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Archiv vom Februar, 2013

26. Februar 2013

Der Kreis • Teil 1 von 6

by Strichli

In der Planimetrie ist der Kreis eine der ganz besonderen Figuren. Das Verhältnis zwischen seinem Umfang U und seinem Durchmesser d, der auf einer durch den Mittelpunkt M gezogenen Geraden liegenden durch den Kreisbogen bestimmte Strecke, ist eine der berühmtesten, meistuntersuchten und wichtigsten Zahlen der Mathematik. Das Verhältnis ist Pi, mit griechischem Buchstaben als π bekannt.

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Eine kleine Aufgabe soll uns in die Betrachtungen von Kreisen und deren Besonderheiten einführen. Gegeben sei ein Kreis mit einem Durchmesser von einem Meter. Um den Kreis legen wir nun eine Schnurr, messen diese und verlängern sie um einen Meter. Möglichst genau versuchen wir die Schnurr zentrisch um den Mittelpunkt des gegebenen Kreises zu legen und messen den Abstand zwischen der Schnur und dem ursprünglichen Kreisbogen. Gleiches machen wir gedanklich mit dem Äquator unserer Erde. Legen wir nun auch diesem eine Schnurr um, verlängern diese wiederum um einen Meter und stellen uns den Abstand der Schnurr, wenn wir diese zentrisch um den Mittelpunkt der Erde gelegt denken, von der Erdoberfläche vor. Die Aufgabe besteht darin, die beiden Abstände, einerseits von jenem zwischen der Schnurr um den Kreises mit dem Durchmesser von einem Meter und  andererseits von jenem zwischen der Schnurr um die Erde und dem Äquator in ein Verhältnis zu bringen. – Machen Sie sich vielleicht Mal Gedanken darüber.

 

Bild-Quellen
Bild A: JBS

 

 

25. Februar 2013

Schule – Lust oder Frust?

by Sara Grob

Ich ging früher nicht gerne zur Schule. Man könnte fast sagen, ich sei früher eine kleine „Schulhasserin“ gewesen. Ich reagierte immer sehr ungläubig wenn mir erwachsene Personen sagten, dass ich irgendwann die Schule und die unbeschwerten Tage als Schülerin vermissen würde. Ich dachte, dass es nichts Schlimmeres als Schule und Lehrer gäbe.

Nach der Oberstufe begann ich nicht sofort mit der Lehre, sondern arbeitete fast ein Jahr lange. Ich weiss nicht mehr wie schnell es kam, aber ich begann die Schule zu vermissen. Später machte ich meine Ausbildung zur Kauffrau. Diese Lehre dauerte drei Jahre. Und in diesen drei Jahren waren die Schultage meine liebsten Tage. Es war eine wunderbare Abwechslung von der Arbeit. Ich wurde wieder intellektuell gefordert, habe neue Dinge gelernt und viele Menschen kennengelernt. Einige meiner Mitschüler waren nicht sehr gut in der Berufsschule, aber auch sie mochten die Schultage lieber als die Arbeitstage.

Seit September 2010 arbeite ich nun im buchplanet.ch und besuche (leider) auch keine Schule. Ich durfte aber schon einige interne Weiterbildungen besuchen und habe auch den Einstiegskurs an der Agogis absolviert. Mir ist sehr gut aufgefallen, dass ich nach Schultagen anders kaputt bin als nach Arbeitstagen. An Schultagen wird mein Kopf gefüllt, ich erhalte von einem Dozenten neues Wissen vermittelt (ich bekomme etwas). An der Arbeitstagen wird mein Kopf geleert, ich gebe meinen Mitarbeitern (und innen) Wissen, Rat und Unterstützung. Das geht manchmal an die Substanz. Nach Kurstagen kann ich wunderbar Zeichnen, nach den Arbeitstagen fehlt mir meist die Inspiration um noch etwas zu zeichnen. Meine Erklärung dafür: Wenn ich Wissen erhalte, verarbeite ich das mit Zeichnungen. Wenn ich aber nur Wissen (und so) weitergebe, dann habe ich ja nichts zum Verarbeiten…

So und nun genug gequatscht. Mit diesem Buch könnt ihr euer Wissen über die Schule erweitern!

Klick aufs Bild und Sie können das Buch bestellen!

