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Schreibübungen

von Simone Gröbli

Geschätzte Blog Leser

Mit einem Tag Verspätung kommen Sie trotzdem noch in Genuss eines Blogs von mir. Jedenfalls hoffe ich, dass es für Sie jeweils ein Genuss ist, meine Beiträge zu lesen.

Neben Lesen, ist Schreiben meine zweite Leidenschaft. So als eine Art Finger- und Trockenübung verfasse ich zwischendurch journalistische Probestücke. So eines will ich ihnen in Form eines Kommentars der in die politische Richtung geht vorstellen. Das Thema ist der neue Flughafen in Berlin um dessen Fertigstellung und Eröffnung ein Schmierentheater sondergleichen entstanden ist. (Wie man mit solchen Grossprojekten umgeht, hätten die damaligen Verantwortlichen bei „unserem“ Gotthard-Eisenbahntunnel lernen können).

Zu dem Zeitpunkt als ich diesen Kommentar verfasste, wurde der Eröffnungstermin etwa zum zweiten Mal verschoben (In der Zwischenzeit ist man bei etwa vier Verschiebung angelangt und einer geplanten Teileröffnung diesen September). Köpfe wurden ausgetauscht, die nun retten sollen, was noch zu retten ist. Der neue Flughafenchef Mehdorn musste nun aber bereits einräumen, dass auf Dauer zwei Landebahnen nicht ausreichen werden.

Soweit die Vorbemerkungen.

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Du schöne Millionen und Milliarden

Stellen sie sich vor; sie planen eine Geburtstags- oder eine Hochzeitsfeier. Sie stellen eine Gästeliste zusammen; die Verwandten aus Amerika oder Australien sollen schliesslich auch bei der Sause anwesend sein. Dann folgt der Gau; die Feier verschiebt sich wegen des nicht fachgerechten Aufbaus des Apérozeltes. Trotz aller Vertröstungen und Versicherungen wird die zweite Terminsetzung ebenso ein Flop.

Genau dieses Szenario spielt sich jetzt live und exklusive und im grossen Rahmen beim neuen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg ab.

Zwei Wochen vor der geplanten Eröffnungsfeier kann Frau Merkel diesen Termin in ihrem Kalender streichen. (Wälzt sie in dieser freien Zeit Gedanken über Griechenland und Monsieur Hollande in Paris?)

Was auch immer Frau Merkel oder die 10000 (aus)geladenen Gästen nun mit der ungeplanten Freizeit anfangen; Fakt ist, trotz Termindruck hatten Betreiberchefs noch Muse sich um ihre Promotion und Vorträge zu kümmern.

Eine nicht rechtzeitig abzunehmende Entrauchungsanlage ist der Schuldige Gerade im Flugverkehr wo Sicherheit vor Pünktlichkeit geht, ist das blamabel und beschämend. 2,5 Milliarden haben Berlin, Brandenburg und der Bund für dieses Renommierobjekt hinklotzt; zirka 15 Millionen kommen nun jeden Monat bis zum neu gesetzten Termin im März 2013 dazu

Egal ob es eine „dramatische und unschöne Situation“ ist, wie der brandenburgische Ministerpräsident Platzeck tönte, eines ist jetzt schon sicher, für die Region ist es ein Imageschaden von unabsehbaren Folgen

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