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Archiv vom Juli, 2013

29. Juli 2013

Meine Aufgaben als Betriebsleiterin, Teil 1

by Sara Grob

Am 23. Juli erschien im St. Galler Tagblatt ein Bericht über buchplanet.ch und mich. Den Artikel findet man jetzt auch online und zwar hier.
Dank diesem Artikel konnten wir schon viele Neukunden gewinnen, die ich auf diesem Wege auch herzlich begrüssen möchte.
Sehr gefreut hat mich der Anruf eines Herrn, der sich bei mir für meine Arbeit bei buchplanet.ch bedankte. Er schätzt es sehr, dass nicht nur Bücher, sondern auch Menschen bei buchplanet.ch eine zweite, dritte oder gar vierte Chance erhalten.  Die Arbeit bei buchplanet.ch macht mir Spass, aber es steckt schon viel Kraft und Motivation von mir dahinter. Es tut mir deshalb sehr gut, wenn dies sogar von Aussenstehenden erkannt und ästimiert wird.

Es ist manchmal schwierig meine verschiedenen Funktionen, die ich bei buchplanet.ch habe, unter einen Hut zu bringen. Sehr wichtig ist bei buchplanet.ch die Budgetkontrolle. Wir sind ja immer noch in der Projektphase und es ist deshalb sehr bedeutsam, dass wir nicht mehr Geld ausgeben als wir budgetiert haben und dass wir unsere Verkaufsziele erreichen. Um die Verkäufe zu steigern haben wir ein (eher kleines) Werbebudget. Ich plane unsere Inserate und lasse sie von unserer Werbungsabteilung erstellen, dasselbe mit unseren Flyern. Da buchplanet.ch die Auflage hat dieses Jahr CHF 60’000.00 Spendengelder zu erhalten, gehört auch Fundraising zu meinen Aufgaben, hier werde ich von der Geschäftsstelle der Stiftung Tosam unterstützt. Um Bücher in den Onlineshop zu stellen habe ich leider meist zu wenig Zeit. Dies wird grösstenteils von den Mitarbeitern des buchplanet.ch erledigt (herzlichen Dank, ihr seid die Besten!!!). Jeden Montag schreibe ich einen Blogeintrag, manchmal kurz und gehetzt und manchmal länger und mit Musse.
Das Telefon wird meistens direkt durch mich abgenommen, hier nehme ich telefonische Bestellungen entgegen, beantworte Fragen und gebe Auskünfte.
Das Sortieren der neu eingetroffenen Bücher gehört auch zu meinen Aufgaben. Glücklicherweise werde ich hier aber noch von verschiedenen Mitarbeitern unterstützt. Es ist Wahnsinn wie viele und was für spannende Bücher wir erhalten. Das Sortieren ist eine abenteuerliche Aufgabe, die ich nicht missen möchte.
Zum Sortieren gehört auch die Lagerhaltung. Ich verschiebe die Paletten mit dem Palettenrolli, schreibe die verschiedenen Paletten an und achte darauf, dass es immer genug Bücher zum Zerlegen hat.
Die Halle von buchplanet.ch sollte auch einigermassen ordentlich aussehen. Das erledige ich entweder selbst oder delegiere es.

Jetzt ist es bereits 17:30 Uhr und bis um 18:00 Uhr muss ich die Pakete zur Post bringen (manchmal gehört auch das zu meinen Aufgaben).
Die Zeit reichte mir nicht um Ihnen alle meine Aufgaben vorzustellen. Ich werde bei Gelegenheit aber gerne eine Fortsetzung dieses Blogs schreiben.

Herzlichen Dank an alle Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter, Gönnerinnen & Gönner, Kundinnen & Kunden – ohne euch wäre das alles nicht möglich

Meine liebste Beschäftigung

Meine liebste Beschäftigung

25. Juli 2013

Plaudereien

by Simone Gröbli

Geschätzte Blog-Leser

Ich hoffe, was heisst hier hoffen, ich erwarte es schon fast von Ihnen, dass Sie den Bericht über den buchplanet am Dienstag zum Frühstück, im Lauf des Tages oder nach Feierabend im St.Galler Tagblatt gelesen haben.

