, dem sie den Spitznamen Eelie gibt. Als die Erlkönigin stirbt, macht der grausame und brutale Erlkönig Nora einen Heiratsantrag („Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt“) und will sie, als sie ablehnt, zur Heirat zwingen („Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!“) Nora weiss, dass sie aus Erland fliehen muss. Doch wie soll sie das schaffen? Und was soll sie zuhause tun, nachdem ihr Mann inzwischen der Hexe Bab Magga ins Netz gegangen ist? Ein Glück, dass Nora in dem liebenswerten Eelie einen zwar körperlich kleinen, aber keineswegs machtlosen Verbündeten hat…

Besonders originell fand ich, dass die erzählende Person wechselt. Nora, Eelie, Owen und Eben wechseln sich kapitelweise als Ich-Erzähler ab und jeder schildert die Geschehnisse von seinem Standpunkt aus. Auch sonst ist das Ganze ein originelles, fantasievolles Märchen voller Symbolik, längst nicht so monumental wie andere Fantasy-Geschichten, sondern mehr so eine Art Kammerspiel. Auch für Fantasy-Muffel empfehlenswert!

12. September 2013

Rätsel über Rätsel

by Gabriel Weber

Die Wirklichkeit schreibt zuweilen die besten Geschichten, Geschichten, wie kein Schriftsteller sie besser erfinden könnte. Und selbst in unserer wissenschaftlichen, geordneten und erforschten Welt gibt es immer noch Geheimnisse, die ungeklärt sind (und es vermutlich auch bleiben werden).

Warum und wohin verschwand die Schriftstellerin Agatha Christie 1926 für elf Tage? Was war das Erfolgsgeheimnis von Grigori Rasputin? Hat es tatsächlich schon Kinder gegeben, die – wie Tarzan oder Mowgli – von wilden Tieren grossgezogen wurden? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich das Buch „Rätselhafte Ereignisse“ aus der Reihe „Unser 20. Jahrhundert“. Natürlich werden keine pfannenfertigen Lösungen serviert (das wäre ja auch langweilig und abgesehen davon in den meisten Fällen gar nicht möglich), aber die einzelnen Fragestellungen werden doch von allen Seiten beleuchtet und wissenschaftlich betrachtet.

Irgendwie beruhigend, dass selbst in unserer modernen, wissenschafts- und technikgläubigen Zeit nicht alles so einfach erklärbar ist. Seien wir ehrlich: Es wäre doch schade, wenn wir alles wüssten…

12. September 2013

Thank You for Your Music

by Josef Beda

Heute jährt sich der Todestag des »Man in Black«, des »King of Country-Music«, zum zehnten Mal. Am 12. September vor zehn Jahren verstarb der unvergessliche Johnny Cash, der schon zu seinen Lebzeiten eine Legende war in seinem 72. Lebensjahr; schwer von seinen Krankheiten gezeichnet. – Doch Deine Fans werden Dich nie vergessen, Dich mit Deinen Songs wie »Ring of Fire«, »Walk the Line«, der unverkennbaren Johnny Cash-Music und Deiner Ausstrahlung. Thank you Johnny!