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19. Februar 2013

Potz Tuusig!

by Strichli

«Potz Tuusig!» Das waren vielleicht Worte und Gedanken, die nebst vielen anderen, durch die Gehirne der Schweizerinnen und Schweizer rauschten, als bekannt wurde, dass der per 22. Februar 2013 zurücktretende Verwaltungsratpräsident und in den Jahren 1999 bis 2010 äusserst erfolgreiche CEO der Novartis AG, Daniel Vasella im Zusammenhang mit einem Konkurrenzverbot 72’000’000 Franken als Abgangsentschädigung bekommen wird. Man beachte, dass Vasella ein Jahresgehalt von etwa 13 Millionen Franken bezogen hat, und damit die horrende Abgangsentschädigung durch diesen Fakt im Grundsatz gerechtfertigt ist, denn immerhin kann er in seinen letzten fünf noch »erwerbspflichtigen Jahren« gar nicht mehr arbeiten. Was soll er denn tun für sein Gehalt, wenn er sein Können, sein Wissen, seine Energie, seine Schaffensfreude und seine unternehmerische Genialität vertraglich festgelegt nirgendswo mehr einbringen darf?

»Potz Tuusig!« dann zum erneuten Mal. Daniel Vasella gab heute bekannt, auf die Entschädigung von 72 Millionen Franken zu verzichten. Damit wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch das auferlegte Konkurrenzverbot stillgelegt. – Welche der beiden Varianten ist jetzt schlauer? Ein Rechtsstreit ist ohnehin angesagt. Dieser wird wohl auch einiges kosten und nützt – wenn überhaupt – allenfalls nur wenigen »Playern« etwas. Obwohl ich die angesagte »Rente« als unermessslich hoch einschätze, muss ganz klar festgehalten werden, dass die für fünf Jahre ausgelegte Abfindung gerademal einen Prozent des im letzten Jahr erwirtschafteten Gewinnes der Novartis AG ausgemacht hätte. Man bedenke, dass manch eine Person Entschädigungen für »Misswirtschaft« erhalten hat und wohl auch in Zukunft erhalten wird.

 Blog

 

Oben abgebildetes Buch mit dem Titel »Potz Tuusig – Rund ums Geld für Gross und Klein« widmet sich jenen Menschen in unserem Land, die am Ende jedes Monats die letzten Franken noch einteilen müssen, weil es ihnen trotz grossem Willen und Anstrengungen in der ersten zwei Monatsdritteln nicht gelingt, auf den letzten Drittel hin zu sparen. – Nicht die vorgesehene Abfindung an Herrn Daniel Vasella empfinde ich als ungerecht, sondern das Ganze System. «Schade, Herr Dr. Dr. h. c. Vasella, dass Sie auf Ihr Einkommen verzichten!»

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel

 

 

18. Februar 2013

Was man im Museum lernen kann

by Sara Grob

Am Freitag  besuchte ich im Historischen und Völkerkundemuseum in St.Gallen die Ausstellung „Verdingkinder reden“. Diese Ausstellung (mit vielen Tondokumenten) ist sehr eindrücklich und ich möchte sie allen Personen, die in der Schweiz leben wärmstens empfehlen.

An der Ausstellung habe ich viel Neues über die Verdingkinder und ihre Geschichte gelernt. Ich habe dort aber auch etwas gelernt, was ich nicht erwartet hätte dort zu finden. Diese Information möchte ich nun mit Ihnen teilen.

Ist Ihnen das Buch „Die schwarzen Brüder“ ein Begriff? In diesem Jugendbuch wird die Geschichte der Spazzacamini erzählt. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden kleine Jungen aus dem Tessin nach Mailand verkauft um dort als Kaminfeger (Spazzacamini) zu wirken. Diese Jungen hatten kein schönes oder angenehmes Leben, ihre Tage waren geprägt von Sorgen und Nöten.
Als Autorin des Buches gilt Lisa Tetzner.

An der Ausstellung habe ich nun aber gelernt, dass das Buch von Lisa Tetzner und ihrem Mann Kurt Kläber geschrieben wurde. Laut Wikipedia sei der Jugendroman zwar von Tetzner begonnen worden, vollendet hätte ihn aber Kläber. Weshalb wurde der Roman denn nicht unter dem Namen von Kurt Kläber veröffentlicht? Kurt Kläber lebte damals als politischer Flüchtling in der Schweiz (1948 erhielt er das Schweizer Bürgerrecht), es war ihm nicht gestattet etwas zu publizieren.

Und wer verbirgt sich hinter dem Namen Kurt Kläber? Es ist Kurt Held, der auch „Die rote Zora“ geschrieben hat.

Ich kannte zwar „Die schwarzen Brüder“ und ich kannte auch „Die rote Zora“, ich wusste aber nicht, dass die Bücher denselben Autoren haben. Das macht Kurt Held gleich doppelt sympathisch.