Und heute hätte eigentlich der nächste Höhepunkt sein sollen; der Auftritt im Fernsehen. Leider hast „TV O“ uns auf die nächste oder übernächste Woche vertröstet. Es kann ja sein, dass ein eventuelles erdbebenverursachendes Bohrloch brisanter für eine Berichterstattung ist, als ein Online-Shop für gebrauchte Bücher.

Apropos gebrauchte Bücher; in einem früheren Blog habe ich Ihnen, geschätzte Blog-Leser Iris von Roten, „Die Emanze der Schweiz,“ und ihr Hauptwerk „Frauen im Laufgitter“ vorgestellt. Ein kleiner Makel hatte diese Geschichte, denn die „Frauen im Laufgitter“ hatten wir nicht im Angebot.

Aber siehe da, er ist behoben der Makel. Das Buch ist tatsächlich aus irgendeiner Tiefe unserer unzähligen Bananenschachteln aufgetaucht. Und wer hat’s erfunden, „ähm,“ ich meinte natürlich gefunden; der Chef persönlich, also Sara. So gehört es sich doch oder?

 

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Sonst, was könnte ich Ihnen, geneigte Blog, noch so vorplaudern?

Um Gottes willen, wie konnte ich das nur vergessen! Stellen sie sich vor, dass Royal Baby heisst jetzt nicht mehr Royal Baby sondern George, genauer gesagt „Seine königliche Hoheit Prinz George von Cambridge“  Nur blöd, dass er mindestens 70-80 Jahre in der Warteschleife hängen bleiben wird, bis er seinen Beruf mit der Bezeichnung König ausüben kann.

Falls ich Sie, betreffend dieser Meldung, neugierig gemacht habe, was aber absolut nicht meine Absicht war, und Sie also über „George-Boy“ mehr erfahren wollen, dann wenden Sie sich doch bitte vertrauensvoll an die „ 20 Minuten,“ „Blick am Abend“ oder an die sonstigen verschiedenen bunten Blättern.

Zum Schluss meiner Blog-Plaudereien, werde ich noch ein wenig elegisch. Denn, ausser es geschieht nicht noch ein kleines Wunder, beginnt quasi ab sofort meine Abschiedstour beim buchplanet. Das Soz.-Amt St.Gallen sieht sich leider ausserstande meine Arbeitskraft weiter dem buchplanet zur Verfügung zu stellen. Den Grund für keine Zweite Halbzeit ist schon fast skurril zu nennen.

Als Erklärung nehme ich eine Metapher zu Hilfe. Wie vielleicht nicht ganz unbekannt ist, musste Bärin Berna, weil sie herumzickte, das Urteil einer Zwangsverbannung aus dem Bärengraben nach Rumänien hinnehmen. Sie ist also eine Problembärin. Auf mich übertragen heisst das nun, nein keine falsche Schlussfolgerungen, geschätzte Blog-Leser, ich befleissige mich nicht der Zickerei, ich bin also keine Problembärin. Sondern einfach nur jemand, der seine ungewollte Untätigkeit, sprich Arbeitslosigkeit, mit einer sinngebenden Arbeit ausfüllen will. Aber wie schon oben erwähnt, dass ist anscheinend zu wenig  „Futter“,  um im Alternativ-Arbeitsmarkt einen Platz zu bekommen, respektive den für ein Jahr zu behalten.

Und mit diesem Votum bin ich fertig, Ich wünsche Ihnen, geneigte Blog-Leser, natürlich nur temperaturmässig gemeint, heisse Tage und falls Sie meine heutige Schreiberei tatsächlich in den Ferien lesen, weiterhin schöne Ferien.

