Blog von buchplanet.ch | gebrauchte Bücher zu unschlagbaren Preisen

Bit, Byte und Bier

von Strichli

In meinen frühen Berufsjahren hatte ich oft die Gelegenheit mich zusammen mit anderen Kollegen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und den Beneluxländern in Computertechnik weiterbilden zu lassen. Der damals zweitgrösste heute nicht mehr existierende Hersteller von Rechneranlagen, die »Digital Equipment Corporation«, ermöglichte es uns, sehr interessante, für die Ausübung unseres Berufes zudem notwendige, Kurse zu besuchen. Meistens fanden diese irgendwo in Deutschland, in Frankreich oder in England statt.

Am besten hat es uns jeweils in Deutschland gefallen. Dies nicht etwa wegen den dort lebenden Menschen, dem Land, den Städten oder dergleichen – natürlich auch umgekehrt; nein -, nur des Bieres wegen. Das zur damaligen Zeit in England und Frankreich erhältliche Bier schmeckte einfach nicht, und so genossen wir die Abende viel lieber in einer Hotelbar in München oder Köln.

In diesen »Stuben« lernten wir allerdings mit einem neuen Problem umzugehen. Bestellten wir ein Pils, ging das so lange, dass der erste der es bekam, dieses bereits leer hatte bis auch der letzte so ein schön abgezapftes Pils bekam. Ein weit verbreitetes Bier in Deutschland ist das wunderbare Pils der Bitburger Brauerei, einer der grössten Bierhersteller dieses Landes. Das untergärige, hopfenreiche Getränk »Bit« , die Abkürzung für ein Bitburger Pilsner Bier, wurde von den Bardamen und den Barherren in einer beinahe zur Verzweiflung anstiftender Langsamkeit ausgeschenkt. Zwar war es nachher super anzuschauen und auch äusserst wohlbekömmlich. Oft kamen wir in Versuchung die Bedienung zu fragen, ob denn das Bier bereits gebraut sei, oder ob wir den Job übernehmen sollen. Doch neben der erforderlichen Zeit fehlte uns auch das Buch mit dem Titel »Selbst gemacht schmeckt besser – Bier brauen – Das Praxisbuch«.

 

 

Josef_0001

 

Infolge entschlossen wir uns die Art eine Bestellung zu tätigen zu ändern. Statt jeweils ein »Bit« um das andere zu bestellen, erinnerten wir uns an die Kurse – auch an unsere Arbeit – und fragten jeweils gleich nach einem »Byte«: acht »Bit«.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.