„Die schwarzen Brüder“ haben wir momentan nicht im Angebot. Wir haben aber andere Bücher von Kurt Held und Lisa Tetzner. Mit einem Klick aufs Buch gelangen Sie zur Verkaufsseite.

13. Februar 2013

Jura – Entstehung eines Kantons

by Josef Beda

Bereits am Dienstag, 5. Februar dieses Jahres hat Strichli in seinem Blog-Eintrag auf die Probleme der Region am Fusse des Schweizer Juras und des Kantons Jura hingewiesen. – Persönlich mag ich mich sehr gut an die Gründungszeit des Kantons erinnern, in der nebst den Figuranten des Gebietes auch der Bundesrat, allen voran Dr. Kurt Furgler, eine wichtige Rolle übernahm. Heute ist mir eine Broschüre aufgefallen, in welcher die Geschichte des Juras weit zurückblickender in geraffter Form erläutert wird. Sie beginnt im Jahr 58 vor Christus Geburt mit der Legende, dass 23’000 Rauraker keltischen Ursprungs das Siedlungsgebiet im Jura verlassen und sich dem Auszug der Helvetier nach Gallien angeschlossen haben. Nach der Niederlage bei Bibracte (gegen die Römer, die unter dem Kommando von Gaius Iulius Caesar standen, siedelten sich die Rauraker erneut im Jura an, welcher jedoch nun Teil des römischen Weltreiches war. Die Römer bauten in diesem Gebiet etwa zweihundert Jahre später die erste Strasse »Pierre Pertuis«, welche die Verbindung zwischen Aventicum und Augusta Raurica gewährleistete. Dieser Abschnitt der von den Römern erbauten Verbindungsstrasse ist heute in der Eidgenössischen Liste der schützenswerten Kulturgüter erfasst und steht damit unter nationalem Denkmalschutz.

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Die Sonderbeilage »Jura – Die Entstehung eines Kantons« einer Schrift mit dem Titel »Achtung Sendung!«, die das offizielle Publikationsmittel zu den Schulradio- und Schulfernsehen ist, erzählt die »Jura-Geschichte« weiter – bis ins Jahr 1982, als die Jurassier zum zweiten Mal ihre Kantonsbehörden wählen konnten. Es handelt sich nach meiner Auffassung um eine sehr interessante Dokumentation, bringt sie uns doch den Schweizer Jura als Teil unserer Eidgenossenschaft, dessen Bewohner mit ihren Anliegen und Beweggründen, die derzeitige Problematik, wie auch den Kanton Jura ein ganzes Stück näher.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Broschüre

 

 

12. Februar 2013

Gesetzte – Kuriositäten und Monster

by Strichli

Die Gesetze mögen in mancher Hinsicht das eigene Denken und Handeln einschränken; dies ist auch gut so, denn in einer Gemeinschaft zu leben, heisst auch, sich an gewisse Regeln halten zu müssen. Hält man sich nicht an die Regeln, welche in den Demokratien, und dies klarerweise bei uns in der Schweiz, meistens auf den Grundsätzen von Volksentscheiden basieren, wird man bestraft. Wer warum wie bestraft wird, das ist dann eine ganz andere »Nicht-Wissenschaft«.

Vielleicht kennt man Gesetze, die zum Lachen oder zum heulen Anlass geben; dies eben gerade deshalb, weil sie unterschiedlich zum Tragen kommen.  Ganz verrückte Paragraphen sind – wo denn sonst – in den Gesetzbüchern Staaten der USA zu finden. In Staate Florida müssen die Besitzer von Elefanten die normale Parkgebühr für Personenkraftwagen entrichten, wenn sie das Tier an einer Parkuhr festbinden, den Ratten ist es gesetzlich strikt verboten, Schiffe zu verlassen und in Tampa Bay ist es verboten, an einem Sonntag nach 18 Uhr Hüttenkäse zu verzehren.

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Dr. Roman Leuthner ist gelernter Wirtschaftsjournalist und Inhaber einer Medien- und Kommunikationsagentur. Nachdem er bei verschiedenen Zeitungen, darunter als Chefredakteur der Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ) arbeitete, ist er heute Lehrbeauftragter an mehreren Akademien der Medienbranche. Leuthner verfasste zahlreiche Bücher und Ratgeber in den Bereichen Wirtschaft & Finanzen, Management, Rhetorik, Sprachen, Familie und Satire.

Im kleinen Buch mit dem Titel »Nackt duschen ist verboten« sind von Dr. Roman Leuthner eine ganze menge der verrücktesten Gesetze der Welt zusammengetragen. Aus der Schweiz stammen allerdings nur ganz wenige – dem Volk sei Dank!