22. Juli 2013

Fürsprecher der Jugendlichen

by Sara Grob

Ich möchte still sein,
doch es schreit in mir.
Ich möchte lächeln,
doch mein Mund gehorcht nicht.
Ich will die Hand heben,
doch sie zittert.
Ich will weglaufen,
doch die Füsse sind zu schwer.
(Lisbeth S., 17 Jahre alt)

Erinnern Sie sich noch an Ihre Pubertät? Die Pubertät ist a) die Zeit, in der die Eltern schwierig werden oder b) die Zeit, in der die Kinder rebellisch werden. Einfach ist diese Zeit wohl weder für die Eltern noch für die Kinder. Mit ca. 12 Jahren entdeckte ich im Brockenhaus Degersheim ein Buch, das mir sehr durch die schwierige / rebellische Zeit geholfen hat: Es schreit in mir von Ernst Kappeler. Ernst Kappeler war ein Schweizer Schriftsteller und Lehrer, er ist im Mai 1987 gestorben. Lustig finde ich, dass ich erst im Juni 1988 geboren bin und das vorliegende Buch bereits 1979 erschienen ist, es hatte damals nichts von seiner Aktualität verloren und ist auch heute noch aktuell.

Im vorliegenden Buch hat Ernst Kappeler Briefdokumente von jungen Menschen gesammelt. Die Jugendlichen fragten ihn um Rat oder teilten ihren Frust mit ihm. Aus dem Vorwort von Ernst Kappeler:

Zuerst waren es nur wenige. Heute sind es Tausende geworden. Fast alle kamen, um Rat zu fragen, um eine unerträgliche Last abzuladen, die sonst nirgendwo Platz fand; um ein Problem loszuwerden, das sie allein nicht bewältigen konnten. Ich antwortete, so gut ich es vermochte. Jedem persönlich und von Hand geschrieben. Genau so, wie er mir geschrieben hatte. Eine Abschrift meiner Antworten  behielt ich nicht zurück, denn nie dachte ich an eine Veröffentlichung unseres Briefwechsels. Das, was ich schrieb, gehörte nur den einen, der mir geschrieben hatte. Und nur ihm. 

Ich war plötzlich nicht mehr allein. Überall regten sich die Jungen selber, um einander beizustehen. Das war meine schönste Erfahrung: dass diese so oft als gleichgültig und egoistisch verschriene Jugend so viel Mitmenschlichkeit zu geben hatte, wenn man sie nur darauf ansprach.

Die Briefe sind in diesem Buch nach Themen geordnet, zum Beispiel: Einsamkeit, Rauschgift, Selbstmord – Tod, Religion, Freiheit, Elternhaus,…

Ich war begeistert von diesem Buch, weil es mir zeigte, dass ich mit meinen Problemen und Ängsten nicht alleine dastehe, dass es noch viele andere Menschen gibt, die dasselbe oder etwas ähnliches durchmachten. Ich denke, dass dieses Buch auch für einen heutigen Jugendlichen interessant ist. Der Kern der Probleme, ist immer noch derselbe wie damals, nur das ganze Drumherum ändert sich immer ein wenig.
Das Buch haben wir zweimal in unserem Onlineshop an Lager. Buch 1 und Buch 2

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Ich hatte heute eine Ausgabe dieses Buches in meinen Händen. Ich spürte sofort, dass dieses Buch ein wenig zu dick ist. In der Mitte des Buches waren  einige A4-Blätter, gwundrig, wie ich halt bin, musste ich diese Zettel sofort begutachten. Auf den Blättern waren mehrere Gedichte aus dem Buch abgeschrieben, teils waren sie auch noch mit Filzstift verziert. Ich habe ein Beispiel für Sie gescannt.

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Ein Blatt machte mich sehr nachdenklich. Es enthielt nämlich den Entwurf für eine fristlose Kündigung. Ich habe diesen Brief anonymisiert und auch gescannt. Ich hoffe, dass dieses Mädchen den mutigen Schritt mit der Kündigung durchgezogen hat und nachher eine bessere Arbeitsstelle gefunden hat. Sehr berührt hat mich der letzte Satz des Briefes, es ist wirklich so wie Ernst Kappeler schrieb: dass diese so oft als gleichgültig und egoistisch verschriene Jugend so viel Mitmenschlichkeit zu geben hatte, wenn man sie nur darauf ansprach.

