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Adventskalender 4: „Ausserhalb des Rasters“

von Adventskalender
Der legendäre japanische Harleqin Sparrow hatte geschrieben, wahre Krieger sollten "Zufäligkeit kultivieren". Ein Harleqin lehnte dumpfe Routine und bequeme Angewohnheiten ab. Er lebte äusserst diszipliniert, hatte aber keine Furcht vor Unordnung.

Der legendäre japanische Harleqin Sparrow hatte geschrieben, wahre Krieger sollten „Zufäligkeit kultivieren“. Ein Harleqin lehnte dumpfe Routine und bequeme Angewohnheiten ab. Er lebte äusserst diszipliniert, hatte aber keine Furcht vor Unordnung.

 

Adventskalender 4, von Franziska Signer

 

Ein Satz den ein Autor scheinbar zu seinem Lebensmotto gemacht hat. Dieser Autor ist „John Twelve Hawks“ und eines einer Bücher möchte ich Ihnen vorstellen, da ich es mit viel Vergnügen gelesen habe. Aber so denken nicht alle Leser von „Traveler“ und den 2 anderen Bänden der Trilogie. Die Meinungen über die 3 Bücher sind sehr verschieden und positiv wie negativ.

Im Mittelpunkt des ersten Buches steht am Anfang die wortkarge Maya, eine Schwertkämpfer-Amazone die zur Gruppierung der Harlequins gehört, die als Kämpfer Traveler beschützen. Ebenso im Mittelpunkt Zwei Brüder, die zu eben diesen Travelern gehören, und unter Mayas Schutz. Traveler sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten, zu denen u. a. auch gehört, andere Menschen dazu zu bewegen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das frei von gesellschaftlichem Anpassungsdruck und der unkritischen Übernahme des vorherrschenden „Life-Styles“ und der Normen ist. Auch deshalb stellen sie eine Gefährdung für eine Gruppierung namens Tabula, auch die Bruderschaft genannt, dar, die im Hintergrund daran arbeitet, ein politisches und technisches System der totalen Kontrolle und Überwachung zu realisieren (Panoptikum). Mit der Unterstützung von zwei weiteren Personen, gelingt es einem der Brüder, sich dem Zugriff der Tabula zu entziehen, während der andere Bruder sich mit seinen Travelerfähigkeiten in den Dienst der  Tabula stellt.

Mir hat die Idee gefallen, dass die Harleqin-Kämpfer immer ZZG’s mit sich führen, Minicomputer, bei denen auf Knopfdruck eine nach dem Zufallsprinzip erzeugte Zahl auf dem Display erscheint. Sie benützen sie um Entscheidungen zu treffen. Eine ungerade Zahl bedeutet ja, eine gerade nein. Dadurch werden sie unberechenbarer und wirken dem starren Kontrollfetischismus der Tabula entgegen. Ich mag die Botschaft,die das Buch meiner Meinung nach dem Leser nahe bringen möchte. Nämlich dass jeder Mensch seine Einzigartigkeit ausleben und seinen eigenen für sich richtigen Weg gehen soll.

Beim Lesen des Buches fällt auch auf, dass der Autor sich sehr gut über die technischen Mittel und Instrumente der tabulosen Überwachungsinfrastruktur informiert hat. Über ihn selbst ist jedoch nur sehr wenig bekannt und zu seinen Verlegern hält er den Kontakt scheinbar nur über ein nicht zu ortendes Satellitentelefon. Das hat natürlich zur folge dam im Internet die verschiedensten Gerüchte über seine Identität kursieren. Einige meinen er ist Dan Brown andere denken eher das es Michael Cunningham ist.

Aufgrund einer weit verbreiteten Annahme, das John Twelve Hawks im Rollstuhl sitzt und anhand der elektronisch verzerrten Stimme am Anfang der englischen Hörbuchausgabe seines Buches, die die Worte „Hier ist John Twelve Hawks“, und „Ich lebe außerhalb des Rasters.“ spricht (man hört angeblich eine körperliche behinderung) glauben viele das es sich beim Autor um Stephen Hawking handelt.

Falls dies wirklich (was ich nicht glaube) zutrifft, kann ich wenigstens sagen eines seiner Bücher ganz gelesen und verstanden zu haben 🙂

 

 

Hier noch die Links zu den einzigen 2 Interviews die John Twelve Hawks jemals gegeben hat:

http://www.bookbrowse.com/author_interviews/full/index.cfm?author_number=1159

http://www.sffworld.com/mul/146p0.html

 

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