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel

 

 

6. Februar 2013

Heute frisch ins Sortiment aufgenommen

by Sara Grob

Das Sortiment von buchplanet.ch wird jeden Werktag erweitert. Hier sind einige Bücher, die wir heute frisch in unser Sortiment aufgenommen haben. Mit einem Klick aufs Bild gelangen Sie zur Verkaufsseite des Buches.

 

5. Februar 2013

Die Gemeinden

by Strichli

Die politischen Gemeinden bilden in der Schweizerischen Eidgenossenschaft die erste und zugleich wichtigste staatstragende Ebene. In den letzten Jahren haben sich viele Gemeinden dazu entschlossen zu fusionieren. Jede Zusammenlegung  von zwei oder mehreren Gemeinden kann, je nach Auffassung und Beurteilung, als gut oder als schlecht gewertet werden. Doch im Normalfall ist jede Gemeinde autonom zu bestimmen, ob sie mit einer anderen oder mehreren anderen Gemeinden fusionieren will. Seit der Gründung des Bundesstaates im Jahr 1848 sind mehrere Gemeinden verschwunden oder neu entwickelt worden. Diese Umformierungen, und es sind deren nicht wenige, nehmen in der Geschichte einen wichtigen Platz ein. Ist heutzutage eher von Fusionen, bei denen die fusionierenden Gemeinden aufgehoben und durch eine Neugründung ersetzt werden, Kenntnis zu nehmen, waren es in früheren Zeit auch Abspaltungen und Eingemeindungen, bei denen eine Gemeinde oder ein gemeindefreies Gebiet einer bestehenden und weiterexistierenden Gemeinde zugeordnet wurde.

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Das oben abgebildete Buch mit dem Titel »Schweizer Gemeinden und Gemeindeautonomie« stammt aus dem Jahr 1972 und wurde von der »Studiengruppe für Gemeindeautonomie in der Schweiz« herausgegeben. Die Zahlen in diesem Buch sind natürlich überholt, doch die Stellung der Gemeinden im Zusammenhang mit dem Kanton in der sie liegt, kommt zum Ausdruck. Anlass über die Gemeinden und die ihnen überstellten Kantone etwas nachzudenken, gibt das zeitliche Vorfeld mit all ihren Diskussionen zur Abstimmung, welche im November dieses Jahres der Bevölkerung vom Kanton Jura und dem Berner Jura vorgelegt wird. – Es wird interessant werden, wann mit welchen Mitteln und gesetzlichen Vereinbarungen der immer noch andauernde Jurakonflikt gelöst werden kann.

 

Bild-Quelle:
Bild A: Buchdeckel

 

 

 

4. Februar 2013

Wo erhalte ich diskriminierende Kinderbücher?

by Sara Grob

Haben Sie die Diskussion um diskriminierende Begriffe in Kinderbüchern verfolgt? Im Dezember gab Familienministerin Kristina Schröder der Wochenzeitung „Die Zeit“ ein Interview. Unter anderem wurde Sie gefragt, was sie als Mutter mit Kindergeschichten macht, deren Sprache diskriminierend ist (zum Beispiel ist der Vater von Pippi Langstrumpf ein N-König). Sie antwortete darauf, dass sie bei kleineren Kindern synchron übersetzen würde, also das N-Wort mit einem anderen Wort austauschen würde. Bei einem älteren Kind würde Kristina Schröder dem Kind die Geschichte  und den verletzenden Hintergrund des N-Wortes erklären.

Es gab darauf diverse Reaktionen in Leserbriefen und Zeitungsberichten. (Weitere Informationen und Meinungen finden Sie wenn Sie bei Google die Begriffe „Zensur Kinderbücher“ eingeben.)

Vor einigen Tagen kündigte nun der Thienemann Verlag an, dass sie alle Kinderbuchklassiker aus dem Hause Thienemann nach diskriminierenden Begriffen durchforsten würden. Die umstrittenen Worte sollen aus den Büchern gestrichen werden und in Neuauflagen nicht mehr erscheinen.

Zum  Beispiel soll aus dem Buch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preussler das N-Wort gestrichen werden.

Es gibt Menschen, die nicht erfreut über diese nachträglichen Änderungen sind. Über den Sinn und Unsinn dieser Änderungen könnte man stundenlang diskutieren.

Mein Tipp für alle Kinderbuch-Nostalgiker: Kaufen Sie ihre Bücher secondhand (zum Beispiel bei buchplanet.ch) und Sie werden viele diskriminierende Begriffe in den Büchern entdecken.

Zwei Bücher mit diskriminierenden Begriffen erhalten Sie momentan bei buchplanet.ch Klicken Sie auf das Bild um zum Buch zu gelange.