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Hat die heutige Jugend eigentlich auch so einen Fürsprecher wie es Kappeler damals war?

18. Juli 2013

Büroträume

by Simone Gröbli

Geschätzte Blog-Leser

Ich bekenne mich schuldig, ich habe letzten Donnerstag geschwänzt. Das hatte aber auch einen bestimmten Anlass. Der buchplanet hatte nämlich Journalistenbesuch vom St.Galler Tagblatt.

Und nun warten wir alle gespannt auf den Artikel. Nur leider hängt er zurzeit noch zwischen dem zuständigen Journalistenschreibtisch und der Druckerei.

Apropos Schreibtisch; mein derzeitiger „Kampf“ besteht darin, nach dem ich den der Kinderbücher und Klassiker siegreich beendet habe, dass Matterhorn von Kurzgeschichten und Novellen wenigstens auf die Höhe des Säntis zu reduzieren. Da es naturgegeben vorwiegend dünne und dünnste Bücher sind, komme ich mir zwischendurch wie Sisiphus vor. (Das ist bekanntlich der, der nach seinem Tod von Zeus auf Ewigkeit dazu verdammt ist, immer wieder einen Marmorblock einen Berg hinaufzubringen)

Aber ich schweife ab; den Schreibtisch wollte ich eigentlich als fliessender Übergang benützen um Ihnen, geneigte Blog-Leser, ein Taschenbuch vorzustellen. Es beinhaltet vierzig Geschichten, die von einem Ort handeln die sicher einem grossen Prozentsatz von uns nur allzu bekannt ist; ich meine das Büro.

Menschen im Büro heisst der schlichte Titel und so renommierte Schriftsteller wie Martin Walser, Heinrich Böll, Erich Kästner, Kurt Tucholsky und Franz Kafka (der ja sich im Dschungel der Verwaltungen bestens ausgekannt hat) haben Beiträge dazu verfasst.

Auch wenn die Erzählungen sich im Schreibmaschinenzeitalter abspielen und einem auch unbewusst das Bild der nimmermüden lächelnden und perfekt gestylten Sekretärin vor dem geistigen Auge erscheint, sind sie immer noch aktuell. Deshalb aktuell, weil es eben keine Texte vom grauen Arbeitsalltag sind, sondern Menschengeschichten und das sind wiederum Liebes- und Lügengeschichten, Tagträume, (wer hat die nicht schon während der Arbeit geträumt und zum Beispiel sich kurzzeitig auf eine Südseeinsel gebeamt!) Nachtstücke, Krimistories und sogar Science-fiction.

Aber auch ein anderer Aspekt machen diese Erzählungen so spannend.

In der Literatur nämlich ist das Büro ein klassischer Handlungsort geworden, einer der Orte, wo man all diese Gefühle von Neid, Hass, Schadenfreunde und Herrschsucht, dieses nach unten treten und nach oben buckeln wunderbar beschreiben kann.

Also alles in allem, ein lesenswertes Buch und ich hoffe, derjenige Leser der dieses Buch beim buchplanet bezieht, hat keine Déjà vu Erlebnisse!

 

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16. Juli 2013

Schuster Martin

by Sara Grob

Heute habe ich ein Buch in unserem Onlineshop entdeckt, das früher zu meinen liebsten Bilderbüchern gehörte. Und zwar handelt es sich um das Buch „Schuster Martin“, nacherzählt nach einer Legende von Tolstoi von Brigitte Hanhart, illustriert von Bernadette. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich von diesem Buch einiges gelernt habe. Es hat mit dazu beigetragen, dass ich Die geworden bin, Die ich heute bin.

