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Lebenssätze

von Simone Gröbli

Geschätzte Blog Leser

Es könnte sein, dass mein heutiger Blog mit  einem Hauch Philosophie versehen ist. Als ich nämlich heute meinen morgendlichen Blick in die vorsortierten Bücher-Schachteln warf, stach mir ein Buch mit dem Titel „Starke Worte“ in die Augen.

50 Persönlichkeiten und solche die es meinen sie sind es, sollten den Satz ihres Lebens präsentieren und sich dazu äussern.

Neugierig wie ich nun einmal bin, habe ich das Buch zu Hand genommen und den Inhalt durchgelesen. Und es ist erstaunlich was man unter dem Begriff „Lebenssatz“ alles verstehen kann; Da gibt die einfach gestrickten wie:

„Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Erich von Däniken) oder

„In diesem Hundeleben hat alles seinen Preis“ (Milena Moser)

oder persönliche Lebenssätze, wie:

„Lass sie nur, sie machts schon recht.“ (Klara Obermüller)

„Brigittchen, vergiss nie, du kommst aus der Hefe, und die Hefe hat Kraft!“

(Brigitte Woggon) Erste weibliche Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich

Ein zwiespältiges Motto habe ich auch entdeckt;

„Arbeit macht frei.“ (Margrith Bigler-Eggenberger)

Dieser Satz steht bekannter weise auch über dem Eingangstor von Auschwitz, einer der berühmt-berüchtigsten und grössten Vernichtungslager der Geschichte. Selbverständlich wollte ich wissen, wie man einen solchen fragwürdigen und eben auch verlogenen Satz (denn in Auschwitz gab es keine Freiheit sondern den Tod) wählen kann. Ich gestehe, die dazugehörigen Ausführungen von Frau Bigler-Eggernberger, die, soweit ich weiss, die erste Bundesrichterin der Schweiz war, haben mich beeindruckt.

Dann habe ich tatsächlich noch tiefgründige Sätze gefunden, die das Prädikat „Starke Worte“ auch in Wahrheit verdienen:

„Bildung ist gedankliche Unbestechlichkeit.“ (Carolina Müller-Möhl)

oder

„Sei aufmerksam, empfinde nichts umsonst, messe und vergleiche, dieses ist das ganze Gesetz der Philosophie.“ (Hanspeter Uster)

Und als Schlusspunkt:

„Das einzige, was nicht trügt ist der Schein.“ (Maria Becker)

Das sind also Sätze des Lebens.

Haben Sie Geschätzte Blog-Leser auch welche?

Wenn ich Ihnen nun diese Frage stelle, komme ich nicht darum herum auch einer meiner Sätze zu „veröffentlichen“ Ich habe ihn mir von Conrad Ferdinand Meyer ausgeliehen. Er stammt aus seinem Werk „Huttens letzten Tage“:

Ich bin kein ausgeklügelt Buch. Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch

Urs

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