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Vom Romulus bis zum Meteor

von Gabriel Weber

Ab und zu findet man im Buchplanet regelrechte Trouvaillen. Der Titel „play Dürrenmatt. Ein Lese- und Bilderbuch“ ist mir als Dürrenmatt-Fan sofort ins Auge gesprungen.

Friedrich Dürrenmatt hat nicht nur für die Bühne geschrieben; viele seiner Theaterstücke sind, unter Mitarbeit des Autors, auch vom zeitgenössischen Fernsehen aufgezeichnet worden. Und zwar nicht selten mit hochkarätigen Besetzungen: Therese Ghiese, Leonard Steckel, Gustav Knuth und viele andere, die in vielen Fällen ihre Fernseh-Rollen auch auf der Bühne dargestellt haben. Die zahlreichen Schwarzweiss-Aufnahmen in diesem Buch vermitteln dem Dürrenmatt-begeisterten Leser das Gefühl, Frl. Dr. von Zahnd, Wolfgang Schwitter oder Kaiser Romulus (hach ja, Romulus der Grosse – das erste, was ich je von Dürrenmatt gelesen habe!) endlich einmal persönlich zu sehen. Ein anderes Thema sind die Kinofilme, mit denen Dürrenmatt weniger Glück hatte. Von Bernhard Wickis „Besuch“ (der alten Dame) war er offenbar nicht besonders begeistert, von „Es geschah am helllichten Tage“ auch nicht. Allem Anschein nach war er kein Autor fürs Kino.

Ergänzt wird das Ganze noch durch Quellentexte, teils von Dürrenmatt selbst, teils von Mitarbeitern und Bekannten, von Max Frisch, Hugo Loetscher und vielen anderen. Sie äussern sich nicht nur über die verfilmten Stücke, sondern auch über Dürrenmatt und seine Arbeitsweise. Nur schon deshalb sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre für jeden Dürrenmatt-Fan erklärt werden.

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