Der Klappentext des Buches fasst die Geschichte ganz gut zusammen: Leo Tolstois bekannte Volkserzählung vom Schuster Martin wird hier für Kinder leicht verständlich nacherzählt. Es ist eine Legende über die Nächstenliebe; sie zeigt, dass uns Gott in allen Menschen begegnet. Man muss nur bereit sein, ihn aufzunehmen, wie dieser gutherzige Schuster.

Der letzte Satz in diesem Bilderbuch lautet: Und da stand ganz oben auf der Seite geschrieben: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Ein wunderschönes Bilderbuch, das ich Ihnen wärmstens empfehlen kann! Hier sehen Sie noch mein Lieblingsbild aus dem Buch

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15. Juli 2013

Ex Libris Nummer 25

by Sara Grob

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Hier handelt es sich um ein heraldisches ev. sogar um ein abgekürztes Exlibris. Was abgekürztes Exlibris bedeutet, erfahren Sie auf dieser Seite. Es werden einige interessante Begriffe erklärt.

10. Juli 2013

Ich träume von einem kleinen Haus

by Sara Grob

Heute habe ich das Buch „Handmade Houses. Von der Kunst der neuen Zimmerleute“ in unseren Onlineshop buchplanet.ch gestellt.

In jedes der in diesem Buch vorgestellten Häuser würde ich sofort einziehen. Ich habe einfach ein Faible für spezielle und schöne Häuser, die mit Liebe gestaltet wurden. Ich habe Ihnen vier Fotografien aus dem Buch gescannt damit Sie einen besseren Einblick erhalten. Wirken diese Häuschen nicht wunderbar verwunschen?

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9. Juli 2013

Dreiteilung

by Josef Beda

«Zu beweisen, dass ein Problem nicht unter vorgeschriebenen Bedingungen und Regeln gelöst werden kann, ist an sich einer Lösung gleichwertig, insofern damit das Problem aus der Liste der unerledigten Angelegenheiten ein für allemal gestrichen werden kann.» Dieser Satz ist aus dem 110 Seiten umfassenden äusserst interessanten und lehrreiche Büchlein entnommen, welches den Titel »Unterhaltsame Geometrie« trägt. Prof. Dr. C. Stanley Ogilvy, Autor dieses und zahlreicher anderer Bücher in seinen beiden bevorzugten Themenbereichen Mathematik und Segeln lehrte über 20 Jahre lang Mathematik am Hamilton College in Clinton im US-Bundesstaat New York. Am 21. Juni 2000  verstarb der »Segelnde Mathematiker« im Alter von 87 Jahren in seinem Wohnhaus in Mamaroneck.

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Dr. Ogilvy erklärt im oben abgebildeten Buch mit verständlichen Texten und klaren Zeichnungen Gedankenschritte, die aus der vielleicht geliebten oder auch ungeliebten Geometrie eine Freundin machen können. Er zeigt in diesem Buch auch, dass einige bekannte mathematischen Probleme aus dem Altertum gelöst werden konnten, eben auch dadurch, dass unter Anwendung mathematischer Methoden der jüngeren Zeit, erkannt wurde, dass sie unlösbar sind; die Dreiteilung eines Winkels mit Zirkel und Lineal beispielsweise. Aber er stellt uns in diesem Werk neue – neu geschaffene – Probleme der Mathematik vor: kennen Sie das Kakeya-Problem?

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchumschlag

8. Juli 2013

Wer war M. E. Houck?

by Sara Grob

In unserem Angebot bin ich über das Buch „Gedichte“ von M. E. Houck gestolpert. Dieser Gedichtband wurde in einer Auflage von 300 Exemplaren durch die Buchdruckerei H. Tschudy & Co. in St. Gallen hergestellt. Das Erscheinungsdatum dieses Bändchens ist 1949.

Im Buch steht ausserdem: Die Gedichte dieses Bandes sind im Jahre 1947 entstanden. Die „Bilder aus der Heimat“ erschienen erstmals im Sommer 1947 als Privatdruck; sie sind hier gekürzt übernommen. Die Gedichte ausserhalb den „Reisebildern“ sind nicht geordnet, sie folgen sich ihrer Entstehung nach. 

Der Vorname des Autors oder der Autorin ist nicht ausgeschrieben, ich weiss also nicht ob die Gedichte von Margrit Esther Houck oder von Marcel Emil Houck geschrieben worden sind. Ich habe auch kurz bei google gesucht, doch leider keine weiteren Angaben gefunden ausser, dass das Buch bei buchplanet.ch mit Abstand am günstigsten erhältlich ist (für CHF 12.00).
Ich bin immer noch gwundrig von wem dieses Buch verfasst worden ist. Bei Gelegenheit werde ich Urs Steiner noch nach diesem Autoren / dieser Autorin fragen, vielleicht weiss er ja mehr als das Internet.

Zum Abschluss noch ein schönes Gedicht aus dem vorliegenden Buch:

Die Seifenblase

Sie war erstaunt und rund
Wie eines Kindes Mund
So wundersam alles im Kleinen –
Bis sie zerbrach.
Da war das Glück nur Weinen
Und alles so kindhaft dumm.
Oh grosser Gott – warum?

4. Juli 2013

Lebenssätze

by Simone Gröbli

Geschätzte Blog Leser

Es könnte sein, dass mein heutiger Blog mit  einem Hauch Philosophie versehen ist. Als ich nämlich heute meinen morgendlichen Blick in die vorsortierten Bücher-Schachteln warf, stach mir ein Buch mit dem Titel „Starke Worte“ in die Augen.

50 Persönlichkeiten und solche die es meinen sie sind es, sollten den Satz ihres Lebens präsentieren und sich dazu äussern.

Neugierig wie ich nun einmal bin, habe ich das Buch zu Hand genommen und den Inhalt durchgelesen. Und es ist erstaunlich was man unter dem Begriff „Lebenssatz“ alles verstehen kann; Da gibt die einfach gestrickten wie:

„Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Erich von Däniken) oder

„In diesem Hundeleben hat alles seinen Preis“ (Milena Moser)

oder persönliche Lebenssätze, wie:

„Lass sie nur, sie machts schon recht.“ (Klara Obermüller)

„Brigittchen, vergiss nie, du kommst aus der Hefe, und die Hefe hat Kraft!“

(Brigitte Woggon) Erste weibliche Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich

Ein zwiespältiges Motto habe ich auch entdeckt;

„Arbeit macht frei.“ (Margrith Bigler-Eggenberger)

Dieser Satz steht bekannter weise auch über dem Eingangstor von Auschwitz, einer der berühmt-berüchtigsten und grössten Vernichtungslager der Geschichte. Selbverständlich wollte ich wissen, wie man einen solchen fragwürdigen und eben auch verlogenen Satz (denn in Auschwitz gab es keine Freiheit sondern den Tod) wählen kann. Ich gestehe, die dazugehörigen Ausführungen von Frau Bigler-Eggernberger, die, soweit ich weiss, die erste Bundesrichterin der Schweiz war, haben mich beeindruckt.

Dann habe ich tatsächlich noch tiefgründige Sätze gefunden, die das Prädikat „Starke Worte“ auch in Wahrheit verdienen:

„Bildung ist gedankliche Unbestechlichkeit.“ (Carolina Müller-Möhl)

oder

„Sei aufmerksam, empfinde nichts umsonst, messe und vergleiche, dieses ist das ganze Gesetz der Philosophie.“ (Hanspeter Uster)

Und als Schlusspunkt:

„Das einzige, was nicht trügt ist der Schein.“ (Maria Becker)

Das sind also Sätze des Lebens.

Haben Sie Geschätzte Blog-Leser auch welche?

Wenn ich Ihnen nun diese Frage stelle, komme ich nicht darum herum auch einer meiner Sätze zu „veröffentlichen“ Ich habe ihn mir von Conrad Ferdinand Meyer ausgeliehen. Er stammt aus seinem Werk „Huttens letzten Tage“:

Ich bin kein ausgeklügelt Buch. Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch

Urs